In der Kategorie DDR A-Z verlinkt die Website auf Handbücher zur DDR, die zwischen 1953 und 1985 in Westdeutschland erschienen sind.
Zwischen 1953 und 1985 veröffentlichte die Bundesregierung mehrere Handbücher über die Deutsche Demokratische Republik (DDR) unter verschiedenen Titeln, darunter SBZ von A–Z (1953–1966), A bis Z (1969) und das DDR Handbuch (1975–1985). Diese Werke verfolgten das Ziel, umfassende Informationen über die DDR zu liefern. Die Artikel behandelten Themen wie die staatliche Organisation, die politische und wirtschaftliche Entwicklung sowie die führenden Akteure der DDR. Diese Informationen wurden teils in kurzen Stichworterklärungen, teils in ausführlichen Darstellungen aufbereitet.
Mit dem Ende der DDR trat eine zusätzliche Dimension dieser Handbücher zutage: Sie fungieren als Zeitzeugen, die nicht nur die Entwicklung innerhalb der DDR, sondern auch die sich verändernde Perspektive der Bundesrepublik auf die DDR über drei Jahrzehnte hinweg dokumentieren. Diese Handbücher bieten daher eine wertvolle Quelle, um den Wandel der historischen Sichtweisen nachzuvollziehen.
Der gesamte Text dieser Handbücher ist nun auf der Plattform www.kommunismusgeschichte.de zugänglich gemacht worden. Dabei wurde der ursprüngliche Charakter des Nachschlagewerks beibehalten, indem die Querverweise der Originaltexte als Links integriert wurden. Neu ist die Möglichkeit, die Veränderungen der Einträge über die verschiedenen Ausgaben hinweg zu verfolgen, was einen einzigartigen Vergleich der historischen Perspektiven ermöglicht. Weitere Informationen zu den Handbüchern finden Sie hier.
DDR A-Z 1985
DDR A-Z 1985
Nationalhymne (1985)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Der Text der N. der DDR wurde 1949 von Johannes R. Becher geschaffen und von Hanns Eisler vertont. Ihr erster Vers lautet: „Auferstanden aus Ruinen und der Zukunft zugewandt, laß uns dir zum Guten dienen, Deutschland, einig Vaterland. Alte Not gilt es zu zwingen, und wir zwingen sie vereint, denn es wird uns doch gelingen, daß die Sonne schön wie nie über Deutschland scheint.“ Da der in diesem Vers zum Ausdruck kommende Bezug zur fortbestehenden Einheit der deutschen Nation seit Anfang der 70er Jahre der Politik der SED in der nationalen Frage widerspricht, ist gegenwärtig die DDR einer der wenigen Staaten in der Welt, in dem auch bei offiziellen Anlässen der Text der N. nicht gesungen, sondern nur deren Melodie gespielt wird. Nation und nationale Frage. Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 939 Nationales Olympisches Komitee (NOK) der DDR A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Nationalkomitee Freies Deutschland (NKFD)DDR A-Z 1985
Friedliche Koexistenz (1985)
Siehe auch: Friedliche Koexistenz: 1975 1979 Koexistenz: 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Auf Lenin zurückgeführter, erstmals von Stalin verwendeter und von dessen Nachfolgern in der UdSSR seit dem XX. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) 1956 zum „Grundprinzip sozialistischer Außenpolitik“ erhobener Grundsatz für „friedliches Nebeneinander und Zusammenarbeit von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnungen in der Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus“. FK. bedeutet sowohl Konfrontation als auch Kooperation. FK. als verbindliche außenpolitische Richtschnur aller sozialistischen Staaten sowjetischen Typs für deren Verhalten gegenüber den bürgerlichen Staaten gilt sowohl als „wichtige Form des Klassenkampfes“ wie auch als „Prinzip der Zusammenarbeit auf zwischenstaatlicher Ebene“. Insbesondere schließt FK. die ideologische Koexistenz aus: „Auf dem Gebiet der Ideologie jedoch kann es keine Kompromisse, keine Vermischung von sozialistischer und bürgerlicher Ideologie geben. Daher schließt die Politik der FK. die ideologische Auseinandersetzung ein.“ „Im Interesse der Bewahrung des Weltfriedens und der Gewährleistung der internationalen Sicherheit“ sollen im übrigen „die Beziehungen der Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung auf der Grundlage der Anerkennung ihrer souveränen Gleichheit und territorialen Integrität, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten, der Unverletzlichkeit der Grenzen, der Entwicklung der Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil, der friedlichen Streitbeilegung und auf der Grundlage anderer demokratischer Prinzipien und Normen geregelt und gestaltet werden“ (Wörterbuch der Außenpolitik und des Völkerrechts, Berlin [Ost] 1980. S. 201 ff.). Entsprechend der These des Marxismus-Leninismus, nach der sich gegenwärtig weltweit der „Übergang vom Kapitalismus zum Sozialismus“ vollziehe, ist mit der FK. auch keineswegs die Festschreibung der gegenwärtigen Machtverhältnisse im internationalen Feld verbunden. Erich Honecker sagte dazu auf dem IX. Parteitag der SED (1976): „Friedliche Koexistenz bedeutet … niemals Klassenfrieden zwischen Ausbeutern und Ausgebeuteten. Friedliche Koexistenz bedeutet weder die Aufrechterhaltung des sozialökonomischen Status quo noch eine ideologische Koexistenz.“ Der Politik der FK. liegt die Beurteilung zugrunde, „daß der Aufbau der sozialistischen Gesellschaftsordnung, die Entfaltung des revolutionären Weltprozesses in seiner Gesamtheit durch die Bewahrung des Friedens und die Gewährleistung der internationalen Sicherheit die günstigsten internationalen Bedingungen erhält“ (a.a.O., S. 202). Die FK. soll demnach günstige Voraussetzungen für den Sieg der sozialistischen Revolution auch in den nichtsozialistischen Ländern schaffen. Als Ausdruck einer auf FK. gerichteten Außenpolitik gelten u.a. die Verträge der Bundesrepublik Deutschland mit der UdSSR, mit Polen, mit der ČSSR und der DDR, das Viermächte-Abkommen über Berlin sowie die Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Helsinki 1975. Die Doppelgesichtigkeit des Begriffs FK., der sowohl Elemente der Konfrontation als auch der Kooperation enthält, macht es möglich, entsprechend der jeweiligen internationalen Situation und der für ihre Bewältigung notwendigen Strategie und Taktik den einen oder anderen Aspekt in der politischen Auseinandersetzung stärker zu betonen oder herunterzustufen. Die Vieldeutigkeit des Begriffs FK. eröffnet demnach die Möglichkeit, [S. 483]ihn jeweils neu auszudeuten; nicht zuletzt in diesem Umstand liegt sein Nutzen. In den 70er Jahren erfuhr der Kooperationsaspekt der FK. im sozialistischen Lager eine Aufwertung. Ob und inwieweit sich dieser für die internationale Entspannung bedeutsame Trend aufrechterhalten läßt, hängt nicht zuletzt von der Entwicklung der angesichts der Konflikte in Afghanistan, Polen, Nah- und Mittelost generell und der beiderseitigen Rüstungsanstrengungen schwierig gewordenen Beziehungen zwischen Ost und West ab. Abrüstung; Deutschlandpolitik der SED. Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 482–483 Friedensvertrag A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Friedrich-Schiller-Universität JenaDDR A-Z 1985
