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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Handbuch Deutsche Kommunisten

Quast, Richard

* 17.3.1896 – ✝ 17.8.1966

Geboren am 17. März 1896 in Berlin; Lithograph, seit 1915 Mitglied der SPD. Untauglich für den Heeresdienst, arbeitete bis 1922 als Techniker und Registrator bei Siemens. 1919 Eintritt in die KPD, ab 1922 Mitarbeiter in der Zentrale der KPD, gehörte der Paßfälscherwerkstatt unter Richard Großkopf an. 1934 Emigration zunächst in die âSR, dann ins Saargebiet, Ende 1937 nach Frankreich. 1939 in Le Vernet interniert, wo ihm beide Füße erfroren, später mußte ein Bein amputiert werden. Im Dezember 1941 gelang die Flucht nach Mexiko, hier war Quast unter dem Namen Paul Hartmann Mitglied der Bewegung Freies Deutschland und des »Heinrich-Heine-Klubs«.1947 Rückkehr nach Deutschland. Er war Referent bzw. Instrukteur in der Abteilung Verkehr im ZS der SED. Richard Quast starb am 17. August 1966 in Ost-Berlin. In zweiter Ehe mit Cläre Quast, geborene Riedesel, verwitwete Muth (* 4. 5. 1902 – † 26. 4. 1984), verheiratet. Die Tochter eines Steindrukkers, Dienstmädchen und Näherin, trat 1922 in die KPD ein und arbeitete im RFMB. November 1931 Heirat mit dem Wuppertaler KPD-Funktionär Willy Muth (* 1899), den die Nazis 1935 ermordeten. Im März 1935 in die Niederlande emigriert, 1936 nach Frankreich, seit 1941 war sie in Mexiko. 1947 Rückkehr nach Deutschland, hauptamtliche Funktionärin des FDGB, zuletzt Mitarbeiterin am IML. Tania Ünlüdag veröffentlichte 1994 eine biographische Skizze über Cläre Quast.

Wer war wer in der DDR

Quevedo, Nuria

* 18.3.1938

Geb. in Barcelona; Vater rep. Offz.; 1939 Emigr. der Fam. aus Spanien; 1952 Übersiedl. in die DDR; 1955 – 58 ABF Berlin; 1958 – 63 Studium an der HS für bildende u. angewandte Kunst Berlin-Weißensee, Lehrer  Arno Mohr,  Werner Klemke,  Klaus Wittkugel; seit 1960 verh. mit  Karlheinz Mund; 1963 – 69 freischaff.; 1969 bis 1972 Mstr.-Schülerin an der DAK bei Werner Klemke; seit 1972 freischaff. in Berlin; 1975 Mitgl. der Sekt.-Ltg. Malerei / Grafik des VBK; 1986 AdK; 1989 NP. 1991 Austritt aus der…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rackwitz, Herbert

* 12.2.1904 – ✝ 15.2.1939

Geboren am 12. Februar 1904 in Leipzig; Angestellter. Er trat 1924 der KPD bei und wurde später in den AM-Apparat der Partei aufgenommen. Als Mitarbeiter der Verwaltung Aufklärung der Roten Armee war er (Pseudonym Rudolf Steifer) in den dreißiger Jahren als Spion in mehreren Ländern Europas eingesetzt. Am 2. März 1938 in Moskau vom NKWD mit den üblichen Vorwürfen verhaftet und vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR am 15. Februar 1939 zum Tode verurteilt. Herbert Rackwitz wurde am 7. März 1939 in Moskau erschossen.

Wer war wer in der DDR

Raddatz, (Albert

* 7.11.1904 – ✝ 12.2.1970

Geb. in Magdeburg; Vater Arbeiter; Bürgerschule; 1919 – 23 Ausbildung zum Schriftsetzer; 1919 »Bildungsverein junger Arbeiter u. Arbeiterinnen« bzw. »Freie Sozialistische Proletarierjugend«; 1920 Verb. der Buchdrucker; 1921 USPD; 1922 – 24/26 SPD, Austritt we- gen Funktionsverbots für ein Jahr; 1923 – 33 Schriftsetzer; 1925/26 Wanderschaft durch Österreich u. Italien; 1927 KPD; RH; tätig in der Ortszelle u. im militärpol. Abwehrapparat der KPD in Magdeburg; 1931 – 33 Ltg einer illeg. Druckerei;…

Wer war wer in der DDR

Radomski, Aram

* 19.2.1963

Geb. in Neubrandenburg; Vater Schriftsteller Gert Neumann, Mutter Lehrmeisterin; trug ab Juni 1963 den Namen des Vaters u. nahm 1983 wieder den von der Mutter stammenden Geburtsnamen an; 1978 / 79 Ausbildung zum Agrotechniker in Neubrandenburg, danach Handwerker an der FS Plauen; Febr. 1983 nach einem gewaltsamen Übergriff auf ihn in einem Jugendclub von der Polizei festgenommen u. wg. Protests gegen die Festnahme vom Kreisgericht Plauen zu 3.000 Mark Strafe u. elf Monaten Haft wg. »öff.…

Wer war wer in der DDR

Ragwitz, Ursula

* 15.2.1928

Geb. in Cottbus; Vater Kraftfahrer; 1942 – 45 Studium der Musikerziehung u. Dt. am Lehrerbildungsinst. Exin (Krs. Bromberg). 1945 Lehramtsanwärterin in einer Dorfschule im Spreewald; 1946 SED; 1946 – 51 Lehrerin an der 7. Grundschule in Cottbus; 1951/52 Doz. am IfL Cottbus; 1953 Gründerin u. Dir. der Musikschule Cottbus; anschl. Ltr. der Abt. Kultur des Rats des Bez. Cottbus; Mai / Juni 1954 Abt.-Ltr. in der Staatl. Kunstkommission; danach Assistent, Oberassistent u. Doz. an der Musik-HS…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rambow, Ernst

* 8.4.1887 – ✝ 12.11.1945

Geboren am 8. April 1887 in Pampow/Krs. Randow, Sohn eines Schuhmachermeisters; lernte selbst Schuhmacher. Von 1915 bis 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg, 1918 Mitglied der USPD, ab 1920 der KPD. Bis 1927 Angestellter bei der Straßenbahn bzw. Arbeiter in einer Schuhfabrik. Ab 1927 Parteiangestellter im ZK der KPD, Mitarbeiter des AM-Apparates und Leiter der Nachrichtenabteilung für Berlin unter Hans Kippenberger. Ende 1931 offiziell Angestellter der sowjetischen Handelsvertretung. Vom 28. Februar 1933 bis Mitte Juni 1933 »Schutzhaft« im KZ Sonnenburg. Nach Freilassung illegale Arbeit unter Leitung von Paul Bertz u. a. in Hamburg. Ende 1933 in Hamburg-Altona verhaftet und im November 1934 vom OLG zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Am 6. Februar 1940 aus dem Zuchthaus Bremen entlassen, danach Schuhmacher in einer Reparaturwerkstatt in Berlin-Lichtenberg. Hier wurde Rambow V-Mann der Gestapo und konnte sich aufgrund seiner politischen Biographie das Vertrauen von Anton Saefkow erschleichen. In seinem OdF-Antrag vom 4. Juli 1945 schrieb er: »Im Januar 1944 suchte mich Anton Sewkow [Saefkow] in meiner Arbeitsstelle auf. In der Unterhaltung stellte er mir die Frage, ob ich gewillt bin, illegal mitzuarbeiten. Ich arbeitete unter seiner Leitung mit ihm von Januar bis Mai 1944. Danach habe ich die Verbindung zu ihm verloren.« Doch Rambow informierte die Gestapo nicht nur über Saefkow, er war auch Teilnehmer der Gespräche zwischen Franz Jacob und Bernhard Bästlein mit den Sozialdemokraten Adolf Reichwein und Julius Leber am 22. Juni 1944 in Berlin, die danach verhaftet wurden. Nach Kriegsende als Spitzel der Gestapo enttarnt, wurde er Ende Juli 1945 verhaftet und am 25. September 1945 durch ein sowjetisches Militärgericht zum Tode verurteilt. Am 29. Oktober wurde sein Gnadengesuch abgelehnt und am 12. November 1945 das Urteil gegen Ernst Rambow vollstreckt.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Ranke, Hans Hubert von

