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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Wer war wer in der DDR

Schwarz, Heinz

* 7.5.1921 – ✝ 24.1.2016

Geb. in Zeitz; Vater Arbeiter; Volksschule; Lehre u. Arbeit als kaufm. Angest.; 1941 Wehrmacht, 1944 – 49 sowj. Kriegsgefangenschaft, Antifaschule. 1949 Rückkehr nach Dtl.; SED; 1949 – 51 Instrukteur in den Leuna-Werken u. in der SED-Landesltg. Sachsen-Anhalt; 1951/52 Sekr. der SED-KL Leuna; 1952/53 Sekr. der SED-BPO im VEB Elektrochem. Kombinat Bitterfeld; 1953 – 57 1. Sekr. der SED-KL im VEB Leuna; 1957/58 Lehrgang an der PHS der SED; 1958 – 60 Studium am Industrie-Inst. der TH…

Wer war wer in der DDR

Schwarz, Otto

* 28.4.1900 – ✝ 7.4.1983

Geb. in Weimar als zehntes Kind eines Tisch- lermstr.; Bürgerschule u. Realgymnasium Weimar, 1918 Abitur; anschl. Militärdienst; 1919 – 20 Studium der Naturwiss., insbes. Chemie u. Botanik an der Univ. Jena; 1920 – 26 Mitarbeit in der väterl. Firma als Ltr. der Kunst- u. Antiquitätenabt.; daneben Privatstudien am Herbarium Haussknecht in Weimar; Freundschaft mit  Werner Rothmaler bei den »Wandervögeln« u. in der SAJ; Soz. Studentenbund; 1926 KPD; 1926 – 27 Studium der Botanik an der Univ. Berlin…

Wer war wer in der DDR

Schweinebraden Freiherr von Wichmann-Eichhorn, Jürgen

* 15.3.1938

Geb. in Dresden; Vater 1943 durch Kriegsverletzung gest., Mutter Damenschneiderin; 1959/ 60 Ausbildung als Kfz-Schlosser; 1960 – 65 Studium der Psychol. in Dresden; 1970 – 72 Studium der Industriesoziol. in Berlin; Arbeit im Dt. Hygiene-Museum sowie in der Psychiatrie der Med. Akad. Dresden; ferner beim Staatl. Komitee für Rundfunk u. Fernsehen der DDR u. im Wiss.-techn. Zentrum für Arbeitsschutz u. – hygiene; zul. tätig als Ltr. einer Ehe-, Familien- u. Sexualberatungsstelle in Berlin-Treptow;…

Wer war wer in der DDR

Schwenk, Wolfgang

* 13.2.1933

Geb. in Staßfurt in einer Arbeiterfamilie; Maschinenschlosser; kam über Freizeitsport u. Laienartistik zum neuen Beruf; seit 1959 zuerst mit seiner Schwester, dann mit Ehe- frau Ursula S. Luftdarbietung »Geschwister Schwenk« (Zahnkraftakrobatik), eine der besten dieser Art, u. a. mit dem schwierigen »Aldonwirbel«; Auftritte in vielen Ländern Europas, Asiens, Afrikas u. in Australien; 1978 »Preis von Monaco« beim 5. Internat. Circusfestival in Monte Carlo; ab 1984 Mitgl., ab 1988 Vizepräs. des…

Wer war wer in der DDR

Schwimmer, Max

* 9.12.1895 – ✝ 12.3.1960

Geb. in Leipzig; 1910 – 16 Lehrerseminar Leipzig-Connewitz; 1920 – 23 Studium der Philos. u. Kunstgeschichte an der Univ. Leipzig; 1924 Teiln. am Sommerkurs auf Ischia bei Hans Purrmann; 1926 – 33 Lehrer an der Kunstgewerbeschule Leipzig; 1933 Entlassung aus dem Lehramt; zeitw. Ausstellungsverbot. 1945 KPD; 1946 Dir. der Leipziger Kunstgewerbeschule; 1946 – 50 Prof. an der HS für Grafik u. Buchkunst Leipzig; 1951 – 60 an der HS für bildende Künste Dresden; 1952 DAK; dort 1956 – 58 Sekr. der…

Wer war wer in der DDR

Seelig, Marion

* 3.1.1953 – ✝ 12.3.2013

Geb. in Berlin; Vater Zimmermann, Mutter Sachbearb.; 1971 Abitur; zum Studium der Journalistik nicht zugelassen, da der Vater seit 1961 in Berlin (West) lebte; 1971 – 74 Volontärin bzw. red. Mitarb. bei der »Berliner Ztg.«; anschl. bis 1975 Red. im Berliner Haus für Kulturarbeit; seitdem freiberufl. Autorin, Hörspiele für den DDR-Rundfunk (»Eisenhand, 1986, »Die Frühlingsgeige«, 1988, »Prinzessin Tausendschön u. die Südseeinsel Taka-Tuka«, 1990) u. den SFB (»Landaufenthalte, 1988, »Zwischen den…

Wer war wer in der DDR

Segal, Jakob

* 17.4.1911 – ✝ 30.9.1995

Geb. in St. Petersburg; Vater Kfm.; 1919 Übersiedl. nach Königsberg; Biologiestudium in Königsberg, Berlin u. München; Mitarb. im Roten Studentenbund u. in der KPD; 1933 Emigr. nach Frankreich u. Abschl. des Studiums in Toulouse, Licence; 1936 Übersiedl. nach Paris; durch Dtl.-Reisen (mit Ehefrau Lilli S.) in ständ. Kontakt mit dortigen antifa. Widerstandsgr.; Mitarb. am Sinnesphysiolog. Laboratorium des Collège de France; 1940 Prom. an d. Sorbonne z. Docteur des Sciences, Unterbrechung der…

Wer war wer in der DDR

Seibt, Kurt

* 13.2.1908 – ✝ 21.6.2002

Geb. in Berlin; Vater Glasschleifer, Pflegevater Arbeiter, Mutter Arbeiterin; Volksschule; drei Abendsemester Höhere Techn. Lehranstalt für Hoch- u. Tiefbau; 1922 – 26 Ausbildung zum Metalldrücker in Berlin-Oberschöneweide; 1926 – 33 Tiefbauarb., Steinsetzer; zeitweilig arbeitslos; 1922 SAJ; 1924 KJVD; DMV; 1924 – 26 Branchenjugendltr. im DMV Berlin; 1927 – 30 1. Sekr. des KJVD-UB Berlin-Kreuzberg; 1930 – 31 Landesjugendltr. der Roten Sporteinheit Brandenb. u. Mitgl. der KJVD-BL; 1932 KPD;…

