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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Handbuch Deutsche Kommunisten

Klein, Karl

* 7.12.1886 – ✝ 20.8.1960

Geboren am 7. Dezember 1886 in Erfurt, Sohn eines Schuhfabrikarbeiterehepaars; kaufmännische Lehre. 1904 Mitglied der SPD, Funktionär der Arbeiterjugend in Höchst und in Frankfurt/M. 1907 Militärdienst, 1909 Rückkehr nach Erfurt, Arbeit als Handlungsgehilfe, 1914 Einberufung zum Militär, Klein war Soldat im 5. Garderegiment in Berlin-Spandau. Zeitweilig gehörte er als Soldatenvertreter zum Kopf der Revolutionären Obleute (Emil Barth, Richard Müller, Ernst Däumig, u. a.), knüpfte Verbindung zur Spartakusgruppe und fuhr Mitte Dezember 1918 nach Erfurt, um die Spartakusgruppe zu organisieren, die er dort am 26.Dezember auch schuf. Als Erfurter Delegierter auf dem Gründungsparteitag der KPD wurde Klein in die Programmkommission berufen. Nach seiner Rückkehr aus Berlin wurde er Vorsitzender der KPD Thüringen in Erfurt. Von 1920 bis Mitte 1922 im Auftrag der Zentrale Polleiter der BL Ostpreußen in Königsberg, 1922/23 Sekretär der KPD in Bremen, anschließend bis Mitte 1924 Redakteur des »Roten Echos« in Erfurt, Delegierter des II. (1920) und VII. Parteitags 1921. Ab 1924 war Klein Mitarbeiter im Münzenberg-Apparat bzw. Leiter der Inseraten-Expedition der AIZ in Berlin. Nach 1933 weiter im Inseratengeschäft tätig. 1938 verhaftet, kam er in das Zuchthaus Luckau. Wegen Flecktyphus haftunfähig, im Dezember 1941 entlassen. 1945 beteiligte sich Klein am Aufbau der Gewerkschaft in Langensalza und war bis 1948 Vorsitzender des FDGB-Kreisvorstandes Langensalza, danach Sekretär des FDGB-Landesvorstandes Thüringen bzw. Referent des Bundesvorstandes. Zuletzt war er Kaderleiter der DHZ-Bürobedarf, Niederlassung Erfurt. Er erhielt den VVO in Bronze. Karl Klein starb am 20. August 1960 in Erfurt.

Wer war wer in der DDR

Klein, Günter

* 12.1.1922 – ✝ 23.8.1982

Geb. in Breckerfeld (Westfalen); Vater Graveurmeister; Volksschule u. Gymnasium, 1940 Abitur; 1940 Wehrmacht; 1941 – 45 sowj. Kriegsgef., Kursant u. Lehrer an der Antifa-Schule; 1944 / 45 Frontbevollmächtigter des NKFD. Mai 1945 – Febr. 1946 Lehrer an der Antifa-Schule der SMAD in Rüdersdorf; 1945 / 46 KPD / SED; Febr. 1946 – Jan. 1949 Korresp. des SNB; 1947 / 48 1. Vors. der SED-Betriebsgr. beim SNB; 1949 Mitgl. des Red.-Koll. u. stellv. Chefred. der »Berliner Zeitung«; Okt. 1949 – Jan. 1953…

Wer war wer in der DDR

Klein, Manfred

* 20.7.1935 – ✝ 15.1.1981

Geb. in Berlin; Vater Angest.; wg. Aktivität in der Kath. Jugend 1942 für kurze Zeit von der Gestapo verhaftet; August 1943 Wehrmacht, 1944 bei Sewastopol schwer verletzt, ca. ein Jahr lang in versch. Lazaretten; gleichzeitig Germanistikstudium an der Univ. Breslau; Apr. 1945 sowj. Kriegsgef. Aug. 1945 Besuch der Antifa-Schule des NKFD in Rüdersdorf (b. Berlin); ab Sept. 1945 auf Anregung von Bischof  Konrad Graf von Preysing Vertreter der kath. Jugend im zentralen Jugendaussch. der SBZ,…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kleine, August (Guralski

* 10.4.1890 – ✝ 1960

(* 1890 – † 1960?) August Kleine-Guralski wurde am 10. April 1890 als Abram Jakowlewitsch Heifetz, Sohn einer kinderreichen jüdischen Familie in Riga geboren. Sein Vater war dort Lehrer an der jüdischen Schule. Er besuchte von 1902 bis 1910 die Handelsschule in Riga, schloß sich der jüdischen Arbeiterorganisation »Bund« an, trat in die lettische Sozialdemokratie ein und wurde als Samuel Guralski Funktionär in deren Kulturzentrum. 1908 erste Verhaftung wegen seiner Aktivitäten im Rigaer »Bund«. Als Abgesandter des »Bundes« hielt er sich in Lettland und in Weißrußland auf, wurde mehrmals inhaftiert und erhielt Aufenthaltsbeschränkungen. 1912 emigrierte er aus Rußland und nahm im selben Jahr an der 9. Konferenz des »Bundes« in Wien teil. 1913 wurde Guralski in ¸ódê festgenommen, nach Rußland überführt, floh dann erneut nach Wien, wo er sein Universitätsstudium durch Gelegenheitsarbeiten finanzierte. 1914 setzte er sein Studium in Lausanne fort, lernte 1916 Leo Trotzki und Grigori Sinowjew kennen und reiste im Mai 1917 im zweiten »verplombten Eisenbahnzug« nach Rußland. Im Oktober 1917 gehörte Guralski als Vertreter der Internationalisten im »Bund« in Odessa zusammen mit den Bolschewiki dem Revolutionären Komitee an und wurde unter seinem Familiennamen Heifetz verhaftet. Nach dem Einmarsch der Roten Armee in Kiew übernahm er verschiedene staatliche Funktionen in der Ukraine. Im September 1919 schickte ihn das EKKI als Vertreter (Pseudonym Kleine) nach Deutschland, er wurde zwar ausgewiesen, kam aber 1921 zusammen mit Bela Kun wieder zurück, um hier den März-Aufstand vorzubereiten. Kleine-Guralski nahm am III. Komintern-Kongreß teil und wurde dann Mitglied der Zentrale der KPD. Zusammen mit seiner Frau Käthe Pohl spielte er bald eine führende Rolle in der KPD. Käthe Pohl war ab 1922 Sekretärin des Polbüros der KPD, sie hatte 1922 bis 1924 in der KPD wie Kleine erheblichen Einfluß, wurde 1924 von den Linken abgelöst. Die Ehe August Kleines mit Käthe Pohl wurde 1923 geschieden, danach heiratete er R. Jezerskaja. Auf dem VIII. Parteitag im Januar 1923 in Leipzig wurde er als August Kleine offiziell in die Zentrale der KPD gewählt, von dieser in das Polbüro aufgenommen, er beteiligte sich führend an den Aufstandsvorbereitungen im Herbst 1923. Nach der Oktoberniederlage war Kleine einer der Hauptorganisatoren der Mittelgruppe und gehörte nach deren Übernahme der Parteiführung im Januar 1924 wieder zur Spitze der KPD. Da die Mittelgruppe auf dem IX. Frankfurter Parteitag scheiterte, verließ Kleine Deutschland. Auf dem V. Komintern-Kongreß im Sommer 1924 wandte er sich gegen Karl Radek und Heinrich Brandler, kritisierte deren Rückzugspolitik. Ab Sommer 1924 war Guralski-Kleine offizieller EKKI-Vertreter bei der französischen KP. Er forcierte den Kurs der Bolschewisierung der FKP mit der neuen Führung um Thorez-Cachin-Semard. In Frankreich lebte er unter dem Decknamen Auguste Lepetit, wurde im Juli 1925 verhaftet, ausgewiesen und ging nach Rußland zurück. Da er hier aktiv für die »Neue Opposition« unter Sinowjew/Kamenew wirkte, aus der Komintern-Arbeit entlassen. Abteilungsleiter im Marx-Engels-Institut. Er war weiter führend in der Opposition, unterzeichnete im Mai 1927 die »Plattform der 83«. Daraufhin im Dezember 1927 zusammen mit Trotzki, Sinowjew, Radek und zahlreichen anderen Oppositionellen aus der KPdSU ausgeschlossen und Anfang 1928 nach Frunse (Kirgisien) verbannt. Nach einer Unterwerfungserklärung im Mai 1928 durfte Kleine-Guralski nach Taschkent übersiedeln und kam als Lehrstuhlleiter an die Kommunistische Universität. Er soll sich bereit erklärt haben, für die GPU/NKWD zu arbeiten, im Juni 1928 wieder KPdSU-Mitglied. Ab August 1929 erneut im Komintern-Apparat, zuerst im Mitteleuropäischen Ländersekretariat, dann von 1930 bis 1934 unter dem Decknamen Rustico als EKKI-Vertreter in Südamerika zusammen mit seiner dritten Ehefrau Nadeshda Tultschinskaja, die als Chiffreurin für die OMS arbeitete. Im August 1936 wurde Guralski wiederum aus der Partei ausgeschlossen, verhaftet und im August 1937 zu acht Jahren Lager verurteilt. Im Mai 1938 freigelassen, war er nach Aufhebung des Urteils als Mitarbeiter des NKWD eingesetzt und soll in Berichten Bela Kun, Poganyi-Pepper, Ossip Pjatnitzki und Hugo Eberlein »entlarvt« haben. Später Dozent an der historischen Fakultät der Moskauer Universität, promovierte im April 1941 über »Französische Geschichte 1919-1924«. Wieder in die KPdSU aufgenommen, wirkte Kleine-Guralski bis 1948 unter dem Namen Professor Arnold als Propagandist unter deutschen Kriegsgefangenen und wurde Mitarbeiter der Akademie der Wissenschaften. Dort entlassen, im November 1950 im Rahmen der antijüdischen Verfolgungen festgenommen und im März 1952 zu zehn Jahren Lager verurteilt. Versuche, ihn 1956 zu amnestieren, scheiterten. Er wurde erst 1958 wegen Invalidität vorzeitig freigelassen. August Guralski-Kleine soll im Sommer 1960 in Moskau gestorben sein.