* 24.9.1902 – ✝ 31.3.1978

(* 1902 – † 1978) Geboren am 24. September 1902 in München, Sohn des königlichen Offiziers Heinrich von Ranke. 1921 Abitur, kurzfristig Angehöriger des Freikorps Oberland, Beginn der Freundschaft zu Beppo Römer. Ab 1922 Angestellter von Fluggesellschaften, kam 1926 zur Lufthansa und wurde auf dem Flughafen Berlin-Tempelhof Chef des An- und Abflugs. Durch seine erste Ehefrau Olga von Abonyi (* 1904 – † 1933) erhielt er Anschluß an linksintellektuelle Kreise. Hans Kippenberger gewann ihn für den AM-Apparat, und er wurde Mitglied des »Aufbruch-Arbeitskreises« (unter dem Pseudonym Ludwig Bayer). Im März 1933 kurze Festnahme durch die Gestapo, danach illegale Arbeit für den AM-Apparat, reiste im Oktober 1934 in die Schweiz bzw. nach Frankreich (Deckname Moritz). Als Quartiermacher enger Mitarbeiter von Kippenberger, dann Zusammenarbeit mit Hermann Nuding, später auch mit Willi Münzenberg. Ausgestattet mit Empfehlungen von Münzenberg, Herbert Wehner und André Malraux ging er als Freiwilliger mit einem luxemburgischen Paß auf den Namen Mathias Bresser nach Spanien zur Internationalen Brigade. Nach Kämpfen an der Aragon-Front Ende 1936 in Barcelona gehörte er zum republikanischen Nachrichtendienst (Departamento del Estado). Dort schied er im Herbst 1937 aus und kehrte ohne Genehmigung der Partei nach Frankreich zurück. Ranke veröffentlichte eine Broschüre über den Spanischen Bürgerkrieg, die von der KPD-Führung scharf angegriffen wurde. Im Frühjahr 1938 brach er mit der KPD, von Katia Landau und später von Pierre Broué wurde er fälschlich als Komintern- und GPU-Agent beschuldigt. Im Herbst 1939 als Arbeitssoldat dienstverpflichtet, betätigte er sich für den französischen Nachrichtendienst. Im Juni 1940 Flucht nach Bordeaux, anschließend Hilfsdienstsoldat in Algier, dann lebte er unter dem Namen Henri-Georges Frank, später Hubert Martin, halblegal im unbesetzten Teil Frankreichs. 1942 schloß er sich der gaullistisch orientierten Résistance an und schrieb nach dem Krieg als Journalist für verschiedene französische und deutsche Zeitungen. Zuletzt Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks. 1960 Übersiedlung nach München, wo Hans Hubert von Ranke am 31. März 1978 starb.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rasch, Fritz

* 13.2.1889

Geboren am 13. Februar 1889 in Berlin; lernte Schneider. Er lebte zunächst in Hamburg und trat vor 1914 der SPD bei. Während des Weltkriegss gehörte er zu den Bremer Linksradikalen, die in Hamburg eine größere Gruppe hatten, in der er wirkte. Rasch übersiedelte 1916 nach Berlin und war in der Spartakusgruppe aktiv. 1918 Mitglied des Vollzugsrates der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin, nahm als Vertreter des Spartakusbundes aus Berlin-Lichtenberg am Gründungsparteitag der KPD Ende 1918 teil. Er gehörte zum radikalen Flügel der Berliner Kommunisten und war 1920 einer der Mitbegründer der KAPD. Von 1920 bis 1923 in der Führung der KAPD tätig, zog er sich danach von der Politik zurück. Der inzwischen politisch indifferente Fritz Rasch lebte als Arbeiter in Hamburg, weitere Daten eines Lebenslaufs ließen sich nicht ermitteln.

Wer war wer in der DDR

Raskop, Johann

* 13.11.1911 – ✝ 15.7.1988

Geb. in Berlin; Vater Anstreicher u. SPD-Mitgl., Mutter Fabrikarbeiterin, Hausgehilfin; 1918 – 26 Volksschule u. Mittelschule; 1926 – 30 Friseurlehre; 1927 KJVD; 1930 / 31 Arbeit bei der Müllabfuhr; ab 1929 mehrere kurze Inhaftierungen nach Zusammenstößen mit Faschisten bei Demonstrationen u. Versammlungen, gehörte einer radikalen Gruppe an; 1931 – 35 arbeitslos; 1932 KPD; Juli 1932 4 Monate Haft wg. unbefugten Waffenbesitzes; ab Nov. 1932 – Febr. 1933 Gefängnis wg. Anstiftung zum…

Wer war wer in der DDR

Rathenow, Lutz

* 22.9.1952

Geb. in Jena; Vater Bankkfm., Mutter Schneiderin; 1971 Abitur; Wehrdienst; ab 1973 Studium der Pädagogik, Dt. u. Geschichte in Jena; Mitbegr. u. Ltr. des Arbeitskrs. Lit. u. Lyrik in Jena (1973 – 75); im Zuge der Wolf-Biermann-Affäre 1977 Exmatrikulation aus pol. Gründen; anschl. Transportarb., Prod.- u. Regieassistent in Jena u. Berlin; 1978 Mitgl. im Verb. der Theaterschaffenden; seitdem freiberufl. tätig; erste Texte in »Auswahl 78. Neue Lyrik Neue Namen«, dann starke…

Wer war wer in der DDR

Rätzsch, Margit Theresa

* 13.9.1934

Geb. in Teplitz-Schönau (ČSR / Teplice-Šanov, Tschechien); Vater Bergmann; Grund- u. OS, Abitur; 1952 – 56 Physikstudium an der Univ. Leipzig; 1954 SED; 1956/57 Doz. an der ABF Leipzig; 1957 – 59 wiss. Mitarb. im VEB Rundfunk- u. Fernsehtechnik Leipzig; 1959 – 64 wiss. Assistentin u. pers. Referentin des Prorektors für Forschung an der TH Leuna-Merseburg, 1964 – 68 wiss. Oberassistentin; 1964 Prom. zum Dr. rer. nat.; 1968 Habil., 1969 Doz. u. Berufung als Prof. für physikal. Chemie u. Dir. der…

Wer war wer in der DDR

Quellmalz, Udo

* 8.3.1967

Geb. in Leipzig; begann 1975 im TZ Leipzig mit Judo; KJS Leipzig, 1979 – 90 beim SC Leipzig (Trainer: Norbert Littkopf, Helmut Howiller); 1981 u. 1983 Spartakiadesieger; 1984 Junioren-EM, 1986 EM-Bronze Junioren; 1987 u. 1988 DDR-Mstr.; 1988 EM-Bronze; 1989 Vize-WM; 1990 DDR-Vizemstr. 1990 – 92 beim TSV Abensberg, 1992 – 98 beim MTV Ingolstadt (Trainer: Karl-Heinz Deblitz, Harald Heinke); Dt. Mstr. 1990, 1992, 1994 u. 1996; 1990 Vize-EM; 1991 u. 1995 WM; 1992 Olympia-Bronze; 1993 WM- u.…

Wer war wer in der DDR

Raab, Karl

* 3.5.1906 – ✝ 11.5.1992

Geb. in Berlin; Vater Tischler; 1912 – 20 Volksschule; Aug. 1920 Bürobursche bei der Dresdner Bank; Anf. 1921 Mitgl. des Zentralverb. der Angest.; nach eineinhalbjährigem Abendschulstudium Obersekundarreife; März 1924 – 26 Lehre bei der Dresdner Bank; Mitgl. u. Funktionär im Arbeitersportverein »Fichte«; 1925 Mitgl. des freigewerkschaftl. Allg. Verb. der Dt. Bankangest.; Mitgl. der Berliner BL; 1927 KPD; Gründer u. Pol.-Ltr. der Betriebszelle Dresdner Bank, Mitgl. der UBL Zentrum; RGO, Ltr. der…

Wer war wer in der DDR

Rackwitz, Werner

* 3.12.1929 – ✝ 14.3.2014

Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Studium am Inst. für Musikwiss. der MLU Halle; 1957 – 63 Assistent; 1963 Prom. zum Dr. phil.; 1963 – 69 Ltr. der Abt. Musik im Min. für Kultur; 1969 – 81 Stellv. des Ministers für Kultur; 1976 Prom. zum Dr. sc. phil.; 1981 – Jan. 1994 Intendant der Komischen Oper Berlin (Nachf. von  Joachim Herz); Honorarprof. für Musikwiss. an der MLU Halle; seit Juni 1981 Abg. der Berliner Stadtverordnetenvers.; seit 1984 Mitgl. der SED-BL Berlin; 1984 VVO; 1986 AdK; Mitgl.…

Wer war wer in der DDR

Raddatz, Klaus

* 8.7.1932

Geb. in Berlin; Eltern Angest.; Volksschule in Berlin; 1945 Mitgl. der Antifa-Jugend in Havelberg (Mark Brandenb.); 1946 FDJ, 1948 SED; 1951 Abitur; anschl. bis 1955 Studium der Journalistik an der KMU Leipzig; anschl. Assistent; 1958 Red. der FDJ-Ztschr. »Forum«; 1959 – 65 Abt.-Ltr. in der Redaktion der »Jungen Welt«; FDJ-Funktionär; 1959 Red., 1965 – 71 stellv. Chefred., 1971 – 77 Chefred. des Zentralorgans der FDJ »Junge Welt« (Nachf. von  Horst Pehnert) u. Mitgl. des Büros des ZR der FDJ;…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Radusch, Hilde