Wer war wer in der DDR

Seidel, Karl

* 18.12.1930

Geb. in Nürnberg; Vater kfm. Angest., Stiefvater Arzt; 1937 – 49 Volks- u. Oberschule; 1947 SED; 1949/50 Vorstudienkrankenpfleger; 1950 – 56 Med.-Studium, Prom.; 1956 Assistent; Jan. 1961 – Aug. 1963 Oberarzt u. Ltr. der neurolog. Abt. der Neurolog.-Psychiatr. Klinik der KMU Leipzig; 1963 – 70 1. Oberarzt an der Med. Akad. Dresden; 1967 Habil.; 1968 Berufung zum Doz. für Psychiatrie u. Neurol. u. kommissar. Prorektor für Studienangelegenh. der Med. Akad. Dresden; 1971 – 78 Dir. der Nervenklinik…

Wer war wer in der DDR

Seifert, Willi

* 1.10.1915 – ✝ 30.1.1986

Geb. in Plauen (Vogtl.); Vater Bauarbeiter; 1922 – 30 Volksschule; 1928 – 32 Ausbildung zum Maurer; 1930 KPD; 1934 U-Haft in Sachsenburg, 1935 – 38 Zuchthaus Waldheim, dann bis April 1945 KZ Buchenwald. Juli – Okt. 1945 Stadtkämmerer in Plauen; danach stellv. Chef der Landesbehörde der Polizei im Land Sachsen; von der Gründung der DVdI bis 1948 einer der drei Vizepräs.; 1949 – 56 stellv. Chef der DVP, Gen.-Inspekteur; 1950 – 53 Fernstudium an der PHS, Dipl.-Ges.-Wiss.; 1957 – 83 Stellv. des…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Seipel, Richard

* 20.1.1901 – ✝ 19.12.1936

Geboren am 20. Januar 1901 in Wasserlos (jetzt Alzenau)/Krs. Aschaffenburg; wie sein Vater Fabrikarbeiter. Als Mitglied der KPD und des RFB nahm er im März 1926 an der 3.Reichskonferenz des RFB in Halle teil, war seit Juli 1926 Leiter des RFB Gau Mittelrhein und gehörte der Bundesführung sowie dem Sekretariat der KPD-BL Mittelrhein an. Nach dem RFB-Verbot im Mai 1929 leitete er unter dem Decknamen Erich Lenzner den illegalen RFB-Landesverband Südwest mit Sitz in Mannheim. Ende 1929 wurde Seipel im Impressum der »Sozialistischen Republik« geführt, wegen eines Artikels im Sommer 1930 vom Reichsgericht in Leipzig wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« zu einer 15monatigen Festungshaft verurteilt. Er übernahm Ende 1931 die Polleitung des illegalen RFB in Leipzig, war 1932 Teilnehmer des Amsterdamer Weltkongresses gegen den Krieg. Seipel wurde im April 1933 in Plauen im Vogtland verhaftet und 1934 vom OLG Dresden zu anderthalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Anfang 1936 emigrierte er in die âSR, war dort einige Zeit Leiter der KPD-Emigration in Mährisch-Ostrau. Ende 1936 in Spanien als Angehöriger der Internationalen Brigaden Mitglied des »Thälmann-Bataillons«. Am 19.Dezember 1936 ist Richard Seipel bei Boadilla del Monte gefallen.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Seiwert, Franz Wilhelm

* 9.3.1894 – ✝ 3.7.1933

(* 1894 – † 1933) Geboren am 9. März 1894 in Köln, im bäuerlichen Elternhaus katholisch erzogen. Er litt seit dem 7. Lebensjahr an einer unheilbaren Röntgenverbrennung und war schon vor dem Ersten Weltkrieg als bildender Künstler tätig, schuf Holzschnitte, Aquarelle und Plastiken, später auch Ölbilder. Während des Krieges kam er mit Revolutionären in Verbindung, schloß sich der »Antinationalen Sozialistenpartei« von Franz Pfemfert an und ging 1920 zur KAPD. Er war 1919/20 mit Ret Marut verbunden, der seit seiner Flucht nach Mexiko als B. Traven weltberühmt wurde, und beide veröffentlichten im »Ziegelbrenner« gemeinsame Arbeiten. Vor allem in der »Aktion« erschienen Seiwerts Grafiken, aber auch Artikel, zwischen 1919 und 1923 schrieb er wichtige revolutionstheoretische Aufsätze. Mit Otto Rühle, Franz Pfemfert und James Broh schloß er sich der AAU-Einheitsorganisation (AAU [E]) an, in der er als radikaler Gegner der Weimarer Republik führend aktiv blieb. Seine sporadische Mitarbeit in der IAH 1923 sowie 1925/26 einige Artikel im Kölner KPD-Organ »Sozialistische Republik« (darunter einer seiner typischen Holzschnitte als Aufmacher der Zeitung zum 1. Mai 1925) bedeuteten keine Abwendung vom Linksradikalismus, sondern waren ein Versuch, politisch Einfluß zu nehmen. Seiwert gehörte zu den frühen linksradikalen Kritikern des Bolschewismus, wobei er sich als Kommunist verstand. Als ein sehr bekannter Künstler blieb er der »Aktion« und Pfemfert mit Beiträgen treu. Das Blatt druckte von ihm (neben Conrad Felixmüller, Rüdiger Berlit, Heinrich Hoerle oder Karl Holtz) auch Titel-Holzschnitte, z. B. im November 1922 »Klassenkampf« oder im Juni 1924 »Ein deutsches Stilleben« (mit einem Hakenkreuz-Stahlhelm). 1926 erschien von ihm ein »Rundbrief« an die »Genossen der AAU (E)«. Ab Oktober 1929 gab er in Köln mit Hoerle als »Organ der Gruppe progressiver Künstler« die Zeitschrift »a bis z« heraus. Unter seiner alleinigen Redaktion brachte die letzte Nummer vom Februar 1933 seinen prophetischen Holzschnitt »8000 Gefangene«. Franz W. Seiwert blieben Verfolgungen in der Nazi-Diktatur erspart, da er schwerkrank bereits am 3. Juli 1933 starb. In »Geschichte im Westen« schrieb Riccardo Bavaj 2007 den Artikel »Der Künstler Franz W. Seiwert und sein Kampf gegen den Weimarer Staat«.