Produktivkräfte (1985)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die Politische Ökonomie als Teil des Marxismus-Leninismus faßt die P. einer Gesellschaft als die Gesamtheit der subjektiven (Menschen) und der gegenständlichen (Produktionsmittel) Faktoren und Bedingungen auf, die durch ihr zielgerichtetes Zusammenwirken im Arbeitsprozeß eine historisch bestimmte Form der Produktion materieller Güter und Leistungen realisieren und den Produktivitätsgrad der Arbeit bestimmen. Sie sollen die Fähigkeit einer Gesellschaft repräsentieren, die notwendigen Mittel zur Befriedigung ihrer wachsenden Bedürfnisse mit immer geringerem relativem Aufwand an gesellschaftlicher Arbeit zu produzieren. Die lebendige Arbeitskraft des Menschen gilt als Haupt-P. Neben ihr zählen dazu die Produktionsmittel, die Wissenschaft, die Technologie, die gesellschaftliche Arbeitsteilung, die Kooperation der Arbeit, die Organisation der Produktion, die wissenschaftliche Planung und Leitung des gesellschaftlichen Produktionsprozesses, die Naturreichtümer und Naturkräfte. Welche Rolle für die gesellschaftliche Reproduktion die Naturgüter spielen, ist in der DDR unter Wirtschaftswissenschaftlern umstritten. Obgleich die spezielle Literatur über Naturgüter als Bestandteil des Nationalreichtums in den letzten Jahren recht umfangreich geworden ist, läuft die Diskussion erst allmählich an. Naturgüter werden als Gegenstände definiert, die für den Menschen Gebrauchswert haben und durch Naturprozesse entstanden sind. Strittig ist vor allem die Festlegung von Auswahlkriterien für die ökonomische Bewertung von landwirtschaftlich nutzbarem Boden, von mineralischen Rohstoffen, des lebendigen Holzvorrates und des Wasserhaushaltes, da die Spezifika der verschiedenen Naturgüter schwer zu erfassen sind, ebenso wie die unendliche Vielzahl der Naturressourcen eine pauschale Bewertungsmethodik nahezu ausschließt. Erkannt ist aber die Notwendigkeit der rationellen Nutzung der Naturressourcen. Eine ersatzlose Aufzehrung des Naturpotentials sei ebensowenig hinzunehmen wie eine Vorratsminderung ohne ökonomische Berechnung, was zur Zeit noch die Regel sei (Umweltschutz). Jede Gesellschaftsformation muß von einem bestimmten, vorgefundenen Entwicklungsstand der P. ausgehen und entwickelt diese im Zuge des gesellschaftlichen Produktionsprozesses weiter. Ihre ständige Höherentwicklung ist zugleich die materielle Grundlage für die Entwicklung der Gesellschaft. In Verbindung mit den Produktionsverhältnissen sollen sie Triebkraft und Gradmesser des gesellschaftlichen Fortschritts sein. Durch die enge wechselseitige Beeinflussung von P. und Produktionsverhältnissen (letztere können hemmend oder fördernd auf die P. wirken) verändere sich die Produktionsweise und damit auch die gesamte ökonomische und politische Struktur der Gesellschaft. Der Widerspruch zwischen den sich entwickelnden Produktivkräften und den überlebten Produktionsverhältnissen sprenge den Rahmen der alten Produktionsweise und sei letztlich grundlegende Ursache für soziale Revolutionen. Die P. werden als das revolutionärste Element der gesellschaftlichen Entwicklung angesehen, von deren Entwicklungsstand es abhänge, welche Produktionsverhältnisse auf einer bestimmten historischen Entwicklungsstufe möglich und notwendig seien. Aus marxistisch-leninistischer Sicht hat in den entwickelten kapitalistischen Ländern die Entfaltung der P. einen Stand erreicht, der objektiv den Übergang zum Sozialismus erforderte, um den in der kapitalistischen Produktionsweise mittlerweile herausgebildeten antagonistischen (unaufhebbaren) Widerspruch zwischen den P. und veralteten Produktionsverhältnissen zu beseitigen. Dem heutigen Niveau der P. und ihrem gesellschaftlichen Charakter entsprächen allein die sozialistischen Produktionsverhältnisse, da nur sie eine kontinuierliche und planmäßige Entwicklung der P. gewährleisteten. Gegenwärtig vollziehe sich ihre Entwicklung im Rahmen der Wissenschaftlich-technischen Revolution (WTR) auf der Grundlage einer umfassenden Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse (Revolutionierung der energetischen Basis, direkte Stoffumwandlung auf der Basis chemischer Prozesse, Automatisierung usw.) zur Sicherung und Erweiterung des gesamtgesellschaftlichen Produktionsprozesses. Die auch im Sozialismus zugegebenermaßen auftretenden Konflikte (Widerspruch) zwischen der Entwicklung der P. und den Produktionsverhältnissen seien nichtantagonistisch und damit aufhebbar. So könne sich die Haupt-P. Mensch zum ersten Mal in der Geschichte der Mensch[S. 1056]heit frei, bewußt und schöpferisch zum eigenen Nutzen entfalten. In der DDR ist eine intensive wissenschaftliche Beschäftigung mit der Geschichte der P. zu verzeichnen. Ziel ist es, das Wissen von den Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung der P., von der „Dialektik“ zwischen P. und Produktionsverhältnissen, von der Dialektik zwischen P. und dem aktiven Einwirken des Überbaus zu erweitern, um die langfristige Entwicklung des wissenschaftlich-technischen Fortschritts und seiner sozialen Wirkungen zu prognostizieren, diesen Fortschritt zu beschleunigen und effektiver zu gestalten, fundierte Empfehlungen zur Intensivierung des Reproduktionsprozesses zu erarbeiten, neue Aspekte in der Reproduktion der Arbeitskraft zu erfassen, den Strukturwandel der Volkswirtschaft im Interesse hoher Effektivität voranzutreiben, die den modernen Produktivkräften entsprechenden Formen der gesellschaftlichen Organisation der Produktion zu finden. Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 1055–1056 Produktionsweise A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PrognoseDDR A-Z 1985
Leichtindustrie (1985)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Entsprechend der Industriezweigsystematik der DDR ab 1968 ein eigenständiger Industriebereich, der folgende Industriezweige umfaßt: Holzbearbeitende Industrie (Holzindustrie), Zellstoff- und Papierindustrie, Polygraphische Industrie, Kulturwarenindustrie, Konfektionsindustrie (Bekleidungsindustrie) Leder-, Schuh- und Rauchwarenindustrie, Glas- und feinkeramische Industrie. Die Textilindustrie bildet ab 1968 einen eigenständigen Industriebereich und fällt nach der Betriebssystematik der DDR nicht mehr unter die L. Das Ministerium für Leichtindustrie ist als zentrales Anleitungs- und Kontrollorgan seit Ende der 70er Jahre allein für die Textil- und Bekleidungsindustrie sowie die Leder-, Schuh- und Rauchwarenindustrie zuständig. Zahlreiche Industriezweige wurden in den 70er Jahren aus dem Verantwortungsbereich des Ministeriums für Leichtindustrie ausgegliedert, so die Glas- und feinkeramische Industrie (Ministerium für Glas- und Keramikindustrie), die holzbearbeitende Industrie (Ministerium für bezirksgeleitete Industrie und Lebensmittelindustrie) und die Zellstoff- und Papierindustrie (Ministerium für Glas- und Keramikindustrie). Im Vergleich zu den anderen Industriebereichen werden in der L. die meisten industriellen Konsumgüter erzeugt. Neben vielfältigen Konsumgütern werden in der L. auch Fensterglas, Sanitärkeramik, Span- und Faserplatten sowie Verpackungsmaterial hergestellt. Zur L. gehörten 1982 933~Betriebe (23,2 v.H. aller Industriebetriebe) mit insgesamt 491.825 Arbeitern und Angestellten (15,4 v.H. aller Arbeiter und Angestellten in der Industrie). Die L. ist mit 9,7 v.H. an der industriellen Warenproduktion beteiligt. Hieran gemessen ist die L. gegenwärtig (1982) nach dem Maschinen- und Fahrzeugbau, der Chemischen Industrie, der Lebensmittelindustrie und der Energie- und Brennstoffindustrie der fünftwichtigste Industriebereich der DDR. Erhebliche Bedeutung hat die L. aufgrund ihrer hohen Exportquote (über 40 v.H.), die in den 80er Jahren weiter steigen soll. Die in erster Linie zu erwähnenden [S. 824]Standorte der L. liegen in den Bezirken Karl-Marx-Stadt (Anteil 1982 an der Bruttoproduktion der L. 19,1 v.H.), Dresden (13,2 v.H.) und Berlin (8,8 v.H.). Kleinere und mittlere Betriebe dominierten Mitte der 70er Jahre in der L. 20 v.H. aller Betriebe der L. hatten nur maximal 25 Arbeiter und Angestellte, 48 v.H. 26–100. Im Rahmen der Kombinatsbildung sowie Reduzierung der Anzahl der Betriebe sind zwar Ende der 70er Jahre organisatorisch größere Betriebseinheiten entstanden, ohne aber die Probleme zu beseitigen, die durch die örtlich weit voneinander entfernt liegenden Produktionsstätten der L. entstehen. Die effiziente Arbeitsteilung wird behindert; Vorteile aus der Großserienfertigung können nur bedingt genutzt werden. Von 1970 bis 1982 hat die L. ihre Bruttoproduktion um das 1,72fache steigern können (zum Vergleich: Steigerung der gesamten industriellen Bruttoproduktion im gleichen Zeitraum um das 1,86fache). Anhang Fundstelle: DDR Handbuch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1985: S. 823–824 Lehrplanreform A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Leipziger MesseDDR A-Z 1979