Wer war wer in der DDR

Kleinert, Fritz

* 21.3.1920 – ✝ 10.6.2007

Geb. in Koitz-Überschau (Krs. Liegnitz, Niederschles. / Kawice Cichoborz, Polen); Vater Bauer; Volksschule; Lehre u. Arbeit als Schlosser; 1941 Wehrmacht, 1944 sowj. Kriegsgefangenschaft, Antifa-Schule, Angeh. des NKFD. 1946 Rückkehr nach Dtl.; SED; Arbeit als Schlosser in Halle; ab 1948 hauptamtl. SED-Funktionär, u. a. 1949 1. Sekr. der SED-KL Wittenberg, 1950 1. Sekr. der SED-KL Quedlinburg, 1951 Ltr. für Organisationsfragen der SED-Landesltg. Sachsen-Anh.; 1952/53 Studium an der PHS der KPdSU…

Wer war wer in der DDR

Kleinjung, Karl

* 11.3.1912 – ✝ 20.2.2003

Geb. in Remscheid-Stockten (Westf.); Vater Heftemacher; Volksschule; Ausbildung zum Friseur; danach arbeitslos; 1929 KJVD; 1930 RFB; bis 1933 Pol.-Ltr. in Remscheid-Vieringhausen; 1931 KPD; 1933 Emigr. in die Niederlande, 1935 Verhaftung, anschließend Abschiebung nach Belgien; KPD-Kurier; 1936 – 39 Interbrigadist in Spanien, zuletzt in der Gegenaufklärung; anschl. UdSSR; bis 1941 Schlosser in einer Autofabrik in Gorki; 1941 – 45 nach Spezialausbildung Aufklärer, Kurier u. Partisan; 1945/46…

Wer war wer in der DDR

Klemke, Werner

* 12.3.1917 – ✝ 26.8.1994

Geb. in Berlin; Vater Tischler; Autodidakt; 1937 – 39 Trickfilmzeichner; 1947 – 50 Mitarb. am »Ulenspiegel« u. a. Zschr.; seit 1951 Doz. an der HS für bildende u. angewandte Kunst Berlin-Weißensee; von 1954 – 89 Gestalter der Titelseite der Monatsztschr. »Magazin«, Urheber der Figur des »Magazin«-Katers; 1956 Prof.; 1961 Mitgl. der DAK u. der Alliance Graphique Internat.; 1964 – 74 u. 1978 – 89 Sekretar der Sekt. Bildende Kunst der AdK; 1973 Ehrenmitgl. der AdK der UdSSR; 1967 Auszeichnung bei…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Klepper, Julius