Wer war wer in der DDR

Schwarz, Jaecki

* 26.2.1946

Geb. in Berlin-Köpenick; spielte bereits in der Schulzeit im Schultheater u. Jugendklub des Dt. Theaters; Abitur; Ausbildung zum Fotochemiefacharb.; 1965 – 69 Studium an der HFF; von  Konrad Wolf für den Film entdeckt, spielte 1967 die Hauptrolle in dessen Antikriegsfilm »Ich war neunzehn«, wurde populär in Filmrollen wie der des liebenswerten Spinners Herb in der Fernfahrergeschichte »Weite Straßen – stille Liebe« (1969); insg. ca. 120 Film- u. Serienrollen bei DEFA u. DFF, u. a. 1974 neben …

Wer war wer in der DDR

Schwarz, Reinhold

* 9.12.1888 – ✝ 29.2.1952

Geb. in Danzig (Gdańsk, Polen); Vater Beamter; 1909 Abitur; 1909 – 12 Studium der Staatswiss. u. Philol. an den Univ. Jena, München u. Königsberg; 1912 Referendarexamen u. Prom. zum Dr. phil.; anschl. im Schuldienst, Studienrat; 1927 – 45 Syndikus in Berliner Unternehmen; Jan. – Mai 1945 Inhaftierung wegen »Heimtücke u. Verächtlichmachung der Reg. sowie Wehrkraftzersetzung«. 1945 LDPD; 1945 – 48 Dezernent in der Krs.-Verw. Berlin-Charlottenburg; April 1948 kommissar., ab Juni stellv. Landesvors.…

Wer war wer in der DDR

Schweitzer, Bernhard

* 3.10.1892 – ✝ 16.7.1966

Geb. in Wesel (Rheinland); Vater Offizier; 1902 – 11 Gymnasium in Karlsruhe, Abitur; 1911 – 17 Studium der klass. Archäol. u. Philol., Philos., Gesch. u. Kunstgesch. in Berlin u. Heidelberg, dort 1917 Prom., 1919 – 25 Ass. am Archäolog. Inst., 1921 Habil.; 1925 Prof. für Archäol. in Königsberg; 1932 Prof. für Archäol. in Leipzig u. Dir. des archäolog. Inst.; 1938 – 44 Haupthrsg. der Ztschr. »Die Antike«; 1944 korr. Mitgl. der Preuß. AdW; Mitgl. der Sächs. AdW. 1945 / 46 erster Rektor der Univ.…

Wer war wer in der DDR

Schwertner, Edwin

* 11.2.1932 – ✝ 23.3.2016

Geb. in Reichenberg (ČSR / Liberec, Tschechien); Vater Weber; Volks- u. Oberschule, Abitur; 1946 FDJ; 1949 SED; 1950 – 53 Studium der Wirtschafswiss. an der HU Berlin, Dipl.-Wirtsch.; 1953 – 58 wiss. Assistent u. Aspirant an der HU Berlin; 1959 Prom. zum Dr. rer. oec.; 1958 – 60 Sekr. der SED-PO an der Veterinärmed. Fak. der HU Berlin; 1960 – 69 pol. Mitarb., 1969 Sektorenltr., 1976 stellv. Ltr. der Abt. Wiss. des ZK der SED; 1986 – 89 Ltr. des Büros des PB des ZK der SED im Range eines…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Schwindt, Walter

* 20.3.1902 – ✝ 23.4.1969

Geboren am 20. März 1902 in Tilsit, Sohn einer Arbeiterfamilie; lernte Tapezierer. Er trat 1922 in die KPD ein, wurde Mitglied der BL Ostpreußen und Stadtverordneter in Tilsit, 1927 wegen »kommunistischer Propaganda im Memelland« zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Haftentlassung übersiedelte er 1930 nach Königsberg, war dort zunächst Instrukteur, später zeitweise auch Orgleiter der BL Ostpreußen. Schwindt kam im März 1932 als Nachrücker in den Reichstag und wurde im Juli 1932 im Wahlkreis Ostpreußen als Abgeordneter in das Parlament gewählt, aber im November 1932 nicht mehr aufgestellt. Ab Februar 1933 illegal für die KPD in Königsberg tätig, im Januar 1934 wurde Schwindt verhaftet, vom OLG angeklagt, jedoch im September 1934 freigesprochen. Er arbeitete als Tapezierer. 1945 trat Schwindt der KPD bei und war Hauptabteilungsleiter im Konsumverband Brandenburg, später Grundstücksverwalter. Während der Parteiüberprüfungen wurde er am 7. Dezember 1951 wegen »passiven Verhaltens in der NS-Zeit« aus der SED ausgeschlossen. 1957 beantragte er die Wiederaufnahme in die SED, die 1961 erfolgte. Er wurde Personalchef im Staatlichen Getränkekontor. Walter Schwindt starb am 23. April 1969 in Ost-Berlin.

Wer war wer in der DDR

Seeliger, Rudolf

* 12.11.1886 – ✝ 20.1.1965

Geb. in München; Vater Astronom; Gymnasium, Abitur; 1905 – 09 Physik- u. Mathematikstudium in Tübingen, Heidelberg u. München; hier 1909 Prom.; 1909 – 11 Assistent an der Univ. Würzburg; 1911 – 18 Mitarb. an der Physikal.-Techn. Reichsanstalt Berlin; Soldat im 1. Weltkrieg; 1915 Habil. an der Univ. Berlin; 1918 a. o. Prof. für theoret. Physik an der Univ. Greifswald; 1921 ord. Prof.; 1940 Dir. des Physikal. Inst. 1946 – 48 Rektor der EMAU Greifswald (Nachf. von  Ernst Lohmeyer); CDU; 1949 –58…

Wer war wer in der DDR

Segert, Dieter

* 20.4.1952

Geb. in Salzwedel; Mutter Bibliotheksangest., Vater Verwaltungs- u. Bankangest.; 1970 Abitur u. Facharbeiterabschluß als Funkmechaniker; 1970 – 74 Studium der Philos., 1974 / 75 Forschungsstud. an der HU Berlin; 1970 SED; 1975 – 78 Aspirantur u. Prom. an der Lomonossow-Univ. Moskau; ab 1978 wiss. Mitarb. an der Sektion marx.-leninist. Philos. der HU Berlin, 1983 / 84 Gastforschungsaufenthalt in Moskau, 1984 Habil. mit einer Arbeit über Widersprüche im polit. System des Sozialismus, 1985 Doz.,…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Seidel, Ernst (Friedrich)