* 6.11.1903 – ✝ 2.8.1994

Geboren am 6. November 1903 in Altdamm/ Krs. Randow in Pommern, Tochter eines Postbeamten. 1921 Ausbildung am Berliner Pestalozzi-Fröbel-Haus, 1922 staatliche Prüfung zur Hortnerin. 1922 Mitglied der KJD und 1924 der KPD, gemeinsam mit Hedwig Remmele, der Tochter von Hermann Remmele, beim Aufbau der RJ und der Roten Frauenliga aktiv. Bis 1930 arbeitete sie als Telefonistin bei der Reichspost, Reichsagitpropleiterin und »Gegnerobmann« des RFMB, trat später nach internen Auseinandersetzungen aus der RFMB-Reichsleitung aus. Von 1928 bis 1933 Reichs- und Schriftleiterin der zur RGO gehörenden IG Post und Staat, wurde erster »roter Betriebsrat« in einem deutschen Fernsprechamt. Von 1929 bis 1933 Abgeordnete in der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Im September 1932 Reise in die Sowjetunion, besuchte dort bis März 1933 sowjetische Postbetriebe. Von April bis September 1933 in Berlin in »Schutzhaft«, danach Telefonistin und Bankangestellte. 1939 lernte sie ihre künftige Lebensgefährtin Else Klopsch kennen, beide kauften 1940 ein Grundstück mit Laube in Prieros, wo sie Ende 1943 Erna Hackbarth, die Lebensgefährtin von Richard Stahlmann versteckten, die aus einem Lager geflohen war. Seit dem Sommer 1945 wieder KPD-Mitglied, trat sie im Januar 1946 aus politischer »Enttäuschung« aus der Partei aus. Seit 1948 Mitglied der SPD, engagierte sich Hilde Radusch in den siebziger Jahren in der Neuen Frauenbewegung in West-Berlin. Sie war Mitbegründerin einer Berliner Gruppe älterer Lesben und des Frauenforschungs-, Bildungs- und Informationszentrums (FFBIZ). Hilde Radusch starb am 2. August 1994 in Berlin. 1985 porträtierten Pieke Biermann und Petra Hafner sie in dem NDR-Dokumentarfilm »Muß es denn gleich beides sein?« Reingart Jäkl veröffentlichte 1993 eine biographische Skizze über Hilde Radusch.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rakow, Paul

* 1901 – ✝ 15.4.1937

Geboren 1901 in Neubeckum/Westfalen, Sohn des Forstwissenschaftlers Paul Gotthold Rakow. Die Familie, darunter sein Bruder 4 Werner Rakow (Felix Wolf), war 1900 aus Rußland übergesiedelt, 1906 zogen sie nach Hannover. Paul Rakow trat 1919 als Gymnasiast der KPD bei und war dann als Student der TH Hannover für die Partei aktiv. Mitte der zwanziger Jahre in den AM-Apparat aufgenommen, übte er dort in Berlin Leitungsfunktionen aus. Von 1928 bis 1930 war Rakow in Moskau im Komintern-Apparat tätig. Danach studierte er von 1931 bis 1934 an der KUNMS in Moskau und wurde anschließend Instrukteur der OMS des EKKI, u. a. in China. Er wurde am 15. April 1937 nach Moskau zurückgerufen und sofort vom NKWD verhaftet. Hier war sein Bruder Werner bereits im September 1936 erschossen worden, und sein Bruder Nikolai blieb im Gulag verschwunden. Paul Rakow wurde am 20.Dezember 1937 in Stalino erschossen.

Wer war wer in der DDR

Rambusch, Karl

* 15.1.1918 – ✝ 25.6.1999

Geb. in Jena; Vater Mechaniker; Volksschule, 1932 – 36 Mechanikerlehre; 1936 – 38 Mechaniker bei Carl Zeiss Jena; ab 1938 Maschinenbaustudium in Hildburghausen; Kriegsdienst. Seit 1945 KPD / SED; Vorstudienanstalt; 1946 – 52 Physikstudium an der FSU Jena, Dipl.; 1953 Ltr. des Naut.-Hydrograf. Inst. Berlin-Friedrichshagen des Hydrograph. Dienstes der DDR; 1955 Ernennung zum Prof.; 1955 – 61 Ltr. des Amts für Kernforschung u. Kerntechnik der DDR in Berlin; danach Dir. des VEB Entw. u.…

Wer war wer in der DDR

Ranke, Kurt

* 28.7.1920 – ✝ 26.2.1999

Geb. im Benndorf / Mansfeld-Land; Vater Schlosser, Mutter Hausfrau; Volks- u. Mittelschule, mittl. Reife; 1937 / 38 Hilfsarb.; 1938 – 40 RAD; 1940 – 44 Wehrmacht; 1944 – 47 sowj. Kriegsgef., dort Besuch von Antifa-Schulen. 1947 Rückkehr nach Dtl.; Hauptsachbearb. beim Rat des Mansfelder Gebirgskreises; 1948 SED; 1950 – 52 Abt.-Ltr. im Rat des Krs. Eisleben; 1952 / 53 Sekr. im Rat des Krs. Hettstedt; 1953 – 59 Vors. des Rats des Krs. Hettstedt; 1959 / 60 Stud. an der PHS beim ZK der KPdSU in…

Wer war wer in der DDR

Rasch, Horst

* 9.3.1953

Geb. in Ober-Mittelebersbach (Krs. Großenhain); Kreuzschule in Dresden, 1971 Abitur; 1973 – 77 Studium des Maschinenbaus an der TU Dresden, Dipl.; Berufsverbot; 1977 – 89 tätig als Problemanalytiker, Systemprogrammierer, Betriebsorg. u. Projektltr. in versch. Industriezweigen u. in der Landw.; aktiv in versch. ev. Kirchengemeinden u. Synoden sowie der kirchl. Friedens- u. Ökologiebew., zul. Vors. der Bezirkssynode Kamenz; 1989 / 90 Mitgl. des DA, 1990 DA-Landesvors. in Sachsen; Mai 1990…

Wer war wer in der DDR

Raspe, Hans-Dieter

* 28.12.1937

Geb. in Kühlungsborn (Krs. Bad Doberan); Vater Landwirt; OS, 1956 Abitur; 1956/57 Krankenpfleger in Rostock; 1957 – 60 Med.- u. Physikstudium an der Univ. Rostock; 1961 LDPD; 1961 – 63 Red. Mitarb. ihrer »Norddt. Ztg.«; danach Fernstudium an der FS für Journalismus in Leipzig sowie der Rechtswissenschaften an der HU Berlin, 1967 Dipl.-Jur.; 1963 – 66 Pol. Mitarbeiter des LDPD-Bez.-Verb. Rostock, 1966 – 82 stellv. Vors.; 1964 – 75 Mitgl. des Sekr. des Bez.-Vorst. Rostock der DSF; 1966 – 82 Mitgl.…

Wer war wer in der DDR

Rathke, Heinrich

* 12.12.1928

Geb. in Mölln (Krs. Malchin); Vater Pastor; Studium der Theol. in Kiel, Erlangen u. Tübingen; Erstes Theolog. Examen in Amberg; 1953 Besuch des Predigerseminars in Blücher, 1954 Ordination; 1955 Zweites Theolog. Examen; anschl. Vikar in Bad Doberan; Pastor in Warnkenhagen (Mecklenb.); 1960 Prom. in Rostock; ab 1962 Pastor der St. Andreas-Gemeinde im Neubaugeb. Rostock-Südstadt, in Ermangelung eines Kirchenbaus Abhaltung von Gottesdiensten u. a. kirchl. Veranstaltungen in einem alten Zirkuswagen;…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rau, Fritz

* 12.5.1904 – ✝ 20.12.1933

Geboren am 12. Mai 1904 in Stuttgart, Sohn einer Arbeiterfamilie; Buchdrucker, Mitglied der Kommunistischen Jugend Deutschlands. Im Herbst 1923 wurde er verhaftet und mit zwölf anderen württembergischen KJD-Funktionären zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Nach seiner Freilassung begann er als Volontär, später als Redakteur an der »Süddeutschen Arbeiterzeitung« in Stuttgart. Mitte der zwanziger Jahre kam er nach Berlin und wurde Redakteur der Zeitung »Die junge Garde«. Für Robert Leibbrand, der im Juli 1926 in den Apparat der KJI nach Moskau berufen wurde, übernahm Fritz Rau das Agitpropressort im Sekretariat des ZK des KJVD. Im Sommer 1928 reiste auch er nach Moskau und wurde auf dem V. Weltkongreß der KJI in das Exekutivkomitee gewählt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde Rau erneut Redakteur der »Süddeutschen Arbeiterzeitung« in Stuttgart, übernahm 1932 die Chefredaktion der Zeitung »Klassenkampf« in Halle und gehörte in dieser Eigenschaft dem Sekretariat der BL Halle-Merseburg an. 1933 illegal aktiv, bereits im September 1933 in Berlin verhaftet, wurde Fritz Rau am 20.Dezember 1933 in seiner Gefängniszelle tot aufgefunden. An seinen Selbstmord glaubten die Angehörigen nicht, vermutlich wurde er ermordet. Im Mai 1934 wurde Fritz Raus Sohn Walter geboren, dessen Mutter war Liselotte Herrmann, die im Juni 1938 hingerichtete Widerstandskämpferin.