* 12.3.1897 – ✝ 21.7.1960

(* 1897 – † 1960) Als Sohn eines Postamtmannes am 12. März 1897 in Köln geboren; besuchte das Gymnasium, machte 1915 das Notabitur in Limburg/Lahn. Von 1915 bis 1921 studierte er mit Unterbrechungen Nationalökonomie. 1916 Soldat im Weltkrieg, bei Verdun verwundet. Während der Revolution Bahnhofskommandant in Wiesbaden. Im März 1919 trat er der Sozialistischen Studentengruppe bei, promovierte 1921 in Köln zum Dr. rer. pol. mit der Dissertation: »Das Gesetz der ursprünglichen Akkumulation und seine wirtschaftspolitische Auswertung«. 1919 Mitglied der USPD, im Dezember 1920 Übertritt zur KPD. Von 1920 bis 1923 Angestellter beim Zentralverband der deutschen Metallindustrie in Köln. 1924 politischer Redakteur, ab 1926 Chefredakteur des KPD-Organs »Sozialistische Republik« in Köln. Im August 1928 wurde Klepper auf einer NSDAP-Versammlung in der Diskussion niedergeschlagen und erlitt schwere Verletzungen. 1928/29 war er Sekretär der Reichstagsfraktion. Im April 1929 vom Reichsgericht wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« zu einem Jahr Festung verurteilt, Haft in Gollnow in Pommern. Da Klepper 1927 gegen sektiererische Tendenzen in der Gewerkschaftsfrage aufgetreten war, kritisierte ihn Polleiter Jean Winterich als Versöhnler. Daraufhin grenzte sich Klepper in einem »Offenen Brief«, den Arthur Golke im Herbst 1929 dem ZK übergab, scharf von den Versöhnlern ab, die wiederum meinten, er leide an einer Haftpsychose. 1931 noch Redakteur an der Zeitung »Berlin am Morgen« und der »Frankfurter Arbeiter-Zeitung«, dann reiste Klepper in die Sowjetunion, war bis Ende 1932 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Marx-Engels-Institut in Moskau, dann Leiter der Informationsabteilung im Staatsinstitut zur Projektierung von Werken der Buntmetallindustrie. 1936/37 Redakteur in der Hauptverwaltung für Literatur, ab 1938 in der VAA bzw. in der Informationsabteilung der Komintern. Klepper wurde während der Stalinschen Säuberungen 1937 verhaftet, 1938 jedoch wieder entlassen. Dann im Sommer 1941 mit Frau und Kind nach Bugulma in die Tatarische ASSR verbannt, dort Ende Februar 1942 erneut inhaftiert. Seine Frau Gertrud richtete ein Bittgesuch an Wilhelm Pieck, der sich zunächst bei Dimitroff für die Freilassung von Klepper einsetzte. Da sich Gertrud Klepper im Frühjahr 1941 zwecks Rückreise nach Deutschland an die deutsche Botschaft in Moskau gewandt hatte, änderte die Parteiführung jedoch ihre Haltung. Seine Frau wandte sich nochmals an Pieck und obwohl sich dieser 1943 erneut für den schwer lungenkranken Klepper einsetzte, wurde er am 25. März 1944 zu fünf Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Exakt auf den Tag genau, fünf Jahre nach seiner Verhaftung, wurde Klepper am 23.Februar 1947 freigelassen und konnte nach Deutschland zurück, wurde Mitglied der SED und nach einem längeren Sanatoriumsaufenthalt ab Juni 1948 Hauptreferent bei der DWK, kam im Oktober 1949 ins Deutsche Wirtschaftsinstitut und war später noch publizistisch tätig. Julius Klepper wohnte als Parteiveteran in Berlin-Köpenick, wo er am 21. Juli 1960 starb. Seine Frau Gertrud (Heirat 1922), geborene Schmitz (* 10. 10. 1897 in Heinsberg/Rheinprovinz), Tochter eines Lehrers, besuchte die höhere Mädchenschule. Sie war Mitglied der RH und der IAH. Im März 1934 Emigration in die Sowjetunion, Korrektorin und Hilfsredakteurin im VAA bzw. an der DZZ. Im Sommer 1941 Verbannung in die Tatarische ASSR, Arbeiterin in Kasan. Im Juli 1948 kehrte sie nach Moskau, im September nach Berlin zurück. Sie zog später in die Bundesrepublik, wo sie am 21. Januar 1968 in Essen starb.

Wer war wer in der DDR

Klier, Freya

* 4.2.1950

Geb. in Dresden; Vater Dekorateur, Mutter Arbeiterin; 1953 nach Verhaftung des Vaters in einem staatl. Kinderheim; POS, 1968 Abitur mit Ausbildung zur Maschinenbauzeichnerin; Verurteilung zu 16 Mon. Haft wegen »versuchter Republikflucht«, vorz. entlassen; anschl. Postangest., Kellnerin, Disponentin im Dresdener Puppentheater; 1970 – 75 Schauspielstudium an der Theater-HS Leipzig u. im Staatstheater Dresden, Dipl.; ab 1975 Schauspielerin am Theater Senftenberg; 1978 – 82 Regiestudium am Inst. für…

Wer war wer in der DDR

Klinkowski, Maximilian

* 24.5.1904 – ✝ 22.6.1971

Geb. in Berlin; Vater Schneidermstr.; Realgymnasium; landw. Lehre, 1924 – 27 Studium an der Landw. HS Berlin, Dipl.-Landwirt; 1929 Prom. zum Dr. agr.; 1929 – 39 wiss. Mitarb. der Dienststelle für Botanik bzw. für angewandte Vererbungslehre der Biolog. Reichsanstalt für Land- u. Forstw. in Berlin-Dahlem; 1939 – 41 Wehrmacht; 1940 NSDAP; 1941 – 44 Aufbau des Pflanzenschutzes in den okkupierten balt. Staaten, Dir. des Inst. für Pflanzenkrankheiten der Landw. Forschungsanstalt in Riga; 1943 Habil.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Klose, Willi

* 9.6.1902

Geboren am 9. Juni 1902 in Berlin, Sohn eines Maurers; lernte Maschinenschlosser. Seit 1919 in der FSJ, seit 1923 in der KPD, schon früh für den Nachrichtendienst der Komintern (OMS) und den sowjetischen Geheimdienst tätig. Offiziell bis 1930 bei der sowjetischen Botschaft in Berlin beschäftigt, er unterhielt enge Kontakte zu Alexander Abramow (Mirow), dem OMS-Vertreter (1937 Opfer des Stalin-Terrors), der zeitweise Leiter der Paßabteilung der Botschaft war. Klose gehörte der von Richard Großkopf geleiteten Paßfälscherwerkstatt der KPD an, war 1930 Leiter der Wiener Paßfälscherzentrale, dort am 3.November 1931 festgenommen und am 23.März 1932 vom österreichischen Landgericht zu sieben Monaten Gefängnis verurteilt. Anschließend Abschiebung nach Berlin, im Juli 1932 ging er in die Sowjetunion und studierte an der KUNMS. Klose wurde am 16. Januar 1938 in Moskau vom NKWD verhaftet, nach vierzehn Monaten U-Haft am 28.März 1939 entlassen, über Finnland und Schweden an Deutschland ausgeliefert. Am 31.Oktober 1939 in Saßnitz von der Gestapo festgenommen, dann am 5.November 1940 vom VGH zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Während der Haft umfangreiche Aussagen bei der Gestapo. Bis 1942 war er im Zuchthaus Brandenburg-Görden inhaftiert, anschließend Flugzeugschlosser in Berlin-Adlershof. Nach Evakuierung des Betriebes nach Kamenz erneute Festnahme und drei Wochen Haft im Lager Radeburg bei Dresden. Nach der Freilassung zog Klose zur Familie seiner Frau nach Jößnitz bei Plauen. Eine Anerkennung als OdF wurde im Oktober 1945 abgelehnt, einer Mitteilung von Elisabeth Brichmann zufolge befand sich Klose seit Sommer 1946 in sowjetischer Haft. Weitere Lebensdaten über Willi Klose konnten nicht ermittelt werden.