* 9.3.1885 – ✝ 6.6.1945

(* 1885 – † 1945) Geboren am 9. März 1885 in Ebersdorf bei Chemnitz/Amtsbezirk Flöha, Sohn eines Zimmermanns; lernte Steindrucker und zog nach der Wanderschaft 1907 nach Barmen-Elberfeld. Mitglied der SPD, aktiv in der Barmer Partei und der sozialdemokratischen Jugendarbeit. Im Weltkrieg Soldat, durch einen Kopfschuß schwer verletzt, kam er nach längeren Lazarettaufenthalt 1916 zurück nach Barmen-Elberfeld. Dort im Sommer 1917 wegen aktiver Antikriegsarbeit inhaftiert und zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Während der Novemberrevolution im Arbeiter- und Soldatenrat in Barmen-Elberfeld und später auch in Düsseldorf, Delegierter beim 1. Reichsrätekongreß in Berlin. Gemeinsam mit Rosi Wolfstein und Gustav Triebel nahm Seidel als Vertreter Düsseldorfs am Gründungsparteitag der KPD Ende 1918 in Berlin teil, war KPD-Vertreter im Düsseldorfer Aktionsausschuß. Am 9.März 1919 durch britische Besatzungstruppen verhaftet und wegen »kommunistischer Propaganda« zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Entlassung Ende 1921 kehrte er nach Barmen zurück, heiratete dort Anfang 1922 Käthe Martin (* 24. 10. 1894 – † 8. 9. 1971). Ab September 1922 besoldeter Bundessekretär des Arbeiter-Abstinenten-Bundes in Berlin, anschließend in der Betriebsräteabteilung der Zentrale der KPD. Später Instrukteur und Referent, u. a. in Pommern eingesetzt. Ab Januar 1924 wieder in der KPD-Ortsgruppe Barmen aktiv. Seidel wurde am 1. März 1933 verhaftet, kam bis August 1934 ins KZ. Wegen Sammlungen für hilfsbedürftige Häftlinge, für Anwaltskosten usw. im Juli 1936 erneut festgenommen und mit seiner Frau wegen politischer Arbeit im »Wuppertal-Komitee« am 6.März 1937 zu sechs Jahren bzw. Käthe Seidel zu zwei Jahren und drei Monaten Zuchthaus verurteilt. Er saß von März 1937 bis Juli 1942 im Zuchthaus Münster, dann nach Dachau überführt, blieb er bis April 1945 in Haft. Ernst Seidel starb am 6. Juni 1945 in einem Krankenhaus in München an den Haftleiden.

Wer war wer in der DDR

Seidel, Wilfried

* 21.8.1939

Geb. in Bannewitz (Krs. Freital, Sachsen); Vater Rangiermeister; Grund- u. Oberschule; 1955 – 57 Lehre u. Arbeit als Maschinen- u. Reparaturschlosser; 1957 – 59 NVA; 1959 / 60 Reparaturschlosser; 1960 SED; 1960 – 63 Stud. an der Ingenieurschule in Meißen, Ing. für Kraft- u. Arbeitsmaschinen; 1963 / 64 Hauptmechaniker, 1965 Techn. Ltr; 1965 / 66 Lehrgang an der SED-BPS; 1966 – 70 Techn. Ltr.; 1970 – 76 1. Stellv. des Vors. des Rats des Krs. Zossen; Fernstud. an der TU Dresden,…

Wer war wer in der DDR

Seiffert, Wolfgang

* 18.6.1926 – ✝ 15.1.2009

Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater Steuerrevisor; kath. Gymnasium, mittlere Reife; Ausbildung an einer Lehrerbildungsanstalt; 1944 freiw. zur Kriegsmarine, 1945 Ostfronteinsatz; sowj. Gefangenschaft, 1947/48 Antifa-Schule Nr. 2041 bei Gorki. Dez. 1949 Entlassung in die Bundesrep. Dtl.; 1950 – 53 FDJ; 1950 – 63 KPD; 1963 – 77 SED; 1950 Abt.-Ltr. im Landesvorst. der FDJ Niedersachsen, Mitorg. des Dtl.-Treffens der FDJ zu Pfingsten 1950 in Berlin; 1951/52 Sekr. für Agit.-Prop. des Zentralbüros…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Seipold, Oskar

* 28.11.1889 – ✝ 29.12.1966

Geboren am 28. November 1889 in Lodz, Sohn eines Arbeiters, der von Thüringen nach Rußland ausgewandert war; lernte Töpfer. 1907 kam er nach Deutschland, war in mechanischen Webereien beschäftigt und wurde 1909 Mitglied der SPD. 1911 Rückkehr nach Rußland, um als russischer Staatsbürger seinen Militärdienst abzuleisten. Er geriet im Weltkrieg in deutsche Gefangenschaft, blieb danach in Deutschland und erhielt 1919 die deutsche Staatsbürgerschaft. Im gleichen Jahr Mitglied der USPD, ging mit deren Mehrheit 1920 zur KPD. Als Töpfer auf dem Gut Darkehmen in Ostpreußen beschäftigt, kam als aktiver Kommunist auf eine »Schwarze Liste« und fand in Deutschland keine Arbeitsstelle mehr, wurde wegen »Aufreizung zum Hochverrat« und anderen politischen Delikten bestraft. Von September 1921 bis Januar 1922 war Seipold Verlagsleiter des »Echos des Ostens«, ab März 1923 Leiter des UB Darkehmen, im Herbst 1923 aktiv an den Aufstandsvorbereitungen der KPD in Ostpreußen beteiligt. Nachdem die Linken die Parteiführung übernommen hatten, wurde Seipold als ihr Anhänger im April 1924 Chefredakteur der Zeitung »Echo des Ostens«. Im Juli 1924 verhaftet und vom Staatsgerichtshof wegen seiner Aktivität im Jahre 1923 zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Entlassung von Herbst 1927 bis Februar 1929 Gauführer des RFB in Ostpreußen. Seipold kandidierte 1928 auf der KPD-Liste zum Preußischen Landtag und rückte nach dem Tod Ernst Meyers (2. Februar 1930) in den Landtag nach. Da er inzwischen zur linken Opposition gehörte, forderte das ZK, er solle auf sein Mandat verzichten, was er verweigerte. Deshalb wurde er am 22.Februar 1930 aus der KPD ausgeschlossen, war danach aktiver Funktionär der Bolschewiki-Leninisten-Opposition, der deutschen Trotzkisten, die er bis 1932 im Preußischen Landtag vertrat. In seinem Lebenslauf schrieb Seipold: »Am 2. März 1933 besuchte ich Freunde in Insterburg (Ostpr.) und wurde dort auf der Straße durch zwei Beamte in Zivil verhaftet und nach einem Verhör sofort in eine Gefängniszelle gebracht. Dort saß ich vom 2. März bis 6. Mai, kam dann in das große Gefängnis Rhein (Ostpr.) und blieb dort bis über Mitte Juli.« Bis zum 23.Dezember 1933 saß er im Zuchthaus Brandenburg/Havel. »Eine Anklageschrift bekam ich nie, auch fand keine Gerichtsverhandlung statt ... Nach meiner Entlassung wohnte ich in Königsberg.« Hier verbreitete er Flugschriften gegen das Hitler-Regime, floh noch 1934 nach Prag. Weil die KPD 1934/35 dort eine Verleumdungskampagne gegen Seipold startete (als Trotzkist wurde er den Faschisten gleichgesetzt), übersiedelte er am 19. Januar 1935 nach ¸ód´z: »Dort änderte ich meinen Namen von Seipold auf Sepold. Mit Hilfe von ?Machern? konnte ich legal angemeldet werden und lebte in ¸ód´z bis Oktober 1945, floh von dort nach Sachsen (Russ. Zone) und am 3.März 1949 weiter in die Bundesrepublik.« Im Rheinland hatte er noch Verbindung zu linken Gruppen, politisch betätigte er sich aber nicht mehr. Oskar Seipold starb am 29. Dezember 1966 in Haan/Rheinland.