DDR A-Z 1979
Krankenhaus (1979)
Siehe auch: Krankenhaus: 1965 1966 1969 1975 Krankenhäuser: 1953 1954 Gesundheitswesen. Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 613 Krankengeld A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KrankenstandDDR A-Z 1979
Postsparkassendienst (1979)
Siehe auch: Postsparkasse: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Postsparkassendienst: 1975 1985 Die Eröffnung des P. in der DDR erfolgte am 1. 9. 1946. Es gilt die Postsparkassenordnung vom 17. 5. 1968 (GBl. II, S. 348). Die Aufgaben des P. werden beim Postsparkassenamt in Berlin (Ost) wahrgenommen. Auch wenn sich die Postsparkasse in der DDR den Vorschriften der anderen Sparinstitute weitgehend anpassen mußte und in das einheitliche Finanz- und Banksystem eingegliedert worden ist, hat sie ihre Bedeutung als „Sparkasse des kleinen Mannes“ nicht verloren. Die Zahl der Postsparer und die Höhe der Einlagen auf den Postsparbüchern sind ständig gewachsen. Die Postsparkasse ist nicht nur zur Führung von Sparkonten, sondern auch zum Freizügigkeitsverkehr zugelassen, d. h. Spareinlagen können ohne vereinbarte Kündigungsfrist bei jedem Geldinstitut in beliebiger Höhe eingezahlt und abgehoben werden, gleichgültig, von wem das Sparbuch ausgestellt worden ist. Am P. können nur Bürger der DDR teilnehmen. Das Guthaben des Sparers wird ebenso wie das der Sparer anderer Sparinstitute einheitlich mit 3¼ v. H. verzinst. Wenn die Zinsen den Betrag von 50 Mark übersteigen oder der Sparer es wünscht, wird ihm über die mit Ablauf jedes Kalenderjahres aufgekommenen Zinsen eine Zinsenanweisung übersandt. Ende 1977 bestanden bei der DP 2,509 Mill. Postsparkonten, d. h. in der DDR hat etwa jeder 7. Einwohner ein Postsparbuch. Das Guthaben auf allen Konten betrug Ende 1977 bei der Deutschen Post 2,886 Mrd. Mark, das durchschnittliche Guthaben auf einem Postsparkonto 1.154 Mark. Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 843 Postscheckdienst A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Post- und FernmeldewesenDDR A-Z 1979
Luftverkehr (1979)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Verkehrswesen. Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 698 Luftstreitkräfte A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z MaifeierDDR A-Z 1979
Messen (1979)
Siehe auch die Jahre 1969 1975 Außenwirtschaft und Außenhandel; Leipziger Messe. Fundstelle: DDR Handbuch. 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Köln 1979: S. 722 Menschlichkeit, Verbrechen gegen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Messen der Meister von Morgen (MMM)DDR A-Z 1975
DDR A-Z 1975
Ärzte (1975)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Gesundheitswesen, VI. A. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 57 Arzneimittelversorgung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ÄrzteberatungskommissionDDR A-Z 1975
VEB-Plan (1975)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Jahresplan eines volkseigenen Betriebes. Planung. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 886 VEB A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z VEGDDR A-Z 1975
Aufenthaltsgenehmigung (1975)
Siehe auch die Jahre 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1979 Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 63 Aufenthaltsbeschränkung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AufführungsrechteDDR A-Z 1975
StVA (1975)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 Abk. für Strafvollzugsanstalt. Strafvollzug. Fundstelle: DDR Handbuch. Köln 1975: S. 856 Studienlenkung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Subjektiver FaktorDDR A-Z 1969
DDR A-Z 1969
Arbeitsverpflichtung (1969)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1975 1979 1985 Individuelle A. erfolgten durch die Arbeitsämter, später die Abt. für Arbeit und Berufsausbildung (Amt für Arbeit und Berufsberatung) bis 30. 9. 1954. Seitdem besteht nur noch die Arbeitskräftelenkung. A. können im Verteidigungszustand (Notstandsgesetzgebung), bei Naturkatastrophen (Katastrophenkommission) und im Erntenotstand ausgesprochen werden. Eine zeitlich begrenzte A. ist nach den §§ 24 bis 29 des Gesetzbuches der Arbeit insofern möglich, als die Übertragung einer anderen Arbeit in einem anderen Betrieb am selben Ort für die Dauer eines Monats auch gegen den Willen des Betroffenen zulässig ist. (Arbeitserziehung, Arbeitskräfte) Literaturangaben Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der sowjetischen Besatzungszone. 5., erw. Aufl. (BB) 1959. Teil I (Text) 264 S., Teil II (Anlagen) 162 S. Mampel, Siegfried: Sozialpolitik in Mitteldeutschland (Sozialpolitik in Deutschland, H. 48, hrsg. v. Bundesmin. f. Arbeit …). Stuttgart usw. 1961, Kohlhammer. 87 S. Mampel, Siegfried: Das Gesetzbuch der Arbeit der Sowjetzone und das Arbeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland — ein Vergleich. 5. Aufl. (hrsg. v. Bundesmin. für Arbeit …). Bonn 1962. 64 S. Mampel, Siegfried: Beiträge zum Arbeitsrecht der sowjetischen Besatzungszone (BMG) 1963. 135 S. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 44 Arbeitsunfälle A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ArbeitszeitDDR A-Z 1969
Büros für die Vertretung in Patent-, Muster- und Zeichenangelegenheiten (1969)
Siehe auch die Jahre 1966 1975 1979 Patentrecht, Patentanwälte. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 132 Büros der SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Büros für StandardisierungDDR A-Z 1969
Sowjet (1969)
Siehe auch die Jahre 1962 1963 1965 1966 russisch, wörtl. „Rat“; S.-System = Rätesystem, zunächst in der russischen Revolution von 1905, in großem Umfange dann 1917 verwirklichte Einrichtung der (berufsständischen) Arbeitervertretung durch von den Betriebsbelegschaften gewählte Arbeiterräte, die, um Soldatenvertreter erweitert, als Arbeiter- und Soldatenräte sowohl exekutive als auch legislative Macht ausübten. Durch radikale Forderungen, insbesondere zur Aufteilung des Großgrundbesitzes an die Bauern, gelang es den Bolschewisten, in entscheidend wichtigen S. die Mehrheit zu erringen und sie gegen die gemäßigte provisorische Kerenski-Regierung auszuspielen. Das S.-System ist ein ursprünglich demokratisches System, in dem freilich von vornherein die Gefahr der Radikalisierung beschlossen war. Literaturangaben Schapiro, Leonhard: Die Geschichte der Kommunistischen Partei der Sowjetunion. Berlin 1962, S. Fischer. 711 S. Koch, Hans: Theorie, Taktik, Technik des Weltkommunismus — eine Zitatensammlung von Marx bis Chruschtschow (bearbeitet v. Eugen Wieber). Pfaffenhofen/Ilm 1959, Ilmgau-Verlag. 504 S. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 561 Sowchos A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Sowjetische Aktiengesellschaften (SAG)DDR A-Z 1969