Wer war wer in der DDR

Quermann, Heinz

* 10.2.1921 – ✝ 14.10.2003

Geb. in Hannover; Vater Bäckermstr.; Volksschule; 1936 Bäckerlehre; daneben Violin- u. Schauspielunterricht; 1939 Schauspielprüfung; Engagements an Theatern in Bernburg, Magdeburg u. Köthen; dort 1945/46 Intendant; 1946 am Landessender Halle; LDPD; ab 1947 mit Unterbrechung Ltr. der Abt. Unterhaltung beim Mitteldt. Rundfunk Leipzig; ab 1953 Mitarb. des Staatl. Rundfunkkomitees in Berlin, HA Unterhaltung; ab 1962 Arbeitsgr.-Ltr. im DFF; seit 1953 Red. u. Moderator der »Schlagerlotterie«, ab 1958…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rabe, Kurt

* 21.2.1907 – ✝ 25.12.1962

Geboren am 21. Februar 1907 in Frankfurt/ Oder, kam 1916 nach Berlin, dort zunächst Hilfsarbeiter in einer Druckerei, später Maschinenarbeiter. Seit Februar 1923 Mitglied der KJD, ehrenamtliche Funktionen im Bezirk Berlin-Brandenburg, bis 1926 auch Angehöriger des OD. Im Mai 1927 aus dem KJVD ausgeschlossen, als Anhänger Hugo Urbahns ab 1928 im Leninbund. Als Jugendvertreter gehörte er der Reichsleitung des Leninbundes an und arbeitete als Expedient im Verlag Volkswille. Nach einem Zusammenstoß mit Nationalsozialisten im Juli 1932 schwer verletzt, wurde er dennoch vom Schöffengericht Neuruppin im August 1932 wegen »unerlaubten Waffenbesitzes« zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Ab 1933 illegale Arbeit, Anfang Februar 1934 Festnahme, von der Gestapo gefoltert, vom Kammergericht Berlin am 25.Juli 1934 zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, Haft in Brandenburg-Görden. Nach der Freilassung Arbeiter bei Osram. Im März 1943 Einberufung zur Wehrmacht, wegen Verwundung im Lazarett, im April 1945 geriet er in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im Mai 1946 Rückkehr nach Berlin. Rabe wurde Mitarbeiter des Bezirksamts Berlin-Friedrichshain bzw. beim Magistrat von Groß-Berlin. Zunächst Mitglied der SED, er kritisierte öffentlich die zunehmende Stalinisierung und trat im Mai 1948 aus der SED aus. Ein zusätzlicher Grund: Sein Bruder und sein Neffe wurden in Frankfurt/Oder wegen »antisowjetischer Propaganda« verhaftet und zu sechs bzw. drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Er flüchtete im Juni 1951 nach West-Berlin, dort Notstandsangestellter. Kurt Rabe starb am 25. Dezember 1962 an den Folgen einer schweren Tuberkulose in Rheda/ Wiedenbrück.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Raddatz, Erich

* 28.11.1886 – ✝ 16.2.1964

Geboren am 28. November 1886 in Konikow/ Krs. Köslin; lernte Schlosser und kam schon in jungen Jahren nach Berlin. 1907 Mitglied der Gewerkschaft, 1910 der SPD. Raddatz nahm ab 1916 als Soldat am Weltkrieg teil. Danach Gemeindebeamter in Berlin-Neukölln. Er schloß sich 1917 der USPD an und kam 1920 zur KPD, in der er als Kommunalpolitiker eine Rolle spielte. Von 1920 bis 1925 Mitglied der Neuköllner Bezirksverordnetenversammlung, von 1926 bis 1930 unbesoldeter Stadtrat in Neukölln, von 1928 bis 1932 Mitglied des Magistrats von Berlin. 1928 als Abgeordneter in den Preußischen Landtag gewählt. Raddatz gehörte zu den 60 Funktionären der KPD, die am 28. Februar 1930 einen »Offenen Brief« herausgaben, dieser – von namhaften Berliner Funktionären unterschrieben – richtete sich gegen die Linie des ZK und gegen die Theorie des »Sozialfaschismus«. Daraufhin aus der KPD ausgeschlossen, gemeinsam mit dem Berliner Stadtrat Hermann Letz führte Raddatz die »Gruppe 60« noch eine Zeitlang weiter. Bis 1931 als fraktionsloser Abgeordneter im Landtag, dann Übertritt zur SPD. 1933 gemaßregelt, kehrte in seinen erlernten Beruf zurück, verdiente sich seinen Lebensunterhalt als Werkstattschreiber und Werkmeister in Berlin-Lichtenberg. Raddatz wurde 1945 Leiter der Abteilung Sozialwesen beim Bezirksamt Berlin-Neukölln, von amerikanischen Besatzungsbehörden im November 1945 zum Bezirksstadtrat für Sozialwesen in Neukölln berufen. Ab Juni 1945 wieder Mitglied der SPD, im April 1946 der SED, wurde am 20. Oktober 1946 auf der Liste der SED in die Bezirksverordnetenversammlung Berlin-Neukölln gewählt und blieb Sozialstadtrat. Während der Berlin-Blockade verließ Raddatz Anfang August 1948 die SED und ging wieder zur Sozialdemokratischen Partei. Bis 1959 SPD-Bezirksstadtrat und von 1955 bis 1959 auch stellvertretender Bürgermeister von Berlin-Neukölln. Durch seine Hilfsbereitschaft war »Opa Raddatz« weithin populär. 1959 verzichtete er aus Altersgründen auf seine Wiederwahl, blieb aber 2.Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt in Berlin. In Anerkennung seiner Verdienste wurde ihm durch das Abgeordnetenhaus von Berlin am 21. Januar 1959 die Würde eines Stadtältesten verliehen. Nach einer schweren Operation starb Erich Raddatz am 16.Februar 1964 in West-Berlin.

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Rädel, Siegfried

* 7.3.1893 – ✝ 25.2.1943

Geboren am 7. März 1893 in Copitz bei Pirna, entstammte einer kinderreichen Beamtenfamilie; lernte Zimmermann. 1912 Mitglied der SPD. 1913 zum Militär einberufen, bei Kriegsausbruch kam er sofort an die Front. 1918 Übertritt zur USPD, gehörte 1918/19 zum Arbeiter- und Soldatenrat in Pirna und arbeitete bis 1921 als Betriebshandwerker in der Kunstseidespinnerei in Pirna, in der er auch Betriebsrat war. 1919 Mitglied der KPD, er blieb in der Partei, als die große Mehrheit der Ortsgruppe Pirna 1920 zur KAPD ging. Ab 1921 Stadtverordneter in Pirna, hauptamtlicher UB-Leiter. Auf dem VII. Parteitag 1921 und auf dem VIII. Parteitag 1923 für den Bezirk Ostsachsen in den ZA berufen. Nach dem Oktober 1923 polizeilich gesucht, lebte Rädel zunächst illegal. Als Anhänger der Parteilinken wurde er im Mai 1924 in den Reichstag gewählt, dem er ununterbrochen bis 1933 angehörte. 1924/25 Orgleiter und nach dem »Offenen Brief« 1925 Polleiter des Bezirks Ostsachsen. 1926 ins ZK nach Berlin geholt, im Apparat für Sozialpolitik zuständig, 1928 zunächst wieder Polleiter des Bezirks Ostsachsen, dann einige Zeit Polleiter von Westsachsen. Rädel übersiedelte 1931 endgültig nach Berlin, um die Leitung der Abteilung Sozialpolitik beim ZK der KPD zu übernehmen. Auf dem XII. Parteitag 1929 als Kandidat ins ZK der KPD gewählt, war Rädel seit 1930 Vorsitzender der ARSO, der kommunistischen Arbeitsgemeinschaft sozialpolitischer Organisationen. Am 7. Februar 1933 nahm er noch an der letzten Sitzung der Parteiführer in Ziegenhals bei Berlin teil, danach zum Leiter der illegalen KPD in Sachsen berufen. Im Dezember 1933 verließ er Deutschland, ging zunächst nach Prag, von dort über Wien nach Paris und kam anschließend wieder nach Prag, wo er die Betreuung der kommunistischen Emigranten und den illegalen Grenzverkehr nach Deutschland leitete. Am 24. Dezember 1934 traf Rädel unter dem Parteinamen Sachs in Moskau zur Berichterstattung ein, erhielt wegen Unachtsamkeit bei der Durchführung einer illegalen Konferenz im Oktober eine »einfache Parteirüge«. Anfang 1935 Emigrationsleiter in der Schweiz, dort am 24. Oktober 1936 verhaftet und nach Frankreich ausgewiesen. Hier konnte er zur Zeit der Volksfrontregierung legal leben und arbeiten, gründete die Sozialvereinigung deutscher politischer Emigranten und organisierte die internationale Unterstützung. Anfang 1939 war Rädel Teilnehmer der »Berner Konferenz« der KPD (bei Paris), auf der er als Friedrich ins ZK gewählt wurde. Bei Kriegsausbruch im Lager Vernet drei Jahre lang interniert. Um Rädel zu retten, verlieh ihm die Sowjetunion (durch ihren Botschafter in Vichy) im März 1941 die sowjetische Staatsangehörigkeit, er sollte per Schiff in die Sowjetunion gelangen, was der Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges verhinderte. Obwohl im Besitz eines Einreisevisums nach Mexiko, lieferte ihn die Regierung Petain-Laval im August 1942 an die Gestapo aus. Am 25. Februar 1943 beschloß der 5. Senat des VGH: »Der Angeklagte Rädel hat durch den Ausbau und maßgebliche Betreuung deutscher kommunistischer Emigrantenorganisationen im Ausland den kommunistischen Hochverrat vorbereitet und wird deshalb zum Tode verurteilt.« Sein von ihm verfaßtes Gnadengesuch wurde abgelehnt. Am 10. Mai 1943 wurde Siegfried Rädel in Berlin-Plötzensee hingerichtet. Rädel hatte 1919 geheiratet, sich sechs Jahre später von seiner Frau Frieda getrennt und lebte seit 1928 mit Maria Weiterer zusammen.