Wer war wer in der DDR

Selbmann, Erich

* 2.9.1926 – ✝ 29.4.2006

Geb. in Lauterbach (Hessen); Vater  Fritz S.; wg. des frühen Todes der Mutter u. KZ-Haft des Vaters aufgew. bei Freunden in Oberschlesien; Volksschule in Hindenburg/OS, 1941-44 Lehrerbildungsanstalt in Neisse/OS; antifasch. Arbeit in einer dt.-poln. Widerstandsgruppe; 1944/45 Wehrmacht; sowj., später poln. Kriegsgefangenschaft. 1946 Rückkehr nach Dtl.; KPD/SED; Sonderreifeprüfung an der Univ. Leipzig (Vorstudienanstalt); 1946 – 48 hier Studium der Publizistik; 1948 – 52 Red., Reporter,…

Wer war wer in der DDR

Schwarz, Joachim Chaim

* 7.11.1909 – ✝ 18.4.1992

Geb. in Berlin als Sohn poln.-jüd. Einwanderer; Gymnasium, 1929 Abitur; 1929 – 31 Studium der Lit. u. Geschichte an der Univ. Berlin; ab 1929 Veröff. in der »Voss. Ztg.« u. dem »Berliner Tageblatt«; 1933/34 Ausbildung zum Gärtnergehilfen; 1934 nach Palästina emigriert; 1934/35 Landarb. im Kibbuz; 1936 – 49 Hilfsarb.; 1940 Freiw. der brit. Luftwaffe; 1934 – 50 Romanautor, Veröff. in jüd. Ztgn. in Berlin u. Jerusalem; Freundschaft mit  Louis Fürnberg. 1950 Rückkehr nach Berlin (Ost); 1950 – 55…

Wer war wer in der DDR

Schwarzer, Friedrich

* 5.9.1892 – ✝ 2.4.1959

Geb. in Pölschow (b. Rostock); Vater Eisenbahnbeamter; Volksschule; Ausbildung zum Versicherungskaufm. bei der »Mecklenburg. Hagel- u. Feuerversicherungsgesell.; 1913 nach Eintritt in die Gewerkschaft u. Mitgliedschaft im Betriebsrat entlassen; 1914 – 16 Militärdienst, ab 1916 felddienstuntauglich; 1919 SPD; 1919 – 21 Angest. bei der DR; 1921 – 33 städt. Angest. in Neubrandenb., u. a. Hauptdezernent im Wohlfahrts- u. Steueramt, 1929 – 33 besoldeter Stadtrat; 1927 – 32 MdL u. Sekr. der…

Wer war wer in der DDR

Schweizer, Peter

* 3.1.1921 – ✝ 22.1.2009

Geb. in Erfurt; Vater Architekt; 1939 – 45 Wehrmacht; 1945 – 47 Ausbildung zum Maurer, Fachstudium zum Maurermeister an der Handwerksschule in Weimar; 1948 / 49 techn. Angest. bei Egon Hartmann im Thüring. Hochbauamt in Weimar; 1949 – 51 Studiotheater in Weimar; 1949 / 50 Wiederherstellung Schloß Ettersburg in Weimar; 1950 SED; 1951 Zentr. Verw.-Schule Thür.; 1951 / 52 Heim für schwer erziehbare Kinder Weimar; 1951 1. Preis beim Bauwettbewerb Stalinallee im Kollektiv von Egon Hartmann; 1952 DBA;…

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Schwierzina, Tino-Antoni

* 30.5.1927 – ✝ 29.12.2003

Geb. in Königshütte (Oberschles. / Chorzóro, Polen); Vater Arzt; ab 1933 Schulbesuch in Magdeburg; 1943 Luftwaffenhelfer, RAD, 1944 Wehrmacht; 1945 – 48 amerik. Kriegsgefangenschaft. 1948 Abitur; 1948 – 52 Jurastudium an der HU Berlin, Wirtschaftsjur.; 1948 – 90 Mitgl. der IG Nahrung u. Genuß; 1950 – 52 FDJ; 1950/51 Arbeit für das Dt. Komitee der Kämpfer für den Frieden bzw. Dt. Friedenskomitee; 1952 – 68 Justitiar in versch. staatl. Kontoren des Fisch- u. des Getränkehandels im VEB Bärensiegel…

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Schwotzer, Kurt

* 31.3.1897 – ✝ 25.6.1980

Geb. in Hartmannsdorf (Bez. Zwickau, Sachsen); Vater Maurer u. Weber, Mutter Textilarb.; 1903 – 11 Volksschule in Hartmannsdorf; 1911 – 14 Ausbildung zum Huf- u. Wagenschmied sowie Besuch der Fortbildungsschule; 1914/15 in Hartmannsdorf u. Berlin im Beruf tätig; 1915 – 18 freiw. Militärdienst; 1919 Schmied in Uelzen (Niedersachsen); 1920 KPD Hamburg; Mitbegr. der KPD Uelzen; dort 1920 – 24 Kassierer; 1924 – 29 Pol.-Ltr.; 1920 – 28 Gelegenheitsarb. u. erwerbslos; 1926 – 28 Pol.-Ltr. im RFB; 1925…

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Seemann, Horst

* 11.4.1937 – ✝ 6.1.2000

Geb. in Pyhanken (Landkreis Teplitz-Schönau, ČSR / Běhánky, Tschechien); Vater Musiker u. Verwaltungsangest.; 1956 Abitur; 1958 – 62 Studium der Regie an der Dt. HS für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg; Regieassistenz bei Sergej Gerassimow u.  Günter Reisch; Dipl. mit dem »Stacheltier«-Kurzspielfilm »Der Fluch der bösen Tat« (1962); drei weitere »Stacheltier«-Prod., dann Regisseur im DEFA-Studio für Spielfilme, bei seinen Filmen oft auch Drehbuchautor; erster großer Spielfilm: »Hochzeitsnacht im…

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Seghers, Anna

* 19.11.1900 – ✝ 01.06.1983

Geb. in Mainz in einer jüd. Familie; Vater Antiquitäten- u. Kunsthändler; 1915 – 19 Gymnasium in Mainz, 1919 Abitur; danach Studium der Philol., Geschichte, ostasiat. Kunstgeschichte u. Sinol. in Heidelberg u. Köln; 1924 in Köln Prom. zum Dr. phil. über »Jude u. Judentum im Werke Rembrandts«; 1925 durch Heirat mit László Radványi ( Johann-Lorenz Schmidt-Radványi) ungar. Staatsbürgerschaft; 1925 Übersiedl. nach Berlin; Austritt aus der israelit. Religionsgem.; Besuch der MASCH in Berlin; 1928…