Wer war wer in der DDR

Kluge, Volker

* 14.10.1944

Geb. in Altenburg (Thür.); Vater Justizinspektor; 1951 – 63 OS, Abitur; 1963 – 65 Schriftsetzerlehre; 1965 – 67 Volontariat bei der Ztg. »Junge Welt«; 1967 – 71 Journalistikstudium KMU Leipzig; 1970 SED; 1971 – 80 Sportred. der »Jungen Welt«; 1980 – 90 Abt.-Ltr., Ressortchef; ab 1982 Mitgl. des Kolleg., 1971 – 89 Organisator der »Junge Welt« – Umfrage nach dem »DDR-Sportler des Jahres«; 1980 - 89 als IM "Frank" des MfS erf.; 1982 – 90 Mitgl. des Präs. u. Pressechef des NOK; 1984 – 90 Mitgl. des…

Wer war wer in der DDR

Klein, Dieter

* 15.10.1931

Geb. in Berlin; Eltern kfm. Angest.; wegen jüd. Abstammung unter dem NS-Regime vom Gymnasium relegiert, anschl. Besuch einer einklassigen Dorfschule. 1951 Abitur; anschl. bis 1954 Studium der Wirtschaftswiss. an der HU Berlin; danach Assistent an der dortigen Wirtschaftswiss. Fak.; 1954 SED; 1961 Prom. mit der Diss. »Integration des Finanzkapitals in Westeuropa«; 1962 Doz.; 1964 Habil. mit einer Arbeit zu Planifikation u. anderen strateg. Ansätzen in der EWG; Mai 1965 wegen der Betonung von…

Wer war wer in der DDR

Klein, Hans (Knud)

* 5.5.1904 – ✝ 29.8.1970

Geb. in Hamburg-Billstedt; Vater Büro-Schreiber, Mutter Landarb.; Volksschule, Fortbildungsschule; Bäckerlehre; Strecken- u. Bauarb.; 1923 KPD, mehrmals in pol. Haft; 1928 Parteischule in Berlin-Fichtenau; Instrukteur für KPD-BL Wasserkante; in den Krs.- u. Provinziallandtag Schlesw.-Holstein gewählt; nach 1933 antifa. Widerstand; 1934 wegen »Vorber. zum Hochverrat« zweieinhalb Jahre Zuchthaus (Rendsburg); 1937 Emigr. nach Dänemark, 1943 nach Schweden. Dez. 1945 Rückkehr in die SBZ; Instrukteur…

Wer war wer in der DDR

Klein, Matthäus

* 18.12.1911 – ✝ 2.2.1988

Geb. in Bettingen (Baden); Vater Bauer; Gymnasium in Wertheim, 1931 Abitur; Studium der ev. Theol. in Greifswald, Erlangen, Heidelberg; Pfarrer; Wehrmacht, Uffz.; 1941 sowj. Kriegsgefangenschaft; 1943 Mitbegr. u. Mitgl. des NKFD; Mitgl. des Arbeitskrs. für kirchl. Fragen; Propagandaeinsätze an der Front; vom RKG wegen »Hochverrats« in Abwesenheit zum Tode verurteilt. 1945 Rückkehr nach Dtl.; KPD; Mitw. beim Aufbau des Berliner Rundfunks, Ltr. der Personalabt.; 1947 Lehrer für Philos. an der PHS;…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kleine, Gustav

* 19.3.1896 – ✝ 29.12.1958

Geboren am 19. März 1896 in Zörbig/Krs. Bitterfeld; Bürogehilfe in Bernsdorf/Thüringen. Im Ersten Weltkrieg Soldat, kam im September 1919 nach Rahnsdorf bei Berlin. Dort zuerst beim Gemeindevorstand tätig, 1920 wurde er bei der Eingemeindung von Rahnsdorf vom Bezirksamt Berlin-Köpenick übernommen. Er war Mitglied der KPD und Mitbegründer der Reichsgewerkschaft deutscher Kommunalbeamter, 2.Vorsitzender des Beamtenrates im Bezirksamt Berlin-Köpenick und wurde 1929 in die Stadtverordnetenversammlung gewählt. Am 12.März 1933 Wiederwahl, er durfte das Mandat jedoch nicht mehr wahrnehmen. Von 1927 bis 1930 Polleiter der KPD in Berlin-Köpenick und Mitglied der erweiterten BL Berlin-Brandenburg. 1933 in der Nacht des Reichstagsbrandes festgenommen, kam er nach sechs Wochen frei. Kleine war bis 1936 arbeitslos, dann Inspektor bei einer Versicherung, von 1939 bis 1940 Sanitäter bei der Wehrmacht. Im Zuge der Aktion »Gewitter« im August 1944 wurde er verhaftet, nur kurz im Polizeipräsidium Berlin festgehalten und wegen einer akuten Tuberkulose-Erkrankung freigelassen. Am 5.Mai 1945 vom sowjetischen Kommandanten als Bezirksbürgermeister von Köpenick eingesetzt, veranstaltete er im Juni 1945 eine erste Gedenkfeier für die Opfer der »Köpenicker Blutwoche«. Wieder Mitglied der KPD, 1946 der SED, wurde er im Dezember zum stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Köpenick gewählt. Gustav Kleine starb am 29.Dezember 1958 in Ost-Berlin.

Wer war wer in der DDR

Kleinert, Inge

* 22.11.1923 – ✝ 14.2.1972

Geb. in Berlin; Vater Fabrikdir.; bis 1937 Besuch der Privatschule in Berlin-Grunewald; Okt. 1937 Emigr. in die Niederlande, dort Anschluß an die zionist. Jugend; Lehre in einer Gärtnerei; Mai 1940 Flucht nach Großbritannien; Gärtnerin in Nottingham; Anschluß an eine Gruppe junger dt. Antifaschisten; 1943 Aufnahme in die KJVD-Gruppe in Leicester; Mitbegr. der FDJ in Großbritannien, Anfang 1944 KPD. Aug. 1946 Rückkehr nach Dtl.; SED; Einsatz in Thüringen, zunächst in Erfurt, dann Kulturreferentin…

Wer war wer in der DDR

Kleinschmidt, Karl

* 26.4.1902 – ✝ 13.8.1978

Geb. in Hannover; Vater Gymnasiallehrer; 1921 – 24 Studium der Theol. an den Univ. Jena u. München; nach dem Vikariat 1927 – 33 Pfarrer in Weißbach u. Eisenberg; führendes Mitgl. im Thür. Landesverb. des Bunds Religiöser Sozialisten; 1928 SPD; 1933 verhaftet; nach pol. Konflikten mit der Kirchenltg. Entlassung aus dem Pfarrdienst, 1935 Wiederaufn. in den kirchl. Dienst, Domprediger in Schwerin; 1939 erneutes Disziplinarverfahren; 1939 – 45 Kriegsteiln., zul. Ofw., amerik. Gefangenschaft. 1945…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Klemm, Otto