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Radzimanowski, Kersten

* 21.5.1948

Geb. in Alt-Landsberg (Krs. Niederbarnim); Sohn einer alleinerziehenden Angest.; Grund- u. Oberschule; 1964 – 67 Lehrling u. Facharbeiter für Funktechnik bei Studiotechnik Rundfunk Berlin; 1966 Abitur an der Volkshochschule; 1967 – 69 NVA; 1969 – 76 Volontär, red. Mitarb. beim Zentralorgan der CDU »Neue Zeit«; 1971 CDU; 1976 / 77 Red. bei der Ztschr. »Standpunkt«; Fernstudium an der HU Berlin, 1976 Dipl.-Historiker; außerplanm. Aspirantur, 1981 Prom. zum Dr. phil.; 1978 Fachgebietsltr. bei »Neue…

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Rakow, Werner

* 30.8.1893 – ✝ 22.7.1936

Werner Waldemar Richard Rakow wurde am 30.August 1893 in Kreuzburg an der Düna im Gouvernement Livland des zaristischen Rußlands als Sohn des Forstwissenschaftlers Paul Gotthold Rakow geboren. 1900 übersiedelte die Familie nach Deutschland, zunächst nach Neubeckum in Westfalen, 1906 nach Hannover. Hier besuchte Rakow das Gymnasium und machte das Abitur mit Auszeichnung. Nach einer Lehre im renommierten Bankhaus »Peretz« in Hannover, reiste Werner Rakow mit seinem älteren Bruder Nikolai (* 26. 8. 1890) im Frühjahr 1914 nach St. Petersburg. Dort arbeitete er als Buchhalter und gab zusätzlich noch Deutschunterricht in der Berlitzschule. Bei Kriegsausbruch als feindlicher Ausländer interniert, kam er nach Irbit im Gouvernement Perm, Eisenbahnarbeiter. Im Februar 1917 war Werner Rakow Mitbegründer einer bolschewistischen Gruppe in Irbit, flüchtete im April 1917 wegen drohender Verhaftung in das 800 km entfernte Omsk und war hier bei den Bolschewiki aktiv. Bis Anfang 1918 Buchhalter; er organisierte den Aufbau der deutschen Sektion einer revolutionären Kriegsgefangenenorganisation in Omsk. Er kämpfte an der Seite der Roten Armee in Sibirien und im Ural, wurde bei Gefechten mit der tschechischen Legion verwundet und in ein Hospital nach Moskau gebracht. Im September 1918 wurde er in die deutsche Sprachgruppe der RKP(B) aufgenommen und redigierte die Zeitschrift »Welt-Revolution«. Dann Propagandist in Weißrußland, zeitweise stand er in Minsk dem Rat der Arbeiterdeputierten vor. Ende 1918 reiste Rakow mit Karl Radek und Ernst Reuter (Friesland) nach Deutschland. Getarnt als entlassene österreichische Kriegsgefangene gelangten sie über Wilna und Königsberg nach Berlin und nahmen am Gründungsparteitag der KPD teil. Rakow überschritt die Grenze mit dem Paß des Schriftstellers Karl Felix Wolf (* 1. 4. 1890 in Reichenberg). Unter diesen Namen agierte er in Deutschland und wurde von den Polizei- und Justizorganen steckbrieflich gesucht. Von Mai 1919 bis November 1920 war er in Hamburg Bezirkssekretär der KPD und führend an der Verschmelzung von USPD und KPD zur VKPD beteiligt. Später gründete er mit dem Moskauer Emissär Samuel Sachs-Gladnew ( Fritz Sturm) den deutschsprachigen Komintern-Verlag Carl Hoym Nachf. Rakow-Wolf gehörte in dieser Zeit zum Führungskreis der KPD, ohne offiziellen Sitz in der Zentrale oder dem ZA. Anfang 1921 Oberbezirkssekretär für die Bezirke Hamburg, Hannover und Bremen und für die putschistische März-Aktion in Hamburg zuständig. Rakow-Wolf berichtete als »Vertrauensmann« über alle Interna der KPD nach Moskau. Im Sommer 1922 wurde er im Auftrag der Komintern nach Wien und auf den Balkan geschickt. Zur Vorbereitung des »deutschen Oktober« 1923 zurückgekehrt nach Deutschland, gehörte er zur militärischen Leitung des »Revolutionskomitees« und führte ab September 1923 die Informationsabteilung. Nach dem Scheitern des »Oktober« von der neuen linken Führung im Mai 1924 aller Parteifunktionen enthoben und als Brandlerianer nach Moskau abgeschoben. Hier traf Rakow-Wolf sich mehrmals mit den »kaltgestellten« Heinrich Brandler und August Thalheimer sowie mit Karl Radek, wurde denunziert und erhielt durch die IKK einen Verweis mit dem ausdrücklichen Verbot, sich in deutsche Parteiangelegenheiten einzumischen. 1925 in die USA entsandt, wo er getarnt als Student an der Columbia-Universität für die sowjetischen Nachrichtendienste spionierte. Er kehrte 1927 nach Moskau zurück, schloß sich der Trotzki-Fraktion an, wurde daraufhin 1928 aus der KPdSU ausgeschlossen und von der GPU zeitweise inhaftiert. Er übersetzte den Band 10 der deutschen Lenin-Ausgabe. Nach einer »Reueerklärung« wurde er wieder in die Partei aufgenommen und mußte zur Bewährung in die chemische Industrie. Während eines privaten Familienbesuchs in Deutschland bat Rakow in einem Gespräch mit Ernst Thälmann um Rückkehr in die deutsche Parteiarbeit, dies wurde abgelehnt. 1932 setzte er seine Mitarbeit am Band 11 der deutschen Lenin-Ausgabe fort und war ab Januar 1933 in Moskau Angestellter in der VAA. Rakow-Wolf befand sich am Abend des 5. März 1933 in jener Runde von KPD-Emigranten, die in der Wohnung von Else und Hermann Taubenberger mit Erich Wollenberg die Ergebnisse der Reichstagswahl analysierten und scharfe Kritik an der deutschen Parteiführung übten. Dieses Gespräch war Gegenstand einer Verhandlung vor der IKK, in deren Folge Rakow-Wolf und Wollenberg aus der KPdSU ausgeschlossen wurden. Im Juni 1933 erneut zur Bewährung in das westsibirische Nowosibirsk verbannt, traf sich Rakow-Wolf Ende 1933 nochmals mit Wollenberg in Moskau. Als dieser ihm seine grundsätzlichen Zweifel an der Politik der Komintern erläuterte, denunzierte er Wollenberg bei den entsprechenden Komintern-Stellen, die sich, nach entsprechender Selbstkritik, für Rakows dritte Wiederaufnahme in die KPdSU einsetzten. Erneut in der VAA, dort aber im Januar 1935 während der »Reinigung« entlassen und nach Chabarowsk geschickt. Zu jener Zeit war er bereits im Visier des NKWD, das ihn nach seiner Rückkehr nach Moskau, wo er als Übersetzer bei der »Deutschen Zentral-Zeitung« arbeitete, am 22. Juli 1936 verhaftete. Werner Rakow-Wolf wurde am 14. September 1936 vom Militärtribunal des Obersten Gerichts zum Tode verurteilt und am selben Tag erschossen. Seine beiden Brüder Nikolai und Paul Rakow gerieten ebenfalls in die stalinistischen Säuberungen. Paul wurde am 20. Dezember 1937 in Stalino erschossen, über Nikolais Schicksal, der lange Jahre für die OMS gearbeitet hatte, sind bis heute keine genauen Fakten bekannt. Einen biographischen Aufsatz über die Brüder Rakow veröffentlichte Markus Wehner 1994 in der IWK.