Feinmechanische und Optische Industrie (1969)
Siehe auch die Jahre 1975 1979 1985 Industriezweig der Metallverarbeitenden Industrie mit etwa 104.000 Beschäftigten. Der Anteil an der industriellen Warenproduktion beträgt rund 2 v. H. Der Industriezweig steht damit an 13. Stelle der Zweige. Gleichwohl ist er, besonders auch für den Export, von allergrößter Bedeutung. Zu ihm gehören alle Betriebe der Büromaschinenherstellung, der Herstellung von Maschinen zur Materialprüfung, von Meßinstrumenten, Uhren, Waagen usw., ferner Betriebe für optische und optisch-mechanische Geräte, Optik, Film- und Fotoapparate. Der größte Betrieb des Zweiges sind die bekannten Zeiss-Werke in Jena mit etwa 13.000 Beschäftigten. Die Fotoapparateindustrie hatte schon vor 1945 ihren traditionellen Sitz im Raume Dresden. 60 v. H. der Produktion waren hier konzentriert. Nach 1945 hat sich die Bedeutung Dresdens als Standort der F. noch vergrößert. Hier produzieren die Betriebe der Marken Zeiss-Ikon, Altissa, Welta, Filmosto und Belca. Alle diese Betriebe sind organisatorisch zusammengefaßt in dem Großbetrieb „VEB Pentacon“. Auch das bekannte Werk „IHAGEE“ ― eine Aktiengesellschaft „in Verwaltung“ ― und die halbstaatlichen Betriebe der Marken Certo, Beier und Pouva haben ihren Sitz in Dresden. Die Produktion von Optiken erfolgt bei Zeiss in Jena, in Görlitz und in Rathenow. Fundstelle: A bis Z. Elfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1969: S. 202 Feiertage A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Feriendienst des FDGBDDR A-Z 1966
DDR A-Z 1966
Jugendhaus (1966)
Siehe auch die Jahre 1963 1965 1969 1975 1979 Strafanstalt, in der nach §§ 58 ff. JGG die gegen Jugendliche verhängte Freiheitsentziehung vollzogen wird. Für die in Anwendung des § 24 JGG (Jugendstrafrecht) verurteilten Jugendlichen wurden „besondere“ J. eingerichtet. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 226 Jugendgesundheitspflege A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z JugendherbergenDDR A-Z 1966
Abschreibungen (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 In der volkseigenen Industrie bestehen die A. für Anlagen und Einrichtungen ebenso wie im „kapitalistischen“ Wirtschaftssystem. In der volkseigenen Wirtschaft gab es bis Ende 1955 für die verschiedenen Wirtschaftszweige allgemeinverbindliche A.-Sätze als Einzelabschreibungen. Sie wurden ab LI. 1956 durch Gruppen-A. und globale A.-Normen entsprechend den betrieblichen Erfordernissen nach sowjet. Muster ersetzt. In vielen Fällen sind wieder die Abschreibungssätze vorgeschrieben. Das Volumen der A. wird auf der Grundlage des Verzeichnisses der Abschreibungssätze für Grundmittel für die einzelnen Inventarobjekte unter Berücksichtigung der tatsächlichen Schichtauslastung ermittelt. Sie müssen nicht nur den technischen, sondern auch den „moralischen“ Verschleiß decken, mit dem die Überalterung durch modernere und leistungsfähigere Grundmittel bezeichnet wird. (Amortisationen, Gewinn) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 10 Abschnittsbevollmächtigter (ABV) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AbteilungsgewerkschaftsleitungDDR A-Z 1966
Opportunismus (1966)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Von Nützlichkeitserwägungen bestimmtes Verhalten; im Pj. einer der Abweichungen, die denjenigen Parteimitgliedern und Staatsfunktionären vorgeworfen wird, die angesichts unpopulärer Partei- und Staatsgrundsätze den Tendenzen der Massen nachgeben, angeblich um die eigene Position zu behaupten und um persönlicher Vorteile (Opportunität) willen. Der O. ist mithin eine dem Karrierismus und dem Kapitulantentum verwandte Abweichung. Literaturangaben Leonhard, Wolfgang: Sowjetideologie heute, Bd. II — Die politischen Lehren (Fischer-Bücherei, 461). Frankfurt a. M. 1962. 328 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 342 Operativoffizier A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z OppositionDDR A-Z 1966
Todesstrafe (1966)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1969 1975 1979 1985 Die T. ist im Strafrecht der SBZ angedroht für das Verbrechen des Mordes, für besonders schwere Verbrechen gegen §§ 1–5 des Friedensschutzgesetzes, für einige besonders schwere Fälle von Militärstraftaten (Militärstrafrecht) und für schwere Fälle einiger Staatsverbrechen: des Staatsverrats, der Spionage, der Diversion und der Sabotage. Vom 26. 5. 1947 bis 12. 1. 1950 war die T. in der SU abgeschafft. In dieser Zeit durften auch die in der SBZ tätigen Sowjetischen Militärtribunale die T. nicht verhängen. Die SBZ-Gerichte waren dadurch an der Verhängung der T. jedoch nicht gehindert. „Die T. im Strafrechtsergänzungsgesetz ist im Interesse der gesamten friedliebenden Menschheit in der augenblicklichen Entwicklungsphase nicht zu entbehren und beweist unsere Entschlossenheit, wenn es sein muß, auch mit den schärfsten Mitteln gegen die vorzugehen, die sich zu Handlangern der Unmenschlichkeit und der Kriegspolitik herabwürdigen“ (Melsheimer in: „Neue Justiz“ 1958, S. 48). Jedes Todesurteil muß nach Eintritt der Rechtskraft dem Vors. des Staatsrates zur Entschließung vorgelegt werden, ob er von seinem Gnadenrecht Gebrauch machen will. In diesen Fällen wird nach internen Weisungen immer eine Stellungnahme des Politbüros der SED herbeigeführt. In der Mehrzahl der Fälle erfolgt keine Begnadigung; die Todesurteile werden durch Enthauptung vollzogen. Nach westlichen Beobachtungen, die nicht vollständig sein können, wurden durch die Gerichte der SBZ von 1919 bis 1965 177 Todesurteile ver[S. 484]hängt, davon 109 in politischen Strafverfahren. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Zehnte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1966: S. 483–484 Todeserklärung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z TOMDDR A-Z 1965
DDR A-Z 1965
Freiheitsentziehung (1965)
Siehe auch die Jahre 1963 1966 Im allgemeinen Sprachgebrauch Sammelbezeichnung für alle im Rahmen strafrechtlicher Sanktionen verhängten Freiheitsstrafen. Spezielle Bezeichnung im § 17 des Jugendgerichtsgesetzes für die gegen Jugendliche zu verhängende Freiheitsstrafe (Jugendstrafrecht), die in einem besonderen Jugendhaus vollzogen wird. Ihr Mindestmaß beträgt 3 Monate, das Höchstmaß 10 Jahre. Jugendstrafe von unbestimmter Dauer kennt das Jugendgerichtsgesetz d. SBZ nicht. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 140 Freiheit A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Freiheitssender 904DDR A-Z 1965
Deutsche Demokratische Republik (1965)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1966 1969 Abgekürzt „DDR“, der Name jenes scheindemokratischen, nicht auf geheimen Mehrlistenwahlen beruhenden Herrschaftsgebildes, das auf Betreiben der SU durch die SED im Gebiet der SBZ am 7. 10. 1949 errichtet wurde. Der Kampf um die diplomatische Anerkennung der „DDR“ ist eines der wichtigsten Anliegen der Regierung der SBZ. Mit ihr würde aber die [S. 94]Spaltung Deutschlands völkerrechtlich verankert. (Verfassung, Regierung und Verwaltung, Besatzungspolitik, Souveränität, Spaltung und Wiedervereinigung Deutschlands) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 93–94 Deutsche Bundesrepublik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Deutsche Hochschule für Körperkultur (DHfK)DDR A-Z 1965
Müller, Margarete (1965)