* 23.9.1882 – ✝ 12.6.1952

Geboren am 23. September 1882 in Lindenstadt/Provinz Posen. Sohn eines Bauunternehmers. Seit 1902 in Berliner Großbetrieben als Metallhobler beschäftigt. 1906 Eintritt in die SPD, wurde Klemm 1908 bei Daimler-Benz in Berlin-Marienfelde gemaßregelt. Von 1909 bis 1916 bei der AEG in Schöneweide, hier Obmann der Vertrauensleute. 1917 ging er zur USPD und schloß sich der Spartakusgruppe an. Zum Militärdienst eingezogen, wegen politischer Unzuverlässigkeit dann Kohlenarbeiter. Klemm war in Berlin u. a. für Hugo Eberlein tätig und war 1918/19 an den Revolutionskämpfen beteiligt. Bis 1923 (Cuno-Streik) hauptamtlicher Arbeiterrat bei der Firma Autogen in Berlin-Lichtenberg. Seit 1919 Mitglied und Funktionär der KPD, war er von Oktober 1923 bis April 1924 Reichskurierleiter im zentralen AM-Apparat der KPD. Zunächst koordinierte er von Dresden, dann von Berlin die Einsätze der Kuriere der Zentrale. Im Mai 1924 flüchtete Klemm in die Sowjetunion, nahm dort gemeinsam mit Joseph Gutsche, Heinz Neumann u. a. am ersten Lehrgang an der M-Schule der Komintern teil. Anschließend in Moskau, in der Wolgadeutschen Republik und in Leningrad Metallarbeiter, Mitglied der KPdSU. Im August 1926 Rückkehr nach Deutschland, zehn Tage später wurde er festgenommen und im kleinen »Tschekaprozeß« vom Reichsgericht in Leipzig zu zwei Jahren und neun Monaten Festung verurteilt. Belastungszeuge war Felix Neumann. Nach seiner Freilassung wurde er Mitarbeiter des ZK im Büro von Leo Flieg und Eugen Schönhaar, übernahm erneut Aufgaben im AM-Apparat, war zugleich Fraktionsvorsitzender der KPD in der Bezirksversammlung Berlin-Tempelhof. Am 28. Februar 1933 Festnahme und bis 1934 »Schutzhaft«. Anschließend Metallhobler, im November 1939 und im August 1944 jeweils mehrwöchige Haft. Im Mai 1945 Polleiter der KPD Berlin-Tempelhof, dort im Juni 1945 Dezernent (Stadtrat) für Sozialwesen. Von April 1947 bis Februar 1951 als SED-Mitglied Angestellter der Deutschen Zentralverwaltung für Verkehr, zuletzt bei der Generaldirektion der Reichsbahn in Ost-Berlin. Otto Klemm starb am 12.Juni 1952 in Lehnitz/Krs. Oranienburg.

Wer war wer in der DDR

Klering, Hans

* 8.11.1906 – ✝ 30.10.1988

Geb. in Berlin; Stiefvater Arbeiter, Mutter Arbeiterin; Gemeinde- u. Fortbildungsschule in Berlin; 1921/22 Soz. Proletarierjugend, dann KJVD; 1921 – 24 Lehrling; 1924 – 28 Gelegenheitsarbeiten u. erwerbslos, u. a. Hafenarb. in Hamburg u. Bremen, Schriftmaler u. Plakatzeichner in Köln; 1926 KPD; Mitgl. der Agitpropgr. »Rote Raketen« u. »Blaue Blusen« in Köln u. Berlin; ab 1930 bei der »Kolonne Links« (UBL Berlin-Mitte der KPD); blieb 1931 nach einem Gastspiel in der UdSSR; Plakatmaler im…

Wer war wer in der DDR

Kling, Wilhelm

* 7.2.1902 – ✝ 17.11.1973

Geb. in Bammental (Krs. Heidelberg); Vater Mühlenarb., Mutter Heimarb.; Volksschule; 1916 – 21 Ausbildung zum Kfm. in Heidelberg; 1919 ZdA-Jugend; Hrsg. der Ztschr. »Aktivist«; 1921 – 24 Angest. in Dortmund; 1922 – 24 Mitgl. u. Sekr. im »Verein zur Abwehr des Antisemitismus in Dtl.«; 1923 Mitarb. im AM-Apparat der KPD Ruhrgeb.; 1925 KPD, versch. Funktionen im UB Dortmund; 1925 – 28 Arbeiter bei Baufirmen, Betriebsrat; 1926/ 27 Besuch der KPD-Schule Ruhrgeb.; 1928/29 arbeitslos; journalist.…

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Klinz, Werner

* 25.12.1901 – ✝ 22.4.1969

Geboren am 25. Dezember 1901 in Halle/Saale, Sohn einer Arbeiterfamilie. Nach einer kaufmännischen Lehre Schreiber in Rechtsanwaltskanzleien und von 1921 bis 1924 beim thüringischen Ministerium für Volksbildung in Weimar. Seit 1921 in der KPD, war er von Oktober 1924 bis November 1929 Sekretär der KPD-Fraktion im Thüringer Landtag. Wegen Kritik am ultralinken Kurs 1929 Ausschluß aus der KPD, Mitglied der KPO. Bis 1933 erwerbslos, im März 1933 verhaftet, einige Wochen im KZ Nohra, danach wirkte er in der Illegalität. Im März 1935 erneut festgenommen und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Ab 1939 bei einem Akademischen Verlag beschäftigt, wurde Klinz im Mai 1944 zum Strafbataillon 999 eingezogen. Von 1945 bis Mai 1951 Sekretär der KPD bzw. SED-KL Saalkreis. Im Zuge der Parteiüberprüfungen als früherer »Abweichler« abgelöst, kam er als Hauptsachbearbeiter zum Konsum in Halle und wurde am 1. September 1957 Leiter des Heimatmuseums Halle. Im Mai 1961 bestätigte die ZPKK seine KPD-Mitgliedschaft ab 1921. Werner Klinz starb am 22. April 1969 in Halle.

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Klotz, Sibyll-Anka

* 4.3.1961

Geb. in Berlin; Vater Chemiker; Mutter Gastronomin; 1967 – 75 POS, 1975 – 79 EOS in Strausberg, Abitur; 1975 – 83 FDJ; 1979 – 84 Studium der Philos. an der HU Berlin; 1983 – 89 SED; 1984 – 90 wiss. Mitarb. an der Charité in Berlin; 1989 Gründungsmitgl. des UFV; 1990 Prom. zum Dr. phil. an der HU mit einer Arbeit zu August Bebels »Die Frau u. der Sozialismus«. Jan. 1991 – 2006 Mitgl. des Berliner Abg.-Hauses (anfangs für den UFV); 1997 Mitgründerin der Berliner Initiative »Europa ohne Rassismus«;…

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Kmiec, Paul

* 10.8.1893 – ✝ 25.3.1946

Geboren am 10. August 1893 in Dessau, Sohn einer Arbeiterfamilie; Lehre und Arbeit als Schmied in Uelzen und Hannover, Wanderschaft. 1914 Einberufung zum Kriegsdienst, als Heizer bei der Marine. Anfang 1919 Rückkehr nach Dessau, wurde Mitglied der KPD. Er arbeitete in Wolfen und Dessau, war zeitweise Vorsitzender des Betriebsrates. Kmiec gehörte von 1924 bis 1933 dem Landtag von Anhalt an, war ab 1930 Vorsitzender des Kampfbundes gegen den Faschismus und Mitglied der BL Magdeburg. Am 17. März 1933 auf dem Dessauer Hauptbahnhof verhaftet, kam in »Schutzhaft« und wurde im Juni 1934 in das KZ Oranienburg überführt, von dort in das KZ Roßlau. Danach wieder Arbeiter, aber 1944 erneut inhaftiert und in das KZ Buchenwald eingeliefert. Kmiec kam im Juni 1945 nach Dessau zurück, wo er 1945/46 Sekretär des KPD-UB Dessau wurde. Paul Kmiec starb am 25. März 1946 in Dessau. Marion Goers veröffentlichte 2005 eine biographische Skizze über Paul Kmiec.