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Seidel, Bernd

* 23.3.1949

Geb. in Burgstädt (Krs. Rochlitz, Sachsen); Vater Rundfunkmechaniker, Mutter Kontoristin; Grund- u. Oberschule; 1963 FDJ; Berufsausbildung als Dreher mit Abitur im VEB »Germania« Karl-Marx-Stadt; 1967 – 74 Studium an der KMU Leipzig, Dipl.-Physiker; 1974 / 75 wiss. Ass. u. Prom. zum Dr. rer. nat.; 1976 SED; 1976 / 77 wiss. Mitarb., 1977 / 78 HA-Ltr. im VEB Maschinenbauhandel Leipzig; 1979 – 83 1. Stellv. bzw. Bürgermeister des Stadtbez. Leipzig-Mitte; 1981 / 82 Stud. an der AfG beim ZK der KPdSU…

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Seifert, Ilja

* 6.5.1951

Geb. in Berlin; 1958 – 70 Schulbesuch in Sebnitz, Cottbus u. Birkenwerder (b. Berlin), dort Abitur an der Sonderschule für Körperbehinderte; seit dem 17. Lebensjahr durch einen Badeunfall querschnittsgelähmt (Rollstuhlfahrer); 1965 FDJ; 1971 – 75 Studium an der HU Berlin, Dipl.-Germanist; 1975 SED; 1976 – 81 wiss. Mitarb. am ZI für Lit.-Geschichte der AdW; dort Prom. zum Dr. phil. mit einer Diss. über pol.-liter. Ztschr. der Weimarer Rep.; 1981 – 90 wiss. Mitarb. am Berliner Haus für…

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Seigewasser, Hans

* 12.8.1905 – ✝ 18.10.1979

Geb. in Berlin-Oberschöneweide; Vater Graveur, Stiefvater Krankenkassenangest., Mutter Verkäuferin; 1911 – 21 Volks- u. Mittelschule in Berlin-Charlottenburg bzw. Fontane-Realschule in Berlin, Abbruch; 1919 Soz. Proletarierjugend (SPJ, später SAJ), Gruppenvors., Werbebez.-Ltr.; 1921 – 23 Ausbildung zum Bankangest. in einer Berliner Privatbank; bis 1924 im Beruf tätig; 1921 USPD; Allg. Verb. der Bankangest., später ZdA; Okt. 1922 SPD; Organisierung soz. Jugendhundertschaften, Vors. des Proletar.…

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Seite, Bernd

* 22.4.1940

Geb. in Hahnswalde (Krs. Trebnitz, Niederschles. / Kokotów, Polen), Vater Landwirt; 1946 – 54 Grundschule in Ihleburg (b. Burg); 1954 – 58 Landesschule Pforte (b. Bad Kösen), Abitur; 1958 – 63 Studium der Veterinärmed. an der HU Berlin, Prom., Fachtierarzt für Schweineprod.; 1964 – Juni 1990 prakt. Tierarzt in Walow (Krs. Röbel); 1989 Sprecher des Neuen Forums Röbel; Febr. 1990 CDU; Juni 1990 – Dez. 1991 Landrat im Krs. Röbel (Müritz). Okt. 1991 – März 1992 Generalsekr. der CDU…

Wer war wer in der DDR

Selbmann, Fritz

* 29.9.1899 – ✝ 26.1.1975

Geb. in Lauterbach (Hessen); Vater Kupferschmied; 1905 – 13 Volksschule; 1915 – 17 Bergmann in Werne (b. Bochum); 1917 – 20 Militärdienst; Nov. 1918 Mitgl. eines Arbeiter- u. Soldatenrats; 1920 – 24 versch. Tätigkeiten, u. a. Bergmann in Hindenburg (Schles.); 1920 USPD; 1922 KPD; 1922/23 gegen die frz. Ruhrbesetzung aktiv, 1923 frz. »Schutzhaft«; 1924 Org.-Ltr. der KPD Bottrop; 1925 – 28 RFB-Gauführer Ruhrgeb. u. Mitgl. der Bundesführung des RFB sowie der KPD-BL Ruhrgeb.; 1928/29 Kursant der…

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Schwarz, Josef

* 2.7.1932

Geb. in Prag; Stiefvater Heizer, Mutter Blumenbinderin; Mittelschule; 1946 – 49 Landw.-Lehre; 1949 – 52 Schüler an der FS für Landw., Landwirt; 1950 SED; 1952 – 55 DVA, Dipl.-Wirtsch.; 1955 Eintritt in das MfS, BV Potsdam, Abt. III (Sicherung der Volkswirtschaft); 1962 – 68 Fernstudium an der JHS Potsdam-Eiche, Dipl.-Jur.; 1968 stellv. Operativ des Ltr. der BV Schwerin des Mfs; 1972 Prom. zum Dr. jur. an der JHS, Thema: Arbeit mit Führungs-IM; 1982 Ltr. der BV Erfurt des MfS (Nachf. von  Martin…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Schwebinghaus, Eugen

* 4.1.1906 – ✝ 24.8.1944

(* 1906 – † 1944) Geboren am 4. Januar 1906 in Wuppertal; lernte Bau- und Möbeltischler, 1922 Mitglied der KJD, 1924 der KPD. Ab 1931 arbeitete er hauptamtlich als Leiter der dem BPRS angeschlossenen »Interessengemeinschaft für Arbeiterkultur« (IfA) im Bezirk Niederrhein. Nach 1933 im Widerstand, zunächst in Düsseldorf, dann Mitarbeiter der illegalen Landesleitung unter Robert Stamm. Schwebinghaus emigrierte nach der Verhaftung Stamms zunächst nach Prag, dann in die Sowjetunion. Hier war er unter dem Decknamen Kurt Frank Kursant an der Internationalen Leninschule. Vor Abschluß des Lehrgangs ging er nach Spanien und kämpfte als Angehöriger der Internationalen Brigaden, war zunächst Leutnant, später Politkommissar. Im August 1938 nach Amsterdam geschickt, um Streitigkeiten zu schlichten. Schwebinghaus arbeitete eng mit Erich Gentsch (Alwin), dem Leiter der AL West zusammen, wurde Vertreter der KPD beim Allgemeinen Flüchtlingskomitee, ab März 1940 KPD-Emigrationsleiter. Am 23.April 1943 in Amsterdam verhaftet und vom VGH zum Tode verurteilt, wurde Eugen Schwebinghaus am 24. August 1944 im Gefängnis Bruchsal hingerichtet.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Schwenk, Paul