Wer war wer in der DDR

Ramin, Günther

* 15.10.1898 – ✝ 27.2.1956

Geb. in Karlsruhe; Vater Superintendent; 1910 – 14 Thomasschüler in Leipzig; 1914 – 17 Studium am Leipziger Konservatorium unter Robert Teichmüller, Stephen Krehl u. Straube; 1917/18 Kriegsdienst in Frankreich; 1918 – 39 Organist an der Thomaskirche Leipzig; 1920 Organist am Gewandhaus Leipzig u. Orgellehrer; 1923 – 35 Ltr. des Lehrergesangvereins Leipzig; 1931 – 33 Gastprof. an der Berliner Musik-HS; 1935 – 43 Dirigent des Gewandhauschors in Leipzig; 1933 – 41 Ltr. d. Berliner Philharmon.…

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Rapoport, Samuel Mitja

* 27.11.1912 – ✝ 7.7.2004

Geb. in Woloczysk (Ukraine); Vater Kfm.; 1930 – 36 Studium der Med. u. Chemie an der Univ. Wien; hier 1936 Prom. u. bis 1937 am Med.-Chem. Inst.; 1932 Soz. Partei; 1934 KPÖ; 1937 Emigr. in die USA; Stipendiat an der Research Foundation in Cincinnati (USA); 1939 Prom. auf dem Gebiet der Biochemie; 1942 Associate Prof. für Biochemie u. Pädiatrie; 1950 Rückkehr nach Wien. 1952 Berufung an die HU Berlin; bis 1978 Prof. für Biochemie u. Dir. des Inst. für Biolog. u. Physiolog. Chemie; 1956 – 90…

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Rasch (Enderle), Irmgard

* 28.4.1895 – ✝ 20.9.1985

(* 1895 – † 1985) Geboren am 28. April 1895 in Frankfurt/M. als Tochter des Gymnasiallehrers Otto Rasch; legte 1917 ein Lehrerinnenexamen ab und studierte mehrere Semester Pädagogik und Volkswirtschaft an der Universität Berlin. Sie kam über die Freideutsche Jugend und eine sozialistische Studentengruppe an der Berliner Universität im November 1918 zum Spartakusbund. Von Mitte 1919 bis Anfang 1929 im zentralen Apparat der KPD, zuerst in der Abteilung Land, dann als Instrukteurin in der Gewerkschaftsabteilung. Nachdem die Gewerkschaftsabteilung 1924 durch die Linke unter Ruth Fischer aufgelöst und neu besetzt wurde, ging Irmgard Rasch als Gewerkschaftsredakteurin zum »Klassenkampf« nach Halle. Mitte 1927 Gewerkschaftsredakteurin der »Roten Fahne« in Berlin. Anfang 1929 als Mitglied der rechten Brandler-Gruppe aus der Partei ausgeschlossen. Sie war nun aktiv in der KPO, seit 1932 in der SAP. Irmgard Rasch heiratete August Enderle, kam dadurch nach Breslau, wo sie bald Mitglied der dortigen Ortsleitung der SAP war. Im Juni 1933 von der Gestapo verhaftet, konnte sie zwei Monate später entkommen und lebte in Holland, Belgien und ab 1934 in Schweden in der Emigration. Hier bildete sie mit ihrem Mann August Enderle eine SAPD-Auslandsstelle, die den Widerstand in Norddeutschland unterstützte. Rasch-Enderle engagierte sich in der Volksfontbewegung, trennte sich aber mit anderen SAPD-Mitglieder nach den Moskauer Schauprozessen davon. Sie schrieb unter dem Pseudonym J. Reele für die schwedische Gewerkschaftspresse und die Züricher »Rote Revue«. Anfang April 1941 wurden August und Irmgard Rasch-Enderle von den Nazibehörden ausgebürgert. Beide kehrten im Sommer 1945 nach Deutschland zurück. Sie wurde im September 1945 Mitbegründerin und Redakteurin am »Weser-Kurier« in Bremen und 1947 am »Bund« in Köln, zuletzt von 1949 bis 1951 Redakteurin der »Welt der Arbeit«, danach freie Journalistin. Seit 1945 Mitglied der SPD, war sie führend am Wiederaufbau der SPD und der Gewerkschaften in Bremen beteiligt, zeitweise auch Vorsitzende der Deutschen Journalisten-Union. Irmgard Enderle starb am 20. September 1985 in Köln.

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Rast, Gertrud

* 25.5.1897 – ✝ 24.9.1993

Geboren am 25. Mai 1897 in Hamburg als Gertrud Graeser, Tochter eines Tischlers; besuchte die Handelsschule, wurde kaufmännische Angestellte und Buchhalterin in Hamburg. 1912 Mitglied der Arbeiterjugend, 1915 der Gewerkschaft. Bereits 1917 wegen Antikriegspropaganda inhaftiert, schloß sie sich der Spartakusgruppe an. Sie war während der Novemberrevolution Sekretärin des Arbeiter- und Soldatenrates in Hamburg, Anfang 1919 Gründungsmitglied der Hamburger KPD, arbeitete in der FSJ. Auf dem 7. Reichsjugendkongreß der KJD Ende März 1923 in Chemnitz wurde sie in die Reichszentrale gewählt und war zeitweise verantwortliche Redakteurin der Zeitschrift »Junge Garde«. Während der Illegalität 1923/24 gehörte Gertrud Graeser mit Heinrich Pütz u. a. zum »Direktorium«, dem Führungskopf der kommunistischen Jugend. Sie emigrierte danach in die Sowjetunion und war dort politische Mitarbeiterin der KJI, anschließend in der Internationale der Seeleute und Hafenarbeiter. Zurückgekehrt nach Deutschland, arbeitete sie hauptamtlich in der KPD-BL Wasserkante in Hamburg, aber 1930 als Versöhnlerin angegriffen. So hieß es über sie in einem Schreiben der BL Wasserkante an das ZK: »Man kann von dieser Genossin wirklich sagen, daß sie bei dem Ausschluß der Versöhnler s. Zt. vergessen wurde. Sie gehört eigentlich gar nicht mehr in die Partei.« 1933 emigrierte sie ins Ausland, im September 1939 in Paris inhaftiert und in ein Internierungslager gebracht. Sie wurde 1943 nach Deutschland ausgeliefert und zunächst in das KZ Fuhlsbüttel und anschließend in ein Zwangsarbeitslager gesperrt. Ihr Mann Richard Rast kam wenige Tage vor Kriegsende als Häftling im KZ Neuengamme ums Leben. Ab 1945 gehörte sie zu den führenden Funktionären der KPD in Schleswig-Holstein, war von 1946 bis 1948 als Mitglied der KPD auch im SED-Parteivorstand. Bis 1956 politische Mitarbeiterin des KPD-PV, nach Gründung 1969 Mitglied der DKP. Gertrud Rast starb am 24. September 1993.

Wer war wer in der DDR

Rathmann, Lothar

* 16.2.1927

Geb. in Werdau (Sachsen); Kfm.-Lehre; 1944 Wehrmacht; NSDAP, Kriegsgefangenschaft. Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft Neulehrer; SED; 1948 Beginn eines Studiums an der Pädagog. Fak. der Univ. Leipzig; 1956 Prom. mit einer Arbeit über die Getreidezollpol. im frühen Kaiserreich unter Berücksichtigung der nordamerik. Agrarkonkurrenz; 1961 Habil. über die wirtschaftspol. Komponenten der dt. Bagdadbahnpol. vor 1914; 1963 Prof. mit Lehrauftrag; 1964 Dir. des Oriental. Inst. der KMU Leipzig; 1966…

Wer war wer in der DDR

Rau, Heinrich

* 2.4.1899 – ✝ 23.3.1961

Geb. in Feuerbach (Stuttgart); Vater Landwirt u. Fabrikarb.; Volks- u. Fortbildungsschule; Ausbildung zum Stanzer u. Metallpresser; 1913 Gewerkschaftsmitgl. u. SAJ; 1913 – 33 Mitgl. der Arbeitersportbew.; 1915 – 17 u. 1919/20 Metallpresser bei den Boschwerken in Stuttgart-Feuerbach; dort 1916 SAJ-Gruppenfunktionär u. Gewerkschaftsfunktionär; 1916 Spartakusgr.; 1917 USPD; 1917/18 Kriegsdienst; Nov. 1918 Teiln. an der Rev. in Stuttgart u. Ernennung zum Ltr. der Militärpolizei in…

Wer war wer in der DDR

Querner, Curt

* 7.4.1904 – ✝ 10.3.1976

Geb. in Börnchen (b. Dresden); Vater Schuhmacher; 1918 – 26 Schlosserlehre u. Tätigkeit als Fabrikschlosser; 1926 – 30 Studium an der Kunstakad. Dresden bei Richard Müller, 1929/30 auch bei Otto Dix u. Georg Lührig; 1930 Mitgl. der ASSO u. der KPD; 1930 – 45 in Dresden ansässig; lebte bis 1937 von der Arbeitslosenfürsorge; 1940 – 45 Kriegsdienst; 1945 – 47 frz. Gefangenschaft. 1945 Verlust des Ateliers mit einem großen Teil des Frühwerks durch die Zerstörung Dresdens; seit 1947 ansässig u.…