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Klein, Fritz

* 11.7.1924 – ✝ 26.5.2011

Geb. in Berlin; Vater Journalist; wuchs nach dem frühen Tod seiner Eltern in den 30er Jahren bei  Heinrich Deiters auf; 1942 Abitur; anschl. Uffz. in der Wehrmacht. 1945 KPD; 1945/46 tätig in der Dt. ZV für Volksbildung; 1946 – 52 Studium der Geschichte an der Univ. Berlin; 1947 Vors. der Kommission Studenten des KB; 1952 Prom. über die dt.-sowj. Beziehungen während der Weimarer Rep.; 1952 – 53 stellv. Abt.-Ltr. am Museum für Dt. Geschichte; 1953 – 56 Mitbegr. u. Red.-Sekr. der »Ztschr. für…

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Klein, Helmut

* 2.3.1930 – ✝ 26.6.2004

Geb. in Berlin-Lichterfelde, Vater Arbeiter; Volks- u. Oberschule, 1945/46 Lehre als Rundfunkmechaniker; 1946/47 Vorstudienanstalt Berlin, Abitur, 1947 – 50 Studium der Mathematik, Physik u. Pädagogik an der HU Berlin; 1952 Prom. zum Dr. paed., 1959 Habil.; anschl. Assistent bzw. Oberassistent an der HU Berlin; zeitw. Lehrer; 1961 Prof. für Systemat. Pädagogik an der HU Berlin; ab 1963 Mitgl. des ZV u. 1972 – 77 Mitgl. des Präs. der Gewerkschaft Unterricht u. Erziehung; 1969 – 76 Dir. der…

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Klein, Thomas

* 14.4.1948

Geb. in Berlin; Vater Mitarb. im Kulturmin., Mutter Sachbearb.; 1966 Abitur; 1966 – 73 Mathematikstudium/Forschungsstudium an der HU Berlin; nach Rücknahme eines Einstellungsversprechens der Univ. wegen seiner »pol. negativen« Einflüsse auf die Studenten 1973 – 79 wiss. Assistent am ZI für Wirtschaftswiss. der AdW; 1975 Prom. auf dem Gebiet der Kybernetik; seit 1973 in versch. opp. Zirkeln; ab 1976 Initiativen gegen Berufsverbote in beiden dt. Staaten nach der Ausbürgerung  Wolf Biermanns; 1979…

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Kleine, Alfred

* 13.11.1930

Geb. in Leipzig; Vater Kraftfahrer; 1947 Mittlere Reife; 1947 – 50 Lehre u. Arbeit als Verw.-Angest.; 1950 SED; Wirtschaftsltr. des Krankenhauses Leipzig-Dösen; 1952 Verw.-Ltr. eines Betriebs; 1953 Einstellung beim MfS, HA III (Sicherung der Volkswirtschaft); 1955 stellv. Abt.-Ltr., dann Abt.-Ltr., 1956 stellv. Ltr. der HA III (ab 1964 HA XVIII); 1956 – 62 Fernstudium an der HfÖ Berlin, Dipl.-Wirtsch.; 1967/68 Freistell., Prom. zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1974 Ltr. der HA XVIII; 1985…

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Kleinert, Kurt

* 1.6.1927 – ✝ 21.4.2016

Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater Schuhmacher, Mutter Schneiderin; Volks- u. Mittelschule; 1943 / 44 RAD; 1944 / 45 Wehrmacht; April 1945 – Mai 1946 amerikan. Kriegsgef. 1946 KPD, Mitbegr. der FDJ in Niedersachsen; 1947 Übersiedl. in die SBZ; SED; 1947 / 48 Autoschlosser bei IFA-Autoreparaturen Dresden; 1948 ABF Dresden, Abitur; 1949 – 53 Studium der Wirtschaftswiss. an der TH Dresden, Dipl.-Wirtschaftler; 1953 / 54 Ass. an der Fak. Ingenieurökon. der TH Dresden; 1954 / 55 Hauptreferent…

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Kleinschmidt, Sebastian

* 16.5.1948

Geb. in Schwerin; Vater Domprediger  Karl K., Mutter Krankenschwester; 1966 Abitur; Facharb. als Elektrosignalschlosser; 1966 – 70 Wehrdienst bei der Marine, Obermaat; 1968 SED; 1970 – 72 Studium der Geschichte an der KMU Leipzig, 1972 – 74 Studium der Philos. an der HU Berlin, 1974 – 78 Forschungsstudium Ästhetik; 1974 – 77 Mitgl. eines konspirativen oppositionellen Zirkels (mit Klaus Wolfram,  Wolfgang Templin u. a.), Auflösung durch das MfS (OV »Kreis«); 1978 Dr. phil.; 1978 – 83 wiss.…

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Klemperer, Victor

* 9.10.1881 – ✝ 10.2.1960

Geb. in Landsberg / Warthe (Gorzów Wielkopolski, Polen); Vater Prediger der jüd. Reformgemeinde Berlin; Abitur; 1899 – 1904 Studium der germanist. u. romanist. Philol. an den Univ. Berlin, München, Genf, Paris u. Rom; 1903 ev. Taufe; 1904 – 12 freischaff. Schriftst. u. Publizist; 1912 Dr. phil. u. 1914 Habil. an der Univ. München; 1914/15 Lektor an der Univ. Neapel; 1915 – 19 Privatdoz.; Soldat im 1. Weltkrieg; 1919 a. o. Prof. der Univ. München; 1920 – 35 Prof. für romanist. Philol. u.…

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Klett, Eveline

* 9.10.1949

Geb. in Vielau (Krs. Zwickau); OS; 1964 FDJ; 1966 – 68 Ausbildung als Dreherin; seit 1968 Dreherin bzw. Mstr. einer Jugendbrigade im VEB Zwickauer Maschinenfabrik; 1969 SED; 1971 Mitgl. der ZPL; seit 1976 Mitgl. der SED-KL Zwickau-Stadt; 1976 DFD; 1979/80 Besuch der BPS; 1976 – März 1990 Abg. der Volkskammer, Mitgl. des Jugendaussch.; 1986 – 89 Mitgl. des Staatsrats; lebt in Neuplanitz (b. Zwickau).Die Staatsrätin. In: Die Zeit, 19.6. 1992.Helmut Müller-Enbergs

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Klinger, Leo

* 19.2.1890

Geboren am 19. Februar 1890 in Danzig; Tischler. Im Weltkrieg war er Verbindungsmann der Spartakusgruppe in Danzig. Klinger war Delegierter des Gründungsparteitages der KPD Ende 1918 sowie auf dem III. und V. Parteitag der KPD 1920. Der Vereinigungsparteitag mit der USPD und der VII. Parteitag 1921 wählten ihn für Danzig in den Zentralausschuß. Klinger war von 1920 bis 1922 hauptamtlicher Parteisekretär in Danzig, 1922 lehnte er die Parteilinie ab und wurde als Oppositioneller aus der KPD ausgeschlossen. Weitere Daten seines Lebenslaufs ließen sich nicht ermitteln.

