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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Wer war wer in der DDR

Gundelach, Gustav

* 19.12.1888 – ✝ 8.7.1962

Geb. in Kiel; Vater Maler, Mutter Näherin; 1896 – 1904 Volksschule in Kiel; 1904 – 08 Ausbildung zum Dreher in Kiel; 1907 – 33 Mitgl. des DMV; 1908/09 Wanderschaft; 1909/10 Arbeiter in Kassel u. Kiel, 1910 – 14 Arbeit als Dreher in Hamburg, dort Vertrauensmann; 1909 SPD; 1910/11 Teiln. am Werftarbeiterstreik; 1914 – 18 Arbeit in der Rüstungsindustrie in Kiel; Teiln. am Jan.-Streik 1918 u. im Nov. 1918 am Matrosenaufstand; 1919 USPD; Unterkassierer Hamburg-Uhlenhorst-Winterhude u. Pol.-Ltr.; 1920…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Gundermann, Marianne

* 20.8.1902 – ✝ 29.5.1974

(* 1902 – † 1974) Geboren am 20. August 1902 in Crimmitschau; arbeitete nach der Handelsschule bei verschiedenen Verlagen in Berlin. Von 1920 bis 1923 in der KAP, sie trat 1924 der KPD bei, wurde Redakteurin am »Klassenkampf« in Halle, dort 1929 als Mitglied der Versöhnler abgesetzt. Von 1930 bis 1932 leitete sie die Redaktion der kommunistischen Zeitschrift »Weg der Frau«. 1933 Emigration nach Paris, 1933/34 illegale Arbeit in Deutschland. 1935 nach Moskau, dort 1936 Studium an der Internationalen Leninschule. 1938 nach Holland geschickt, gehörte sie der KPD-Emigrationsleitung an. 1943 verhaftet, soll sie der Gestapo (nach mißglücktem Selbstmordversuch) Informationen gegeben haben. In den KZs Auschwitz und Ravensbrück inhaftiert, kam sie über das Rote Kreuz 1945/46 nach Schweden. Seit 1946 arbeitete sie beim Berliner Rundfunk, 1949 bis 1953 auch in der Redaktion »Neues Deutschland«. Sie gehörte 1953 vermutlich zur Zaisser-Herrnstadt-Gruppe. Wegen ihrer Aussagen bei der Gestapo soll sie intern erst ab 1956 in die SED aufgenommen, 1970 aber voll rehabilitiert worden sein. Ab 1956 Abteilungsleiterin im Ministerium für Kultur; sie erhielt 1959 den Händel-Preis, promovierte 1964 und bekam 1969 den Nationalpreis. Zwar eine einflußreiche DDR-Kulturpolitikerin, wirkte jedoch mehr im Hintergrund. 1972 erschien eine Sammlung ihrer Reden und Aufsätze. Marianne (Änne) Gundermann starb am 29. Mai 1974.Michael F. Scholz

Wer war wer in der DDR

Günther, Joachim

* 7.10.1918 – ✝ 5.1.1976

Geb. in Oelsnitz; Vater Bergmann; 1925 – 29 Volksschule Oelsnitz, danach Oberschule Stollberg, dort 1938 Abitur; anschl. Arbeitsdienst u. Wehrmacht; 1941 – 43 Studium der Staatswiss. an der Univ. Leipzig; 1943 – 45 Wehrmacht. 1945 – 47 Fortsetzung des Studiums an der MLU Halle, dort 1947 Dipl.; 1947 – 49 Ass. am Staatswiss. Seminar u. Studium der Rechtswiss., 1949 Prom. mit der Arbeit »Die Entw. der sächsischen, insb. des Zwickau-Oelsnitzer Steinkohlenbergbaus seit 1937 u. seine Bedeutung im…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Günther, Hans

* 8.9.1899 – ✝ 10.11.1938

(* 1899 – † 1938) Geboren am 8. September 1899 in Bernburg. Nach dem Studium promovierte er 1923 mit einer Arbeit zur Marxschen Mehrwerttheorie. Er veröffentlichte in der kommunistischen Presse theoretische Beiträge, Theater-, Film- und Literaturkritiken. Er trat 1930 der KPD bei und wurde Mitarbeiter der Agitpropabteilung des ZK in Berlin und der »Roten Fahne«. 1932 Übersiedlung nach Moskau und Redakteur der »Internationalen Literatur«. 1935 erschien dort sein Werk »Der Herren eigener Geist. Die Ideologie des Nationalsozialismus«. Er wurde am 4.November 1936 in der UdSSR verhaftet und zu fünf Jahren Lager verurteilt. Hans Günther starb am 10. November 1938 im Durchgangslager Wladiwostok an Typhus. 1956 in der Sowjetunion »rehabilitiert«, erschienen in der DDR erst 1981 seine Ausgewählten Schriften.