Wer war wer in der DDR

Rachowski, Utz

* 23.1.1954

Geb. in Plauen (Vogtl.); Eltern kfm. Angest.; 1971 wegen Beleidigung von NVA-Offz. u. »Zersetzung des Klassenkoll.« Relegation von der EOS Reichenbach, Ausschl. aus der FDJ; Lehre als Elektriker; Grundwehrdienst bei der NVA; 1977 Abitur; zwei Semester Med. in Leipzig; ein Jahr als Heizer tätig; 1975 – 78 vom MfS im OV »Renegat«, danach »Wolke« bearbeitet; 1979 wegen der Verbreitung eigener liter. Texte u. solcher  Wolf Biermanns,  Jürgen Fuchs’ u.  Reiner Kunzes Verurteilung zu 27 Mon.…

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Raddatz, Karl

* 7.11.1904 – ✝ 12.2.1970

Geboren am 7. November 1904 in Magdeburg, Sohn einer Arbeiterfamilie; wurde Schriftsetzer. 1919 Mitglied der FSJ und der SPD, 1921 der USPD, 1922 erneut der SPD. 1924 Austritt aus der SPD. Nach Wanderschaft durch Österreich und Italien 1927 Mitglied der KPD. Zunächst Mitarbeiter des AM-Apparates der KPD-BL Magdeburg, im Frühjahr 1933 wurde Raddatz Org- dann Polleiter der KPD in Magdeburg bzw. in Thüringen. Am 15. November 1933 festgenommen und am 2. Juli 1934 vom Kammergericht Berlin zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Aus dem Zuchthaus Luckau im Dezember 1936 entlassen, aber am 22. Juni 1941 erneut verhaftet, saß Raddatz bis 1945 im KZ-Sachsenhausen. Ab 1. Juni 1945 Leiter des Hauptausschusses Opfer des Faschismus beim Magistrat von Groß-Berlin, ab Februar 1947 Generalsekretär der VVN für die SBZ. Wegen »parteischädlichen Verhaltens« 1949 abgesetzt, von 1949 bis 1953 Redakteur am Deutschen Institut für Zeitgeschichte, anschließend Leiter der Westarbeit im Ausschuß für Deutsche Einheit, Mitglied des Präsidiums des Komitees der Antifaschistischen Widerstandskämpfer der DDR. Karl Raddatz wurde wegen seiner offenen Kritik an der Politik Walter Ulbrichts, seiner Freundschaft zu Karl Schirdewan und seiner Kontakte zu dem 1958 in den Westen geflüchteten Heinz Brandt am 22. Juni 1960 verhaftet und in einem Geheimprozeß am 10. Mai 1962 vom Obersten Gericht der DDR wegen angeblicher Spionage und Verletzung des Amtsgeheimnisses zu siebeneinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Zuge der Amnestie im Dezember 1964 aus dem Zuchthaus Bautzen entlassen, danach 1965 Mitarbeiter im Archiv der Deutschen Staatsbibliothek. Karl Raddatz starb am 12.Februar 1970 in Ost-Berlin.

Wer war wer in der DDR

Radmann, Martin

* 6.4.1931 – ✝ 8.8.2007

Geb. in Beuthen (Oberschles./Bytom, Polen); Vater Bergassessor; Grund- u. Oberschule, 1949 Abitur; 1948 – 53 CDU; Bürokraft im Stadtjugendamt beim Rat der Stadt Magdeburg; 1950/51 Volontär bei der Ztg. »Neue Zeit« im Union Verlag; Studium der Journalistik; Redakteurslehrgang des VDJ, Journalist; 1952 – 55 Red. am DIZ; ab 1955 Mitarb., Reporter u. Kommentator des Dtl.-Senders bzw. (ab 1971) von Stimme der DDR; Red.-Ltr. der Sendung »Zeitfunk«; 1958 SED; 1972 – 77 Chefred., 1978 – 90 Intendant von…

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Raetz, Martin

* 10.10.1890

Geboren am 10. Oktober 1890 in Altena; von Beruf Musiker. Er trat 1917 der SPD bei, wurde später Mitglied des Spartakusbundes und 1919 der KPD. Einige Zeit war er Vorsitzender der Ortsgruppen von KPD, RH und RFB in Neubrandenburg sowie Stadtverordneter und gehörte der BL Mecklenburg an. Von 1923 bis 1927 war Raetz Abgeordneter der KPD im Landtag von Mecklenburg-Strelitz. Ende der dreißiger Jahre zog er nach Magdeburg und wirkte ehrenamtlich im Bund der Freunde der Sowjetunion. Während der NS-Zeit stellte er (nach eigenen Angaben zum Schein) einen Antrag auf Mitgliedschaft in der SS. Raetz hatte verschiedene Engagements als Musiker, u. a. an Kurorchestern. Wegen Unterstützung von Zwangsarbeitern im August 1944 verhaftet und anschließend zur Wehrmacht eingezogen. Nach der Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft kehrte er nach Mecklenburg zurück, wurde 1946 Mitglied der SED und arbeitete zunächst in der Provinzialverwaltung Mecklenburg. Später wirkte Raetz als Kreissekretär der Volkssolidarität in Neubrandenburg. Unklar sind die Gründe für seinen im März 1947 erfolgten Ausschluß aus der SED und 1951 die endgültige Aberkennung des Status eines VdN. Weitere Daten über Martin Raetz waren nicht zu ermitteln.

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Rambauseck, Lotte

* 5.5.1908 – ✝ 25.4.1990

Geboren am 5. Mai 1908 in Breslau, Tochter eines Tapezierers und einer Schneiderin, seit 1908 in Berlin; sie arbeitete als Kindermädchen, Fabrikarbeiterin und Sprechstundenhilfe. Über die Wandervogelbewegung kam sie 1929 zum KJVD und wurde später Mitglied der KPD. Sie arbeitete zunächst als Stenotypistin in der KJVD-BL Berlin-Brandenburg, ab Sommer 1932 als Sekretärin im Aufbruch-Verlag. Anfang 1933 im Berliner AM-Apparat, ab Mitte 1934 im zentralen AM-Apparat eingesetzt. Bis 1937 Instrukteurin der AL Zentrum, Deckname Hete, dazwischen besuchte sie die M-Schule in Moskau, Schulname Else Braun. Illegal nach Berlin gereist, bemühte sie sich, Verbindung zu den Polleitern der Bezirke herzustellen und sie von der Notwendigkeit zu überzeugen, Abwehrleiter in die illegalen Leitungen einzubauen. Sie arbeitete eng mit Hermann Nuding zusammen und war später Mitarbeiterin von Konrad Blenkle in der Schweiz. Im Mai 1938 kam sie nach Brüssel, nach dem deutschen Einmarsch in Belgien flüchtete sie nach Frankreich, kehrte später aber wieder nach Brüssel zurück. Aus Sicherheitsgründen von weiterer illegaler Arbeit »abgeschaltet«, konnte sie später nach Deutschland zurück, arbeitete zunächst in einem Lazarett und war ab 1942 in einem Luftwaffenlazarett in Berlin als ärztliche Schreibkraft tätig. 1944/45 lebte sie in Hamburg, später im Ruhrgebiet, wo sie Sekretärin des bekannten Hirnchirurgen Wilhelm Tönnis wurde. Lotte Rambauseck trat nach 1945 politisch nicht mehr hervor, sie starb am 25. April 1990 in Köln.

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Rammler, Erich

* 9.7.1901 – ✝ 6.11.1986

Geb. in Tirpersdorf (Vogtl.); Vater Bautechniker; Bürger- u. Oberrealschule in Halle; 1920 –25 Studium an der Bergakad. Freiberg (BAF); Versuchsingenieur bei Paul Rosin im Staatl. Hütten- u. Blaufarbenwerk Freiberg; 1927 Prom. mit experiment. Arbeiten zur Feinheit von Kohlenstaub; anschl. u. a. im Kraftwerk Böhlen, Schwelwerk Gölzau, Ing.-Büro Rosin in Dresden tätig; seit 1927 Zusammenarbeit mit der sowj. Industrie; 1933 RRS-Formel (Rosin, Rammler, Sperling) für Korngrößenzusammensetzung; 1935…

Wer war wer in der DDR

Rapoport, Tom A.