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Klix, Friedhart

* 13.10.1927 – ✝ 22.9.2004

Geb. in Oberfriedersdorf (b. Löbau); Vater Landwirt; 1946 Abitur; kurzz. Hilfslehrer; 1948 – 53 Psychologiestudium an der HU Berlin; Prom. über Probleme der Wahrnehmungskonstanz; 1960 Habil. zur Psychophysik der Raumwahrnehmung; 1960 Prof. für Psychol. der FSU Jena u. kommissar. Dir. des Psycholog. Inst.; 1965 Ord. Mitgl. der DAW; ab 1966 Prof. für Psychol. an der HU Berlin; 1968 – 75 Vors. der Ges. für Psychol.; 1969 NP; 1970 Vors. des Wiss. Rats für Psychol.; 1970 Mitgl. der Leopoldina u. der…

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Klötzler, Rolf

* 11.1.1931

Geb. in Chemnitz; Vater Posthelfer, 1937 – 45 Grundschule u. 1945 – 49 Oberschule in Chemnitz, 1949 Abitur; anschl. Studium der Mathematik, Physik u. Astronomie an der Univ. Leipzig, Schüler von Ernst Hölder; 1953 Dipl.; 1953 – 56 Aspirantur, 1956 Prom. mit der Arbeit »Beiträge zur Theorie mehrdimensionaler Variationsprobleme mit geknickten Extremalen«; 1956 – 59 Assistent, ab 1958 Oberassistent am Inst. für reine Mathematik der DAW in Berlin; 1959 – 62 Doz. für Mathematik an der HS für Bauwesen…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Knab, Peter Alois

* 23.12.1895 – ✝ 22.7.1963

Geboren am 23. Dezember 1895 in Köln, Sohn eines Schreiners. Besuch des Lehrerseminars, während des Krieges Soldat, dabei schwer verwundet. 1918 Mitglied der USPD, Schriftführer der Kölner Ortsgruppe, 1920 mit der linken USPD Übertritt zur KPD und stellvertretender Vorsitzender der Kölner Ortsgruppe. Knab war Lehrer an einer weltlichen Schule in Köln. Nach dem Ausschluß Paul Levis aus der KPD Mitglied der KAG, einer der Initiatoren des »Putsches« gegen die KPD-Zeitung »Sozialistische Republik«. Mit der KAG zunächst Mitglied der USPD, kehrte aber 1922 in die KPD zurück. Von 1924 an Mitglied der BL Mittelrhein und Abgeordneter des Provinziallandtages der Rheinprovinz sowie bis 1927 Kölner Stadtverordneter. Bei der Wahl im Mai 1924 kandidierte Knab auf der Reichsliste der KPD, wurde zunächst nicht gewählt, rückte nach dem Ausscheiden Friedrich Jendroschs im September 1924 in den Reichstag nach, dem er bis zur Auflösung im Oktober 1924 angehörte. Im Dezember 1924 nicht wiedergewählt. Nach dem »Offenen Brief« 1925 schloß sich Knab der linken Opposition an und mußte im Juli 1926 alle Ämter in der Partei niederlegen. Er trat im Dezember 1927 aus der Partei aus, angeblich nicht nur aus politischen Gründen (im November 1927 wurden ihm finanzielle Verfehlungen vorgeworfen). Dann war Knab nicht mehr politisch aktiv, hielt aber Verbindung zu linken Kreisen. Nach 1933 einige Zeit inhaftiert, wurde er Ende der dreißiger Jahre Mitglied der NSDAP, um seinen Lehrerberuf weiter ausüben zu können. Gleichzeitig soll er sich aber in einer Widerstandsgruppe betätigt haben. Nach 1945 war Knab in keiner Partei mehr organisiert, bekam erst nach langen juristischen Kämpfen eine Wiedergutmachung. Er war Vorsitzender des Bürgervereins in Köln-Höhenhaus und wohnte seit seiner Pensionierung Ende 1953 in Enkirch/Mosel, wo Peter Alois Knab am 22.Juli 1963 starb.

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Klein, Gerhard

* 1.5.1920 – ✝ 21.5.1970

Geb. in Berlin; Vater Dreher; im Jugendalter wegen Beteiligung an illeg. Tätigkeit für die KPD-Org. zweimal verhaftet; Trickfilm u. Werbezeichner der Tolirag; Wehrmacht; Hrsg. einer illeg. Soldatenztg.; engl. Kriegsgefangenschaft. 1945 Tätigkeit im Hauptjugendaussch. der KPD u. beim Jugendamt des Berliner Magistrats; 1946 KPD/SED; ab 1946 Mitab. der DEFA; Drehbuchautor u. Regieassistent; Regiedebüt 1950 mit dem Propagandafilm »Für ein einiges, glückl. Vaterland«; 1952 Wechsel zum Spielfilm;…

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Klein, Klaus-Wolfgang

* 23.11.1933 – ✝ 12.6.1993

Geb. in Königsberg (Ostpr./Kaliningrad, Rußland); Vater Buchhändler; Abitur; 1952 – 57 Med.-Studium an den Univ. in Leipzig u. Greifswald (Militärmed. Sekt.); 1957 Pflichtassistent im Armeelazarett Bad Saarow; 1958 Truppenarzt; 1960 Facharztausbildung; dann Oberarzt u. Lehrstuhlltr. in der Univ.-Klinik Greifswald; 1962 SED; 1967 Einstellung beim Med. Dienst des MfS als Facharzt für innere Med.; 1970 – 73 2. Stellv. des Ltr. des Zentr. Med. Dienstes (ZMD); 1974 stellv. Ltr., 1986 Ltr. des ZMD;…

Wer war wer in der DDR

Klein-Reckard, Walter

* 28.3.1890 – ✝ 10.11.1984

Geb. in Oberstein an der Nahe; Vater Kaufmann; seit 1902 in Berlin; Gymnasium, 1910 Abitur; 1910 – 14 Studium der Geschichte, Philologie und Philosophie an der Univ. Berlin; 1913 Prom. zum Dr. phil.; ab 1914 Volontär, später Redakteur bei der Ztg. »Die Post« sowie Berliner Korrespondent der »Rheinisch-Westfälischen Zeitung«, der »Norddeutschen Allgemeinen Zeitung« bzw. der »Deutschen Allgemeinen Zeitung«; 1924 – 34 Berliner Redakteur der »Köllnischen Zeitung«; ab 1934 Berliner Korrespondent der…

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Kleineidam, Erich

* 3.1.1905 – ✝ 21.4.2005

Geb. in Bielschowitz (Krs. Hindenburg, Oberschles./Bielszowice, Polen); 1915 – 24 humanist. Gymnasium in Brieg (Schles.), 1924 Abitur; Studium der Philos. u. Theol. an den Univ. Breslau, Freiburg i. Br. u. Innsbruck; 1929 Priesterweihe in Breslau; Alumnatssenior in Breslau; 1930 Dr. phil. an der Philosoph. Fak. der Univ. Breslau; 1930 Ltr. des Schülerkonvikts der staatl. Aufbauschule in Liebenthal; 1934 Repetitor u. 1935 stellv. Dir. des Erzbischöfl. Theologenkonvikts Breslau; 1939 Prof. für…