Siehe auch die Jahre 1963 1966 1969 * 1931. Landwirtschaftlicher Lehrling, Besuch einer Landwirtschaftsschule, Traktoristin, seit 1950 SED, 1953–1958 Studium an der Universität Leningrad. 1958–1960 Dipl.-Agronomin auf der LPG Friedrichshof, seit 19.611. Vors. der LPG Typ III „Pionier“ in Kotelow, Kreis Neubrandenburg. 1900 Kandidat, 1962/63 Mitglied des Büros der SED-Bezirksleitung Neubrandenburg, seit dem VI. Parteitag der SED im Jan. 1963 Kandidat des Politbüros des ZK der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 295 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/mueller-margarete verwiesen. Mühlhausen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Müller, RudolfDDR A-Z 1965
Florin, Peter (1965)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1966 1969 * 2. 10. 1921 in Köln als Sohn des 1944 in der SU verstorbenen KPD-Reichstagsabgeordneten und Mitglieds der KPD-Führung Wilhelm F. Oberrealschule, 1933 Emigration nach Frankreich, dann in die SU. Mitgl. des Komsomol, Absolvent der Kominternschule, Studium an der Hochschule für Chemie in Moskau. 1944 Mitgl. des Redaktionskollegiums im Nationalkomitee Freies Deutschland. Nach 1945 in die SBZ, stellv. Landrat des Kreises Wittenberg, danach Chefredakteur der „Volkszeitung“ (KPD), später der „Freiheit“ (SED) in Halle. 1949 bis 1953 Leiter der Hauptabt. „Politik, UdSSR und Volksdemokratien“ im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, seit 1953 Leiter der Abt. Außenpolitik und internationale Verbindungen im ZK der [S. 132]SED. Mitgl. d. Kollegiums des Außenministeriums. Seit 1954 Abg. der Volkskammer. Vors. des Außenpolitischen Ausschusses und seit Dez. 1959 stellv. Vors. der Interparlamentarischen Gruppe der Volkskammer. Von 1954 bis 1958 Kandidat, seither Mitgl. des ZK der SED. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Neunte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1965: S. 131–132 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1965 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/florin-peter verwiesen. Flagge A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z FlüchtlingeDDR A-Z 1963
DDR A-Z 1963
Stasi (1963)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1965 1966 Zuweilen gebrauchte Abk. für Staatssicherheitsdienst. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 460 Stanislawski-System A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z StatistikDDR A-Z 1963
Stadtkreis (1963)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Kreis. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 457 Stadtkontor, Berliner A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z StadtverordnetenversammlungDDR A-Z 1963
Eisen- und Stahlindustrie (1963)
Siehe auch: Eisen- und Stahlerzeugung: 1953 1954 1956 1958 1959 Eisen- und Stahlindustrie: 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Es gibt keine nennenswerten Grundstoffvorkommen für die EuStI. Die Eisenerzvorkommen in Thüringen und Sachsen-Anhalt haben nur geringen Eisengehalt. Auch der Mangel an Steinkohlen bzw. Steinkohlenkoks zur Verhüttung der Erze steht einer weitgehenden Entwicklung entgegen. 1938 betrug der Anteil des jetzigen Gebietes der SBZ an der Eisen- und Stahlerzeugung des Reichsgebietes nur 7 v. H. bei einem Bevölkerungsanteil von 32 v. H. Die eisenschaffende Industrie hatte nur geringe Einbußen durch Kriegsschäden. Um so umfangreicher waren die Demontage-Verluste; sie betrugen: Trotz dieser ungünstigen Ausgangsposition beschloß das SED-Regime — um den Einfuhrbedarf zu verringern — den Aufbau einer starken EuStI., der überraschend kurzfristig gelang, z. T. gefördert durch legale und illegale Lieferungen von Stahl- und Walzwerkseinrichtungen aus der Bundesrepublik. Diese Entwicklung wurde ermöglicht durch den Aufbau neuer Eisen- und Stahlwerke: des Eisenhüttenkombinats Ost, der Eisenwerke West in Calbe/Saale, des Stahlwerks Brandenburg und des Edelstahlwerks Döhlen. Die Kapazität der EuStI. liegt jedoch weit unter dem Bedarf der metallverarbeitenden Industrien. Etwa 60 v. H. des Eisen- und Stahlbedarfs müssen in Form von Erzen, Schrott, Roheisen oder Walzstahl importiert werden. Der steigende Bedarf der Verarbeitungsindustrien muß im wesentlichen durch erhöhte Importe abgedeckt werden. Literaturangaben *: Die eisenschaffende Industrie in der sowjetischen Besatzungszone. (Mat.) 1953. 2., erw. Fassung. 47 S. m. 9 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 122 Eisenhüttenstadt A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Eiserner VorhangDDR A-Z 1963
Freie Deutsche Jugend (1963)
Siehe auch: FDJ: 1953 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1965 1966 FDJ (Freie Deutsche Jugend): 1975 1979 FDJ (FREIE DEUTSCHE JUGEND): 1969 Freie Deutsche Jugend: 1958 1959 1960 1962 1965 1966 1969 1975 1979 Freie Deutsche Jugend (FDJ): 1985 FDJ. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Achte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1963: S. 156 Freie Berufe A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Freie SpitzenDDR A-Z 1962
DDR A-Z 1962
Kultur, Ministerium für (1962)
Siehe auch: Kultur, Ministerium für: 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 Ministerium für Kultur: 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Ministerium für Kultur. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 241 Kulturkommissionen A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z KulturoffizierDDR A-Z 1962
Mutterschutz (1962)
Siehe auch: Mutterschutz: 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Mutterschutz/Fürsorge für Mutter und Kind: 1985 Das Arbeitsgesetzbuch enthält gewisse Schutzbestimmungen für Mütter. So dürfen schwangere und stillende Mütter nicht mit Arbeiten beschäftigt werden, die nach dem Gutachten des Betriebsarztes oder des Arztes der Schwangerenberatungsstelle das Leben oder die Gesundheit der Frau oder des Kindes gefährden könnten. Eine schwangere oder stillende Mutter darf aber eine leichtere oder geeignetere Arbeit nicht verweigern. Zu Überstunden und Nachtarbeit dürfen schwangere oder stillende Mütter nicht herangezogen werden. Im übrigen dürfen nur Frauen, die in ihrem Haushalt Kinder im Alter bis zu 6 Jahren oder andere pflegebedürftige Haushaltsangehörige ohne ausreichende Hilfe zu betreuen haben, Überstunden und Nachtarbeit ablehnen. Schwangere erhalten vor der Niederkunft nur 4~Wochen Urlaub (In der Bundesrepublik dürfen Schwangere in den letzten 6 Wochen vor der Geburt nicht beschäftigt werden). Nach der Niederkunft besteht Anspruch auf 6 Wochen Urlaub (Schwangerschafts- und Wochenhilfe). Kündigungsschutz besteht für Schwangere und Mütter bis zum Ablauf des 6. Monats nach der Niederkunft. Von der Geburt des ersten Kindes an erhalten Mütter einmalige staatliche Unterstützungen in Geld, und zwar bei der Geburt des ersten Kindes 500, des zweiten Kindes 600, des dritten Kindes 700, des vierten Kindes 850 und jedes weiteren Kindes 1.000 DM Ost. Mütter mit mehr als drei Kindern erhalten laufende Unterstützungen, und zwar für das vierte Kind 20 D-Mark Ost monatlich, für jedes weitere Kind 25 DM Ost bis zum vollendeten 14. Lebensjahr. (Staatlicher ➝Kinderzuschlag, Frauenarbeit, Arbeitsschutz) Literaturangaben Mampel, Siegfried: Das System der sozialen Leistungen in Mitteldeutschland und in Ost-Berlin (BB) 1961. Teil I (Text) 150 S., Teil II (Anlagen) 142 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 300 Musik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Mutter und KindDDR A-Z 1962
Tausend kleine Dinge des täglichen Bedarfs (1962)