* 17.6.1947

Geb. in Cincinnati (USA); Vater Biochemiker  Mitja Samuel R., Mutter Ärztin; 1952 Übersiedl. der Fam. nach Berlin, dort ab 1954 Schulbesuch u. 1966 Abitur an der Spezialklasse für Math. u. Naturwiss. an der HU Berlin, dort anschl. Studium der Chemie; Annahme der DDR-Staatsbürgerschaft; 1969 SED; 1972 Prom. an der HU Berlin mit der biochem. Arbeit »Untersuchungen zum Reaktionsmechanismus der anorgan. Pyrophosphatase aus Bäckerhefe« (Kollektivarbeit mit W. Höhne), 1977 gemeinsame Diss. B mit …

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Raschke, Felix (Fritz)

* 9.5.1884 – ✝ 5.7.1957

Geboren am 9. Mai 1884 in Danzig, Sohn eines Bernsteindrechslers; Tischler. Von 1906 bis 1908 leistete er seinen Militärdienst, trat 1908 in den Deutschen Holzarbeiterverband ein, Funktionär des DHV in Danzig. 1912 Mitglied der SPD. Von 1914 bis 1918 Soldat im Krieg; 1920 ging Raschke zur KPD. Von 1923 bis 1934 war er Abgeordneter des Volkstages Danzig und gehörte auch dem engeren Führungskreis der Danziger KPD an, außerdem Redakteur an der Danziger KP-Zeitung »Das freie Volk«. Am 3. Mai 1934 wurde Felix Raschke verhaftet und im Juni 1934 durch die Große Danziger Strafkammer wegen der »Herausgabe illegaler Zeitschriften bzw. Zeitungen« zu dreieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Im November 1937 entlassen, danach Tischler bei der AEG in Danzig. Raschke, der auch nach Kriegsbeginn illegal für die KPD tätig war, wurde am 22.August 1944 erneut festgenommen und in das KZ Stutthof bei Danzig gebracht. Im August 1945 kam er mit einem »Antifa-Umsiedler-Transport« nach Dammgarten im Kreis Stralsund, arbeitete bis 1947 als Personalreferent beim KPD- bzw. beim SED-Landesvorstand Mecklenburg. Von 1947 bis 1949 war er Kreisrat für Inneres im Kreis Rügen und leitete ab August 1949 die Strafanstalt Dreibergen. Felix Raschke starb am 5. Juli 1957.

Wer war wer in der DDR

Rataizick, Siegfried

* 29.5.1931

Geb. in Halle, Pflegevater Lokführer; Volksschule; 1945 Ausbildung zum Klempner, dann Geselle; 1950 Kraftfahrer; 1951 SED; Einstellung beim MfS, Wachmann in der Verw. Sachsen-Anh.; 1950 Versetzung zum MfS Berlin, Abt. XIV (U-Haft/Strafvollzug); 1957/58 SED-BPS Bad Blankenburg; 1962 stellv. Abt.-Ltr., 1963 Abt.-Ltr. der Abt. XIV; 1964 – 68 Fernstudium Kriminalistik an der HU Berlin, Dipl.-Kriminologe; 1975 Oberst; 1984 Prom. zum Dr. jur. an der JHS Potsdam-Eiche; 1990 Entlassung.Grimmer, R. u. a.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rattai, Karl

* 1.6.1901 – ✝ 30.10.1953

Geboren am 1. Juni 1901 in Bochum, Sohn eines Bergmanns; Erd- und Holzarbeiter. 1919 Mitglied der SPD, ab 1920 der KPD. Einem Verfahren wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« entzog er sich durch Flucht, später amnestiert. Er wurde Expedient beim »Ruhr-Echo«, arbeitete vor allem für den AM-Apparat der BL Ruhrgebiet. Von September 1930 bis April 1931 Kursant an der M-Schule der Komintern in Bakowka bei Moskau (Deckname Felix Burg). Nach Rückkehr offiziell wieder beim »Ruhr-Echo« angestellt, übernahm er die Leitung der AM-Arbeit der BL Ruhrgebiet. Von November 1932 bis April 1933 erneut Kursant an der M-Schule. Mitte Juni 1933 über Prag Rückkehr zur illegalen Arbeit nach Deutschland, Einsatz in Hamburg (Leiter des AM-Apparates). Am 14. September 1933 in Hamburg festgenommen und am 21.Februar 1935 vom VGH zu viereinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Bis November 1939 in Haft, zuletzt im KZ Sachsenhausen. Ab 1940 Lagerist und Monteur bei einer Essener Großhandelsfirma. Karl Rattai starb am 30.Oktober 1953 in Essen-Rüttenscheid. Wilhelm Mensing ging 2004 im Jahrbuch für Historische Kommunismusforschung (»Vertrauensleute kommunistischer Herkunft bei der Gestapo und NS-Nachrichtendiensten«) im Zusammenhang mit dessen Frau Margarethe, geborene Finkenstein (* 1904 – † 1942), auch auf Karl Rattai ein. Rattais jüngerer Bruder Willi (* 1913 – † 1996) war 1928 Mitglied des KJVD und der KPD, bis März 1933 Jugendsekretär der RGO und Orgleiter des KJVD im Ruhrgebiet. Im August 1933 Festnahme, 1934 vom OLG Hamm zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt, von September bis Dezember 1939 im KZ Sachsenhausen, später zur Wehrmacht eingezogen. 1945 KPD-Mitglied, ab 1968 Mitglied der DKP. Anna Hennig veröffentlichte 2002 einen biographischen Artikel über Willi Rattai.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Rau, Heinrich

* 2.4.1899 – ✝ 23.3.1961

Geboren am 2. April 1899 in Feuerbach bei Stuttgart, Sohn eines Fuhrwerkbesitzers und Landwirts; Arbeiter (Stanzer und Metallpresser bei Bosch). 1913 Mitglied der Arbeiterjugend, 1916 Anschluß an die Spartakusgruppe, 1917 kam er zur USPD. 1917/18 Soldat an der Westfront. Seit Gründung der KPD 1919 in Stuttgart Mitglied und Funktionär der Partei, zeitweise Vorsitzender der Stuttgarter Ortsgruppe. Im November 1920 kam Rau als hauptamtlicher Mitarbeiter der KPD in die Zentrale nach Berlin, zunächst Sekretär der Abteilung Land, Mitherausgeber verschiedener KPD-Zeitungen für die Bauernschaft (»Land- und Forstarbeiter«, »Der Pflug«). Er blieb als einer der wenigen Apparat-Funktionäre bis 1932 ununterbrochen Sekretär bzw. Leiter dieser Abteilung des ZK und war außerdem in zahlreichen internationalen Organisationen (vom 1923 bis 1933 Mitglied des internationalen Komitees der Land- und Forstarbeiter). Rau wurde 1928 in den Preußischen Landtag gewählt, dem er bis 1933 angehörte. Er war der typische Spezialist im ZK-Apparat, der sich aus allen internen Auseinandersetzungen heraushielt und versuchte, nur in seinem Ressort zu arbeiten. Rau heiratete 1923 Helene Heß, geschiedene Hoernle (*14. 11. 1886 – † 24. 10. 1956), von der er sich aber später wieder trennte. Von Januar bis Mai 1933 illegal ZK-Instrukteur für Süddeutschland, wurde am 23.Mai 1933 verhaftet, am 11.Dezember 1934 vom VGH zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt, die er in Luckau verbüßte. Im August 1935 emigrierte er in die Tschechoslowakei, drei Monate später in die Sowjetunion und arbeitete bis Februar 1937 als stellvertretender Leiter des internationalen Agrarinstituts in Moskau. Von März 1937 bis Mai 1938 kämpfte Heinrich Rau in den Internationalen Brigaden, war Politkommissar, Stabschef und Kommandeur der XI. Internationalen Brigade. Er kam im Mai 1938 verwundet nach Frankreich, leitete vom Herbst 1938 bis zum Kriegsausbruch das Hilfskomitee der deutschen und österreichischen Spanienkämpfer und gehörte zur KPD-Landesleitung in Paris. Dann in Vernet interniert, wurde ihm im März 1941 die sowjetische Staatsbürgerschaft verliehen, doch die Regierung Petain-Laval verhinderte seine Ausreise und lieferte ihn im Juni 1942 an Deutschland aus. Rau kam zunächst in das Berliner Gestapogefängnis Prinz-Albrecht-Straße und im März 1943 ins KZ Mauthausen, aus dem er im Mai 1945 befreit wurde. Über Wien gelangte er Mitte Juli 1945 nach Berlin und wurde im August 1945 2. Vizepräsident der Provinzialverwaltung Brandenburg, ab Herbst 1946 Minister für Wirtschaft der Landesregierung Brandenburg. Im Februar 1948 übernahm er den Vorsitz der Deutschen Wirtschaftskommission der SBZ. Ab Juli 1949 Mitglied des Parteivorstands bzw. des ZK der SED und auch des Politbüros, 1949 Minister für Wirtschaftsplanung in der ersten DDR-Regierung, von 1950 bis 1961 Stellvertretender Ministerpräsident, von 1950 bis 1952 Vorsitzender der Staatlichen Plankommission. Rau gehörte als Spezialist für Wirtschaftsfragen stets zur Spitzenführung der SED, er hielt sich aus den innerparteilichen Kämpfen heraus, rieb sich im Dienst seiner »Sache« auf, führte letztlich jedoch immer den Willen der Parteileitung bzw. der UdSSR aus. Er erhielt 1954 den VVO in Gold. In der Weimarer Republik veröffentlichte Rau eine Reihe Broschüren, in denen er die kommunistische Bauernpolitik erläuterte, darunter 1925: »Zur Vierhundertjahrfeier des deutschen Bauernkrieges« und 1936: »Hitler, Hunger, Krieg«. Heinrich Rau starb am 23. März 1961 an einem Herzinfarkt.Elke Reuter / Helmut Müller-Enbergs