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Kleinert, Wolfgang

* 15.1.1919 – ✝ 25.4.2003

Geb. in Dresden; Vater Angestellter; Volksschule u. Techn. Lehranstalt Dresden, Lehre u. Arbeit als Feinmechanikergehilfe; Mitgl. der ev. Jungschar; 1933 / 34 NSDAP, 1934 Ausschluß aus der HJ; 1937 – 45 Wehrmacht; 1945 – 49 sowj. Kriegsgef., Besuch der Antifa-Zentralschule 9999, anschl. dort Ass. 1949 Rückkehr nach Dtl.; 1950 / 51 Mitarb. im Amt für Information, Rundfunkjournalist; 1950 SED; 1951 / 52 Abt.-Ltr. in der Generalintendanz des Rundfunks der DDR; 1952 stellv. Bereichsltr. im…

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Kleinschmidt, Waldemar

* 25.7.1941

Geb. in Karolew (b. Łódź) (Polen); Grundschule; Lehre u. Arbeit als Schlosser; 1962 – 65 Studium an der TH Dresden, Maschinenbau-Ing.; 1965 Techn. Ltr. im VEB Maschinen- u. Transportanlagenbau Falkenberg / Elster; 1967 CDU; 1977 – 79 Stud. an der DASR Potsdam, Dipl.-Staatswiss.; 1979 / 80 Mitarb. der Abt. Finanzen des Rats der Stadt Cottbus, 1980 – 89 Stellv. des Vors. des Rats des Krs. Cottbus für Finanzen u. Preise; ab 13.12.1989 amt. OB von Cottbus (Nachf. von  Erhard Müller), Mai 1990 – 2002…

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Klenner, Hermann

* 5.1.1926

Geb. in Erbach (Odenwald) in einer An- gest.-Familie; Realgymnasium, 1944 Abitur; NSDAP; 1944/45 Kriegsdienst, verwundet. 1945/46 Bauarb.; SPD/SED; 1946 – 49 Studium der Jurisprudenz an der Univ. Halle; anschl. Aspirant an der Univ. Leipzig u. Lehrtätigkeit an der DVA; 1951 Wahrnehmungsdoz. für Staats- u. Rechtstheorie an der Jurist. Fak. der HU Berlin; 1952 dort Prom. zum Dr. jur. mit der Arbeit »Formen u. Bedeutung der Gesetzlichkeit als einer Methode in der Führung des Klassenkampfes«…

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Kley, Gerry

* 10.5.1960

Geb. in Eisenach; 1966 – 74 POS; 1974 – 78 EOS »Ernst Abbe« in Eisenach, 1978 Abitur; 1981 – 86 Studium der Biol. an der MLU Halle, Dipl.-Biol.; 1986 – 90 Ass. am Wiss.-Bereich Genetik der MLU Halle; 1989 LDPD, 1990 Vors. des FDP-Kreisvorst. Halle u. Vors. der Jungen Liberalen Sachsen-Anh.; März – Okt. 1990 Mitgl. der Volkskammer. Okt. – Dez. 1990 MdB; 1990 – 94 u. seit 2002 MdL Sachsen-Anh., Vors. des Aussch. für Bundes- u. Europaangelegenh.; seit 1994 Stadtrat in Halle, dort 1999 – 2002 Vors.…

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Klinkmann, Horst

* 7.5.1935

Geb. in Teterow (Mecklenb.), als Waise in einem Kinderheim aufgew.; 1954 bis 1959 Med.-Studium in Rostock; 1960 – 66 Facharztausbildung an den Physiolog. Inst. der Univ. Rostock u. Budapest, der Univ.-Poliklinik Rostock u. der Nierenklinik in Lund (Schweden); 1969 Habil.; 1969 – 71 Research Prof. of Medicine and Surgery u. Dir. des Center for Artificial Kidney der Univ. Utah (USA); 1971 Prof. für Innere Med.; 1974 SED; ab 1974 Dir. der Klinik für Innere Med. der WPU Rostock; 1980 Präs. des Rats…

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Klopfer, Heinz

* 15.11.1919

Geb. in Werdau (Sachsen); Vater Schlosser, Mutter Spinnerin; 1925 – 34 Volks- u. Oberrealschule; Kameradschaftsführer der HJ; DAF; 1934 – 37 Ausbildung zum Industriekfm. in Werdau; 1937 – 39 HJ; 1937 – 39 kfm. Angest. im Fahrzeugwerk Schumann in Werdau; 1939/40 RAD; 1940 – 45 Wehrmacht, Artillerie, Oberwachtmstr.; 1945 – 47 sowj. Kriegsgefangenschaft in Ishewsk, Hlinka u. Glasow. Aug. 1947 Rückkehr nach Dtl.; 1947/48 Neulehrer in Werdau; 1948 SED; 1948/49 Einkaufsltr., 1949 – 53 kfm. Ltr. beim…

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Kluge, Heinz

* 3.8.1924

Geb. in Linderode (Krs. Sorau, Schles. / Lipinki, Polen); Vater Heizer u. Maschinist; Volks- u. kaufm. Berufsschule, Lehre u. Arbeit als Industriekaufm.; 1942 – 45 Wehrmacht; 1945 brit. Kriegsgef. 1946 / 47 Bauarb. bzw. Montagehelfer in Forst; 1947 / 48 Kursant am Päd. Inst. Cottbus; 1947 SED; 1948 – 51 Lehrer bzw. Dir. an Grundschulen in Forst; 1952 Referent für Lehrerbildung beim Rat des Krs. Cottbus; 1952 – 55 Referent für Lehrerbildung, Schulinspektor u. Ltr. der Abt. Volksbildung beim Rat…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Knapp, Wilhelm

* 6.1.1898 – ✝ 4.4.1984

Geboren am 6. Januar 1898 in Bremen, Sohn einer Arbeiterfamilie; kaufmännische Lehre. Von 1916 bis 1918 Soldat im Weltkrieg. 1919 Mitglied der KPD, von 1921 bis 1923 Angestellter des Versorgungsamtes in Oldenburg. Ab 1923 hauptamtlich im Apparat der KPD, war Knapp 1923/24 Orgleiter der BL Nordwest und gehörte während der Aufstandsvorbereitung im Herbst 1923 dem sogenannten Direktorium in Bremen an. Dann führend im Verlagswesen der KPD tätig, 1924 Leiter des Verlages »Thüringisches Volksblatt« in Gotha, ab 1926 der »Südwestdeutschen Arbeiter-Zeitung« in Frankfurt/M. und von 1929 bis 1932 der »Süddeutschen Arbeiterzeitung« in Stuttgart. 1932 vom ZK nach Wien entsandt, wo er bis 1934 den Verlag der »Roten Fahne« für die KPÖ leitete. Im Auftrag des ZK auch »Reichskurier« und 1934/35 Verlagsleiter der »Arbeiterzeitung« in Saarbrükken. 1935 in Berlin verhaftet und 1936 zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Luckau und Brandenburg verbüßte. 1945 zunächst Personaldirektor der BVG in Groß-Berlin, ab 1948 Hauptdirektor der Ostberliner Verkehrsbetriebe, anschließend im Außenhandel der DDR tätig. 1961 wurde er nach Rom entsandt und leitete dort bis 1964 die DDR-Handelsvertretung in Italien. Er erhielt 1983 den Karl-Marx-Orden. Wilhelm Knapp starb am 4.April 1984.