Siehe auch die Jahre 1960 1963 Konsumgüterversorgung, Lebensstandard. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 436 Tausenderbewegung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z TauwetterDDR A-Z 1962
ZPKK (1962)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Zentrale Parteikontrollkommission. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Siebente, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1962: S. 503 Zootechniker A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ZRDDR A-Z 1960
DDR A-Z 1960
Gesellschaft für kulturelle Verbindungen mit dem Ausland (1960)
Siehe auch: Gesellschaft für kulturelle Verbindungen mit dem Ausland: 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Kulturelle Verbindungen mit dem Ausland, Gesellschaft für: 1953 1954 1956 1958 Soll analog der Gesellschaft für deutsch-sowjetische Freundschaft den Kulturaustausch vor allem mit den Ländern des Ostblocks pflegen. Die Gesellschaft wurde am 7. 6. 1952 gegründet und veröffentlicht die Zeitschriften „DDR“ und „DDR-Revue“, die erste in deutscher, russischer, chinesischer, polnischer und tschechischer Sprache. Vors.: Prof. Dr. Robert ➝Alt (SED), Generalsekr. Kurt ➝Heiss (SED). (Deutsch-Arabische Gesellschaft) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 142 Geschichtsbetrachtung A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Gesellschaft für Sport und TechnikDDR A-Z 1960
Bykow, Pawel (1960)
Siehe auch die Jahre 1956 1958 1959 Schnelldreher in der Moskauer Schleifmaschinenfabrik und Initiator einer Aktivistenbewegung zur höchsten Beschleunigung des Arbeitstempos. Sowjetzonaler Nachahmer ist Erich Wirth (Sachsenwerk Radeberg). Auf A. geht auch die Bildung von Komplexbrigaden zurück, die die Zusammenarbeit zwischen technischer Intelligenz und Arbeitern zum Ziele haben. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 80 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1960 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für allgemeine Personenrecherchen wird neben der Rubrik BioLeX auch auf andere biographische Nachschlagewerke verwiesen. Bürokratismus A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z CalbeDDR A-Z 1960
SMAD (1960)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1959 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Sowjetische Militäradministration in Deutschland. (Besatzungspolitik) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 373 SK-Verfahren A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SMTDDR A-Z 1960
Aktivist des Siebenjahrplans (1960)
Siehe auch das Jahr 1962 Aktivist des Fünfjahrplans. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Sechste, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1960: S. 17 Aktivist des Fünfjahrplans A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Aktivist, VerdienterDDR A-Z 1959
DDR A-Z 1959
Personenstandswesen (1959)
Siehe auch die Jahre 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 In der SBZ geregelt durch das Personenstandsgesetz vom 16. 11. 1956 (GBl. I S. 1283). Zur Beurkundung des Personenstandes werden bei den Standesämtern Geburtenbücher, Ehebücher und Sterbebücher geführt. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 269 Personenkult A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Persönliches KontoDDR A-Z 1959
Arbeitsmoral, Sozialistische (1959)
Siehe auch: Arbeitsmoral: 1953 1954 1956 Arbeitsmoral, Sozialistische: 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die SED fordert von Arbeitern und Angestellten eine „neue Einstellung“ zur Arbeit, die sich angeblich von der unter dem Kapitalismus herrschenden dadurch unterscheidet, daß jeder freiwillig seine Arbeit so gut, in so großer Menge und so pünktlich wie möglich leiste, weil dies im eigenen Interesse liege. Das 7. Gebot der sozialistischen Moralgesetze (Sozialistische ➝Moral) lautet: „Du sollst stets nach Verbesserung deiner Leistungen streben, sparsam sein und die sozialistische Arbeitsdisziplin festigen.“ Das 4. Gebot lautet: „Du sollst gute Taten für den Sozialismus vollbringen, denn der Sozialismus führt zu einem besseren Leben für alle Werktätigen.“ Die S. A. soll das Kernstück des sozialistischen Lebens sein, das die Menschen mit sozialistischem Bewußtsein führen. Die Einheit von Arbeit, Leben und Lernen auf der Grundlage der sozialistischen Moral soll durch die Brigaden der sozialistischen Arbeit verwirklicht werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 27 Arbeitsmethoden, Neue A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ArbeitsnormDDR A-Z 1959
Ley, Hermann (1959)
Siehe auch die Jahre 1958 1960 1962 * um 1910, Leipzig, Dr. med. dent. Vor 1933 KPD, einige Jahre KZ, nach 1945 KPD/ SED. 1947 stellv. Chefredakteur „Leipz. Ztg.“ und Kommentator bei Radio Leipzig. Um 1950 Prof. für Philosophie in Leipzig. 1951 Studentendekan, 1. 1. 1954 Prorektor für das gesellschaftswiss. Grundstudium und o. Professor für Dialektischen und Historischen Materialismus an der TH Dresden, seit 1. 8. 1956 Vorsitzender des Staatl. ➝Rundfunkkomitees der SBZ, seit März 1957 außerdem Mitgl. des Verwaltungsrates der Internat. Rundfunkorganisation. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 215 Die biographischen Angaben spiegeln den Kenntnisstand der Handbuchredaktion im Jahre 1959 wider. Sie sind daher für allgemeine Informationszwecke als veraltet anzusehen und zudem häufig nicht fehlerfrei. Für diesen Eintrag wird auf den Personeneintrag in der Rubrik BioLeX www.kommunismusgeschichte.de/article/detail/ley-hermann verwiesen. Leuschner, Bruno A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Linguistik-BriefeDDR A-Z 1959
Demokratie (1959)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1956 1958 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Die seit 1776 — USA — bzw. 1791 — Frankreich — für die „westliche“ Welt repräsentative Staats- und Gesellschaftsordnung („bürgerliche D.“). Nach Auffassung Marx' und Engels' ist in ihr die Ausbeutung nicht aufgehoben. Grundlage der D. sei vielmehr der auf dem „Antagonismus der Klassen“ beruhende kapitalistische Staat. Dennoch stellt nach klassisch-marxistischer Auffassung die bürgerliche D. einen Fortschritt gegenüber dem absolutistischen Feudalstaat dar, weil sie dem Proletariat das Wahlrecht. Rede- und Koalitionsfreiheit und damit die Möglichkeit zur Zerstörung der kapitalistischen Ordnung verleiht. Die D. ist also zwar immer noch eine „Diktatur der Minderheit über die Mehrheit“, bildet aber ein erstrebenswertes Übergangsstadium auf dem Wege zur Diktatur des Proletariats und zum Sozialismus und damit zu einer „Diktatur der Mehrheit über eine Minderheit“, wurde jedoch nie als Endziel aufgefaßt. Noch Lenin erklärte: „Die ‚reine D.‘ ist die verlogene Phrase eines Liberalen, der die Arbeiter zum Narren hält“ (Ausgew. Werke, Bd. 2, Moskau 1947, S. 423). Mit dem Eintritt der SU in die Weltpolitik (Aufnahme in den Völkerbund 1934) erfuhr ihre Einstellung zur D. eine Wandlung, die mit dem anglo-amerikanisch-sowjetischen Bündnis von 1941 abgeschlossen wurde. Die SU glaubte ihre weltanschaulichen Gegner mit den eigenen Waffen zu schlagen, indem sie die Staatsform der SU als die wahre D., als eine „D. für die Werktätigen, eine D. für alle“ und damit als „reale D.“ gegenüber der bloß „formalen“ bürgerlichen D. bezeichnete. Der Begriff D. wurde nach dem Kriege in den Satellitenstaaten und der SBZ zur Kennzeichnung des Übergangszustandes auf dem Wege zur Bolschewisierung als Volksdemokratie oder Antifaschistisch-demokratische Ordnung willkürlich gedehnt und mißbraucht. (Periodisierung) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Fünfte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1959: S. 76 Demarkationslinie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Demokratische GesetzlichkeitDDR A-Z 1958