* 8.8.1880 – ✝ 22.8.1960

Geboren am 8. August 1880 in Meißen, Sohn eines Arbeiters; lernte Schlosser und übersiedelte nach Dresden. 1905 Mitglied der SPD, zog 1907 nach Berlin, da er in Dresden auf der »Schwarzen Liste« stand. 1908 Vorsitzender des SPD-Wahlvereins Berlin-Friedrichsfelde, 1912 hauptamtlicher Funktionär, Lokalberichterstatter des »Vorwärts«. Als Kriegsgegner schloß er sich der Spartakusgruppe an und gab im Weltkrieg deren Informationsmaterial heraus. 1917 Mitglied der USPD, in der er auch nach Gründung der KPD verblieb, 1919 Redakteur am USPD-Organ »Freiheit«, 1920 Sekretär der USPD-Fraktion im Preußischen Landtag. Im Dezember 1920 ging Schwenk mit der linken USPD zur KPD und wurde Sekretär der KPD-Fraktion (ohne selbst Mitglied des Landtags zu sein). Im Mai 1924 in den Preußischen Landtag nachgerückt, im Dezember 1924 wurde er als Abgeordneter gewählt und blieb dies ununterbrochen bis 1933, zeitweilig auch Vorsitzender der Fraktion. Schwenk war Mitglied der Berlin-Brandenburger BL, saß ab 1920 in der Berliner Stadtverordnetenversammlung. Seit 1928 auch Mitarbeiter des ZK der KPD (Kommunalabteilung), er galt als Spezialist für Kommunalarbeit und war als KPD-Vertreter in städtischen Aufsichtsräten. Im April 1933 emigrierte er zusammen mit seiner Frau, Martha Arendsee, zunächst nach Paris, war dort für die RHD und die IAH tätig und kam im Mai 1934 in die Sowjetunion. Hier arbeitete er unter dem Parteinamen Paul Scherber im Marx-Engels-Institut und im Apparat der Komintern. Während der Moskauer Säuberung im März 1937 verhaftet, legte Schwenk ein »Geständnis« ab und bezichtigte sich, ein »Spion« zu sein. Fast drei Jahre lang in den Kerkern der NKWD festgehalten, kam er nach langen Bemühungen seiner Frau und seiner Freunde am 13. Januar 1941 frei. Anschließend im Verlag für fremdsprachige Literatur, beim Deutschen Volkssender und bei Radio Moskau beschäftigt. Am 28. Mai 1945 nach Berlin zurückgekehrt, wurde Schwenk im Nachkriegsmagistrat unter OB Arthur Werner dritter stellvertretender Oberbürgermeister und Leiter der Abteilung Planung. Ab März 1947 Pressereferent in der Deutschen Verwaltung für Brennstoffindustrie, bis 1952 in verschiedenen Verwaltungen tätig. Als Parteiveteran erhielt er 1955 dem Karl-Marx-Orden, im gleichen Jahr Ehrenbürger von Ost-Berlin. Paul Schwenk starb am 22.August 1960 in Ost-Berlin.

Wer war wer in der DDR

Schwill, Ernst Georg

* 30.3.1939

Geb. in Berlin; Vater Töpferhelfer (1945 gefallen), Mutter Hausfrau, vier Geschwister; ab 1946 bei einer Tante aufgewachsen, dann im Pestalozzi-Kinderheim in Berlin-Mitte, ab 1953 im Kinderheim Königsheide in Berlin-Johannisthal, dort von Regisseur  Gerhard Klein für Hauptrolle im DEFA-Film »Alarm im Zirkus« (1954) entdeckt; 1954 – 57 Lehre als Fotograf im VEB DEFA-Kopierwerke; 1957 – 60 Studium an der HFF in Potsdam-Babelsberg; daneben Filmrollen, u. a. in »Berlin – Ecke Schönhauser« (1957,…

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Seeger, Bernhard

* 6.10.1927 – ✝ 14.3.1999

Geb. in Roßlau (Elbe); Vater Schlosser; Mittelschule; Ausbildung an der Lehrerbildungsanstalt in Köthen; 1944 NSDAP; RAD in Zerbst; 1944/45 Wehrmacht; Mai – Dez. 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft. 1945 Rückkehr; Neulehrerkurs; 1946 SED; FDJ; DSF; KB; 1946 – 52 Lehrer in märk. Dörfern, zul. in Beelitz; Volkskorrespondent der Ztg. »Märk. Volksstimme«; 1952/53 Lektor im Verlag Neues Leben; 1952 DSV; 1953 – 56 freischaff. Schriftst. in Stücken (b. Potsdam); 1954/55 Reporter in Vietnam; 1956/57…

Wer war wer in der DDR

Sefrin, Max

* 21.11.1913 – ✝ 10.8.2000

Geb. in Stambach (Pfalz); Vater Zement- arb.; Volks- u. Oberrealschule in Pirmasens; 1930 – 32 Ausbildung zum Kfm.; 1932 – 37 Ausbildung zum Flugzeugführer, anschl. in diesem Beruf tätig, auch als Einflieger, Ofw. der Luftwaffe; 1945 kurzz. sowj. Gefangenschaft. 1945 – 49 Betriebsltr. u. ehrenamtl. Stadtrat für Handel u. Versorgung in Jüterbog; 1946 CDU; 1949/50 stellv. Dir. des Kommunalen Wirtschaftsunternehmens Jüterbog; 1950/51 Krs.-Rat in Luckenwalde; 1951 – 53 HA-Ltr. in der CDU-Parteiltg.;…

Wer war wer in der DDR

Seibert, Rosemarie

* 2.7.1931

Geb. in Gotha; Vater Landmaschinenschlosser; Grund- u. Oberschule; 1946 – 51 Lehre u. Arbeit als Industriekaufm.; 1947 FDJ; 1950 – 53 Ltr. der Abt. Ferien u. Wandern bzw. Instrukteurin der FDJ-LL Thüringen, 1953 – 59 2. Sekr. bzw. 1. Sekr. der FDJ-KL Weimar-Stadt; Fernstudium Unterstufenlehrerin; 1955 SED; 1956 / 57 Stud. an der FDJ-Jugendhochschule; 1959 – 62 Ass. bzw. Lehrerin an der SED-BPS »Rosa Luxemburg« Erfurt; 1962 – 65 Stud. an der PHS der SED, Dipl.-Gesellschaftswiss.; 1965 – 68…

Wer war wer in der DDR

Seidel, Helmut

* 21.6.1929 – ✝ 27.7.2007

Geb. in Welkersdorf (Krs. Löwenberg, Schles./ Rząsiny, Polen); Vater Zimmermann; 1943 Abschl. der Grundschule; dann Verw.-Lehre; 1946 Umsiedl. nach Leipzig; ab 1947 Verw.-Angest. beim Rat der Stadt Leipzig; 1948 SED; 1951 Abitur an der ABF Leipzig; 1951 – 56 Studium der Philos. in Leipzig u. Moskau; anschl. Lehre u. Forschung am Inst. für Philos. der KMU Leipzig; 1961 Prom. mit einer Arbeit zur Geschichte der marxist. Philos. in Dtl. 1918 – 33; 1965 Habil. zum Thema »Philos. u. Wirklichkeit –…