DDR A-Z 1958
VF-Verfahren (1958)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 Verrechnungsverfahren nach dem sowjetischen Vorbild der „Büros für gegenseitige Verrechnungen“. Zu diesem Zwecke hat die Deutsche ➝Notenbank bei den Bezirksfilialen „Verrechnungsstellen für Forderungen“ (VF-Stellen) eingerichtet. Hier können gegenseitige Forderungen der VEB ab 100,– DM Ost verrechnet und die Spitzen von den Bankkonten abgebucht werden. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 331 VEW A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z ViehhalteplanDDR A-Z 1958
Parteilehrjahr der SED (1958)
Siehe auch: Parteilehrjahr: 1953 1954 Parteilehrjahr der SED: 1956 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Dient in Angleichung an das Schulungswesen der KPdSU der Mitglieder- und Kandidatenschulung. Eingeführt auf Beschluß des ZK der SED vom Juni 1950. Das P. dauert jeweils von Oktober bis Juni. Teilnahme ist für alle Mitglieder und Kandidaten Pflicht. Die Teilnahme interessierter Parteiloser ist erwünscht. Der Unterricht findet zweimal monatlich im Rahmen verschiedener Zirkel statt. Von 1949 bis 1956 stand im Mittelpunkt aller Lehrpläne das Studium der Geschichte der ➝KPdSU und der Theorie des Marxismus-Leninismus-Stalinismus. Seit 1956 stärkere Orientierung auf Fragen der praktischen Parteipolitik, insbesondere der Wirtschaftspolitik. Im P. 1957/58 gab es u. a. Zirkel für „Probleme der ökonomischen Politik“ (unterteilt in Zyklus Industrie, MTS, LPG, VEG), „Grundfragen der Politik der Partei“ und „Werke der Klassiker“; daneben „Kreisabendschulen“ und „Abenduniversitäten des Marxismus-Leninismus“. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 232 Parteikontrollkommissionen der SED A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Parteilichkeit, BolschewistischeDDR A-Z 1958
Betriebsprämienordnung (1958)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 Die Verteilung der Prämien in den VEB erfolgt auf Grund der B., die vom Leiter des Betriebes unter „Zustimmung“ der BGL erlassen wird. Die Mittel zur Prämierung fließen aus dem Betriebsprämienfonds, der aus zwei Teilen besteht. Der Teil~I ist zur Prämierung des ingenieurtechnischen Personals und des leitenden kaufmännischen Personals sowie der Meister zu verwenden, der Teil~II für die übrigen Belegschaftsmitglieder. Die Prämierung erfolgt für das ingenieurtechnische und leitende kaufmännische Personal sowie für die Meister für hervorragende persönliche Leistungen bei der Erfüllung und Übererfüllung der Planaufgaben, bei den übrigen Werktätigen für hervorragende Einzel- und Kollektivleistungen, die wesentlich zur Erhöhung der Arbeitsproduktivität, Senkung der Selbstkosten, Verbesserung der Qualität der Erzeugnisse sowie zur termingerechten Fertigstellung von Exportgütern beigetragen haben. Prämierung erfolgt weiter im sozialistischen ➝Wettbewerb und als Auszeichnung für Aktivisten und Neuerer sowie zur Vergütung von Verbesserungsvorschlägen [S. 56]und Erfindungen. (Prämienwesen) Literaturangaben *: Die Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft in der Sowjetzone. Materielle, ideologische und disziplinarische Mittel zur Steigerung der Arbeitsproduktivität und ihre sowjetischen Vorbilder. 2., überarb. Aufl. (BB) 1953. 106 S. mit 6 Anlagen. Haas, Gerhard, und Alfred Leutwein: Die rechtliche und soziale Lage der Arbeitnehmer in der Sowjetzone und in Ost-Berlin. 4., erw. Aufl. (BB) 1957. Teil I (Text) 248 S., Teil II (Anlagen) 152 S. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 55–56 Betriebsprämienfonds A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z BetriebspreisDDR A-Z 1958
Gesellschaftlich (1958)
Siehe auch die Jahre 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Im Pj. alles, was der „Arbeiterklasse“ und ihren „Verbündeten“ zugute kommt oder schadet. Meist in Wortverbindungen, wie „G. Betätigung“, „G. Nutzen“. Zugrunde liegt der Gedanke, daß die Arbeiterklasse, ihr Staat und insbesondere ihre Partei das Ganze der Bevölkerung (die „Gesellschaft“) führen und repräsentieren. Was im Sinne von Arbeiterklasse und Partei geschieht, fördert mithin das Ganze, was Klasse oder Partei abträglich ist, gefährdet das Ganze. Was hingegen anderen Schichten nutzt, kann sehr wohl als „gesellschaftlich“ negativ gewertet werden. Dieser Begriff G. unterscheidet sich mithin wesentlich von dem westlichen, wo alles, was auf größere Gruppen bezogen ist, damit bezeichnet wird. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Vierte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1958: S. 114 Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Kenntnisse A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z GesellschaftsgefährlichkeitDDR A-Z 1956
DDR A-Z 1956
Meister des Betriebes, Bester (1956)
Siehe auch die Jahre 1958 1959 1960 1962 1963 Ehrentitel für Meister in VEB, durch die Werkleitung und BGL monatlich an Meister verliehen, die in Wettbewerben besondere Erfolge errungen haben und als beste der jeweiligen Abt. hervorgehen. (§ 47 der Ordnung der Auszeichnungen vom 1. 11. 1953, Gbl. S. 1133.) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 172 Meister der Industriegruppe, Bester A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Meister, VerdienterDDR A-Z 1956
Schwerpunktbetriebe (1956)
Siehe auch die Jahre 1953 1954 1958 1959 Direktbetriebe. Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 229 Schwerindustrie A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z SEDDDR A-Z 1956
Künstlerisches Volksschaffen, Preis für (1956)
Siehe auch: Künstlerisches Volksschaffen, Preis für: 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 Preis für künstlerisches Volksschaffen: 1969 Staatliche Auszeichnung, gestiftet durch VO. vom 18. 5. 1955 (GBl. I S. 365) „zur Förderung des künstlerischen Schaffens der Werktätigen und zur Entfaltung der schöpferischen Kräfte des Volkes auf allen Kunstgebieten“ (§ 1). Der PfkV. wird verliehen für besondere Leistungen „auf dem Gebiet des künstlerischen Volksschaffens, die die demokratische Entwicklung unseres Vaterlandes bedeutend gefördert haben“ (§ 2). Die Verleihung erfolgt nach Zustimmung des Ministerrates jährlich am 1. Mai durch den Minister für Kultur. Die Auszeichnung besteht a) für Einzelpersonen: aus einem steuerfreien Geldpreis (I. Klasse: bis zu 5.000 DM Ost, II. Klasse: bis zu 3.000 DM Ost), einer Ehrenurkunde und einem Ehrenzeichen (silberne bzw. bronzene Medaille an graublauem Band); b) für Gruppen; aus einem steuerfreien Geldpreis (I. Klasse: 5.000–15.000 DM Ost, II. Klasse: 3.000–10.000 DM Ost) und einer Ehrenurkunde. (Volkskunst) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 147 Kündigungsrecht A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kultur, Ministerium fürDDR A-Z 1956
Filmaktiv (1956)
Siehe auch die Jahre 1954 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1952 gegründete Gremien auf zentraler, Bezirks-, Kreis- und Ortsebene, die „durch kollektive und individuelle Aufklärung in der Bevölkerung die Wissensgrundlagen für die in den fortschrittlichen Filmen enthaltenen politischen und gesellschaftlichen Wahrheiten“ schaffen sollen („Nationalzeitung“ vom 30. 1. 1953). F. sind also SED-gesteuerte Agitationsgruppen, um die unbeliebten Sowjet- und Defa-Filme zu popularisieren. Wirksamkeit infolge mangelnder Publikumsresonanz unbedeutend. (Filmwesen) Fundstelle: SBZ von A bis Z. Dritte, überarbeitete und erweiterte Auflage, Bonn 1956: S. 84 Fernstudium A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z FilmwesenDDR A-Z 1954