Wer war wer in der DDR

Seifert, Werner

* 18.5.1920 – ✝ 29.9.2000

Geb. in Plauen (Vogtl.); Vater Arbeiter; 1934 –37 Ausbildung zum Gärtner; 1937 – 54 Gärtnergehilfe u. selbst. Gärtner; Wehrdienst, Wachtmstr. eines Artillerieregt. 1948 DBD; 1948 – 54 hauptamtl. Funktionär des DBD, zeitw. stellv. Vors. des Krs.-Vorst. Zwickau; Abt.-Ltr. im DBD-Bez.-Vorst. Karl-Marx-Stadt; 1949 – 54 Abg. des Krs.-Tags Zwickau; 1954 – 71 Abg. des Bez.-Tags Karl-Marx-Stadt; 1959/60 Studium am Inst. für Ausbildung von Funktionären für die soz. Landw. in Schwerin, staatl. gepr.…

Wer war wer in der DDR

Seiler, Heinz

* 23.4.1920 – ✝ 15.9.2002

Geb. Fraureuth (Thür.); Vater Gastwirt; Volksschule, Lehre als Landmaschinenschlosser; Leichtathlet u. Handballspieler in Fraureuth; Kriegsdienst, Mitgl. im LSV Schweinfurt (1943 im Finale um die Dt. Feldhandballmeisterschaft gegen SV Polizei Hamburg 6:12); Fronteinsatz (Verwundung), 1945 Kriegsgef. 1946 – 56 Handballspieler bei SG Stahl bzw. BSG Motor Fraureuth; Trainer der Frauenmannschaft der SG bzw. BSG Schuhmetro Weißenfels; 1948 Dir. der Sportschule des DS in Bad Blankenburg; Berufung in…

Wer war wer in der DDR

Seitz, Christoph

* 20.11.1914 – ✝ 14.7.1985

Geb. in München; Vater Arbeiter; Volksschule, Lehre u. Arbeit als Metallarb. u. Gürtler; 1932 KJVD; 1934 – 37 Saisonarb., Hilfsarb.; 1937 RAD, Wehrmacht, Desertion, 1942 – 45 sowj. Kriegsgef., Antifaschule, Angeh. des NKFD, Frontbevollmächtigter. 1945 KPD, 1946 SED; Mai – Nov. 1945 OB von Rostock (Nachf. von Walter Volgmann), Dez. 1945 – Dez. 1949 OB von Schwerin (Nachf. von  Erich Wiesner); ab Dez. 1949 Mitarb. im MfAA, 1952 – 56 Missionsrat in Prag u. Geschäftsträger bzw. Botschaftsrat an der…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Selbmann, Fritz

* 29.9.1899 – ✝ 26.1.1975

Geboren am 29. September 1899 in Lauterbach/Hessen, Sohn eines Kupferschmieds; Bergmann. Ab 1917 Soldat in Frankreich und Belgien, Ende 1918 im Soldatenrat seiner Batterie, arbeitete dann im Arbeiter- und Soldatenrat in Naumburg und gehörte bis zum Frühjahr 1920 dem Grenzschutz West an. Selbmann wurde 1920 wieder Bergmann, Mitglied der USPD, blieb auch nach der Vereinigung des linken Flügels mit der KPD in der Rest-USPD. 1922 trat er der KPD bei, wurde zwei Jahre später Orgleiter in Bottrop und ab April 1925 Gauführer des RFB im Ruhrgebiet. Mitglied der RFB-Bundesführung und der KPD-BL Ruhrgebiet, stand auf dem linken Flügel der Partei, war 1925 bei den Ultralinken, dann schwenkte er zu Ernst Thälmann über. 1927 kritisierte Selbmann die Absicht des ZK, Rechte und Versöhnler zur Mitarbeit heranzuziehen. Er reiste Ende 1928 nach Moskau, dort unter dem Decknamen Skowronek bis Juli 1929 Kursant an der Internationalen Leninschule. 1929/30 Gewerkschaftssekretär der BL Ruhrgebiet und Redakteur des »Ruhr-Echos«, Abgeordneter im Rheinischen Provinziallandtag. Ab Mai 1930 Polleiter in Oberschlesien, kam als Nachrücker in den Preußischen Landtag, in dem Selbmann bis 1932 blieb. Anfang 1931 Polleiter des neuen KPD-Bezirks Sachsen, des nach Berlin zweitgrößten Parteibezirks, im Juli 1932 im Wahlkreis Leipzig in den Reichstag gewählt. Am 7. Februar 1933 nahm Selbmann an der Funktionärstagung in Ziegenhals teil, wurde am 11. April 1933 festgenommen. Nach zweieinhalb Jahren Untersuchungshaft am 4. November 1935 vom VGH zu sieben Jahren Zuchthaus verurteilt, saß er bis Mai 1940 in Waldheim, anschließend im KZ Sachsenhausen, ab November 1942 im KZ Flossenbürg. Ende April 1945 gelang ihm auf dem »Todesmarsch« die Flucht aus dem KZ Dachau. Selbmann gehörte 1945 dem Sekretariat der KPD Leipzig an und wurde im August 1945 Präsident des Landesarbeitsamtes, dann im September 1945 Vizepräsident der Landesverwaltung Sachsen, war ab Dezember 1946 Minister für Wirtschaft in der Landesregierung Sachsen; 1948/49 stellvertretender Vorsitzender der DWK und im Oktober 1949 DDR-Minister für Industrie. Von 1954 bis 1958 Mitglied des ZK der SED, auf der ZK-Tagung im Februar 1958 wurde Selbmann von Walter Ulbricht und Erich Honecker wegen »Managertums« angegriffen und im März 1959 zur Selbstkritik genötigt. Seit 1961 Schriftsteller, in der DDR erschienen u. a. »Die lange Nacht« (1961), »Alternative, Bilanz, Credo. Versuch einer Selbstdarstellung« (1969). Von 1969 bis 1975 Vizepräsident des DDR-Schriftstellerverbandes, er erhielt 1969 den Karl-Marx-Orden und für sein literarisches Schaffen den Nationalpreis II. Klasse. Fritz Selbmann starb am 26.Januar 1975 in Ost-Berlin. Selbmanns Sohn Erich (* 2. 9. 1926) studierte bis 1948 Zeitungswissenschaften, war von 1948 bis 1952 Redakteur, dann 1953 Chefredakteur des Deutschlandsenders, ab 1958 Intendant des Berliner Rundfunks. 1966 Chefredakteur der Hauptnachrichtensendung »Aktuelle Kamera« und von 1978 bis 1989 Stellvertreter des Vorsitzenden des Staatlichen Komitees für Fernsehen und Leiter des Bereichs Dramatische Kunst.Bernd-Rainer Barth / Helmut Müller-Enbergs