DDR A-Z 1954
Planwirtschaftsergebnisse (1954)
Siehe auch das Jahr 1953 Die bisherigen Wirtschaftspläne der SBZ wiesen empfindliche Mängel auf, die auch von den zuständigen Stellen nicht geleugnet werden. Der Vorsitzende der Staatlichen Plankommission, Rau, nannte in seinem Bericht für 1951 u. a. folgende Planungsfehler: 1. Fehlen exakter Kenntnisse der [S. 123]vorhandenen Kapazitäten in den Produktionszweigen; 2. Fehlen auf längere Jahre berechneter konkreter technischer Entwicklungsprogramme; 3. Fehlen exakter Materialverbrauchsnormen; 4. Fehlen der Pläne zum Beginn eines neuen Planjahres und demzufolge keine Materialdispositionen. Unbestreitbar aber hat die Planwirtschaft der SBZ trotz zahlreichen Mängeln in den letzten Jahren gewisse Erfolge erzielt, nicht zuletzt durch die harte Arbeitsdisziplin und die Aktivistenbewegung. Der Sowjetzonenplanung kann daher kein baldiger und vollständiger Zusammenbruch vorausgesagt werden. Die Nichterfüllung einiger wichtiger Planziele in den ersten beiden Jahren des Fünfjahrplanes sollte nicht dazu verleiten, die tatsächlich erzielten Steigerungen zu übersehen. Die Planwirtschaft der SBZ steht und fällt mit der Entscheidung darüber, ob es der Sowjetzonenregierung möglich sein wird, die Materialversorgung durch regelmäßige Importe zu sichern. (Wirtschaftssystem) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 122–123 Planökonomie, Hochschule für A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z PoliklinikDDR A-Z 1954
Utopie, Sozialistische (1954)
Siehe auch: Utopie: 1979 Utopie, Sozialistische: 1953 1956 1958 1959 1960 1962 Die im 18. und beginnenden 19. Jahrhundert verkündeten sozialen Theorien, die aus teils christlichen, teils aufklärerischen Motiven eine allmeine Umgestaltung der Gesellschaft erstrebten, wurden von Marx als weltfremde U. oder als „utopistisch“ bezeichnet, weil sie den Kern des Problems weder „materialistisch“ noch ökonomisch (Privateigentum an den Produktionsmitteln) sahen. Engels behauptete, der Sozialismus habe durch Marx den Schritt „von der Utopie zur Wissenschaft“ vollzogen. (Theorie des Marxismus-Leninismus-Stalinismus) Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 172 Uranbergbau A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z VdgB (BHG)DDR A-Z 1954
1954: H
Hamann, Karl Handel, Privater Handelszentralen, Deutsche (DHZ) Handke, Georg Handwerk Handwerkssteuer Hausgeld Haushaltsaufschlag Haus- und Hofgemeinschaften Hausvertrauensleute Heilbehandlung, Freie Heinrich-Greif-Preis Held der Arbeit Hennecke, Adolf Herrenlose Flächen Herrenloses Gut Herrnstadt, Rudolf HO Hochschulen Hoffmann, Karl-Heinz Honecker, Erich Hunderttausender-Bewegung HVA HVDVP HVL HVS Hygiene-InspektionDDR A-Z 1954
Gosporochodstwo (1954)
Siehe auch das Jahr 1953 Sowjetische Abkürzung für die „SAG Staatliche Schiffahrt auf der Oder“. G. war von 1945–1952 in großem Umfange an den Transporten in und aus der SBZ beteiligt, die im Interesse der Sowjets durchgeführt wurden. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch 1945 beschlagnahmten die Sowjets die 600 Oderlastkähne und die ca. 40 Schleppdampfer. Seitdem unterhielt die SAG G. eine Anzahl Agenturen an den größeren Schiffahrtsanlegestellen. Mitte 1952 wurde G. an die SBZ-Behörden zurückverkauft und in das „Volkseigentum“ übergeführt. Das Unternehmen wird seitdem von der DSU mitbetrieben. Literaturangaben *: Die sowjetische Hand in der deutschen Wirtschaft. Organisation und Geschäftsgebaren der sowjetischen Unternehmen. (BB) 1953. 100 S. m. 2 Anlagen. Fundstelle: SBZ von A–Z. Zweite, durchgesehene und erweiterte Auflage, Bonn 1954: S. 63 Gosplan A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z GroßbauerDDR A-Z 1953
DDR A-Z 1953
Austauschnormen (1953)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 A. wurden offiziell für solche Bauernwirtschaften festgesetzt, denen nicht möglich war, bei bestimmten Erzeugnissen die Ablieferungsnorm zu erfüllen. So war es z. B. möglich, an Stelle von 100 kg Hafer 62 kg Speisehülsenfrüchte oder 10 kg Schweinefleisch abzuliefern. Dieses „Äquivalentsystem“, das ständig wechselte, ist seit 1950 weggefallen; ein etwaiger Ausgleich soll innerhalb der Dorfgemeinschaft herbeigeführt werden. Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 20 Außenpolitik A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z AuszeichnungenDDR A-Z 1953
Komintern (1953)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 1979 1985 Abk. des Pj. für Kommunistische (III). Internationale. Durch Lenins Initiative erfolgte im März 1919 der Zusammenschluß der kommun. Parteien Europas und Amerikas (1. Weltkongreß der K.). Die K. rief das internationale Proletariat zur Errichtung der Sowjetmacht in allen Ländern auf. Nach dem Tode Lenins nahm die Bolschewisierung der K. ständig zu. Sie steigerte sich zu der Forderung an alle Sektionen, sich dem Führungsanspruch der KPdSU (B) zu unterwerfen, und schaltete systematisch alle Stalin-Gegner aus dem Exekutivkomitee aus. Der letzte (VII.) Weltkongreß der K. fand 1935 statt. 1943 wurde die K. im Interesse des Bündnisses der SU mit den Westmächten der Form nach aufgelöst. Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 71 Kominform A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Kommunalwirtschaftliche UnternehmenDDR A-Z 1953
Fortschritt (1953)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 In der kommun. Parteipropaganda wird die Gegenüberstellung von F. und Reaktion auf eine primitive und stets moralisierende Schwarz-Weiß-Formel vereinfacht. Jede Auffassung und jede Handlung, die die Zerstörung der bestehenden Ordnung und die Herbeiführung der bolschewistischen Revolution fördert, gilt als F. und als gut, jede antikommun. Haltung, sogar die Neutralität gilt als reaktionäre Gesinnung und als böse (Moral). — Im Dialektischen Materialismus ist F. jedes Umschlagen von Quantität in eine neue Qualität; in der Materialistischen Geschichtsauffassung wird jeder durch innere Widersprüche in den Produktionsverhältnissen der Klassengesellschaft entstehende revolutionäre Umschwung als F. bezeichnet. Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 49 Forstwirtschaft A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z Franik-BewegungDDR A-Z 1953
DFD (1953)
Siehe auch die Jahre 1954 1956 1958 1959 1960 1962 1963 1965 1966 1969 1975 Abk. für Demokratischer Frauenbund Deutschlands. Hervorgegangen aus den am 30. 10. 1945 gegründeten antifaschistischen Frauenausschüssen. Gründung in der SBZ: 8. 3. 1947, in Westdeutschland: 8. 3. 1951. 1. Vorsitzende Elli ➝Schmidt, verantwortlich für die Arbeit in der Bundesrepublik: Gerda Röder. Mitgliederzahl in der SBZ: 1.150.000 Stand Anfang 1952). Rund 80 v. H. [S. 35]der Mitglieder parteilos. Der hauptamtliche Funktionärkörper besteht zu über 90 v. H. aus SED-Mitgliedern. Der organisatorische Aufbau entspricht im wesentlichen dem der SED. Aufgaben: Gewinnung der Frauen für den kommunistischen „Kampf um Frieden und Einheit“ und zur Übernahme von Männerarbeit im Rahmen der Wirtschaftspläne. Fundstelle: SBZ von A–Z. Bonn, 1953: S. 34–35 Deutsch-Sowjetische Freundschaft, Gesellschaft für (DSF) A, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, P, Q, R, S, T, U, V, W, Z DHZ