Wer war wer in der DDR

Guske, Hubertus

* 21.3.1930

Geb. in Breslau (Schles./Wrocław, Polen) als Sohn eines Bankkfm.; 1946 Abitur in Großenhain (Sachsen); CDU; 1947 – 51 Ausbildung u. Anstellung im Landratsamt Großenhain; anschl. Volontär u. bis 1961 Red. der CDU-Ztg. »Neue Zeit« in Berlin; 1957 – 61 zugl. Abg. der Stadtbez.-Vers. Berlin-Weißensee; 1958 – 64 Fernstudium der Geschichtswiss. an der HU Berlin; 1959 – 89 beim MfS als IMV »Georg« erf.; 1961 – 69 Mitarb. bzw. Red. der kath. Ztschr. »begegnung«; 1964 Mitbegr. der Berliner Konferenz…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Gutjahr, Karl

* 13.11.1894 – ✝ 2.12.1971

Geboren am 13. November 1894 in Lützen/Krs. Weißenfels, Sohn eines Maurers; Lehre und Arbeit als Koch und Kellner. Von 1913 bis 1918 war Gutjahr Fremdenlegionär, bis 1920 interniert, im Frühjahr 1920 konnte er nach Deutschland zurück. Abraumarbeiter in Zeitz, dort im August 1923 Mitglied der KPD und 1924 Stadtrat. Gutjahr leitete ab 1927 die KPD in Zeitz und gehörte der BL Halle-Merseburg an, 1928 Bezirkssekretär für den Halle-Saalekreis. Er wurde Mitglied des Provinzialausschusses Sachsen und saß mit Wilhelm Pieck als KPD-Vertreter im Preußischen Staatsrat. Am 25. Juli 1933 in Hamburg verhaftet, der VGH verurteilte ihn zu zwei Jahren Gefängnis, anschließend Überführung in das KZ Sachsenhausen, aus dem er Ende April 1939 entlassen wurde. Arbeit als Steinträger in Zeitz, mußte 1942 zur Wehrmacht. 1946 in der SBZ Hauptdirektor Bergbau der AG Brennstoffindustrie. 1948/49 Sekretariatsmitglied der SED Sachsen-Anhalt, 1951 wurde er Hauptdirektor im VEB Mansfeld. 1957 verzog er nach Rostock, ehrenamtlich tätig. Karl Gutjahr starb am 2. Dezember 1971 in Rostock. Sein Sohn, Karl Gutjahr junior (* 21. 11. 1928 – † 12. 3. 1988) war von 1952 bis 1971 persönlicher Mitarbeiter für Landwirtschaftsfragen im Büro von Walter Ulbricht.

Wer war wer in der DDR

Güttler, Ludwig

* 13.6.1943

Geb. in Sosa (Erzgeb.); 1961 – 65 Studium an der HS für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig; erstes Engagement beim Händel-Festspielorchester Halle; 1969 – 81 Solotrompeter der Dresdener Philharmonie; seit 1972 Lehrbeauftr. an der HS für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden; 1980 – 90 dort Prof.; seit 1978 Gastprof. beim Internat. Musikseminar in Weimar; 1980 Prof.; seit 1982 Ltr. einer Mstr.-Kl. für Trompete; gründete 1976 das Leipziger Bachkolleg., 1978 das Blechbläserensemble Ludwig…

Wer war wer in der DDR

Gyptner, Richard

* 3.4.1901 – ✝ 2.12.1972

Geb. in Hamburg; Volksschule; kfm. Ausbildung; Schiffbauhelfer; Teiln. an der Nov.-Rev. 1918; 1919 KPD-Mitbegr. in Hamburg; 1920 – 26 Vors. des KJVD u. Jugendvertreter im PB der KPD; 1922 Mitgl. des EKKI der KVJ, Jugendvertreter im EKKI; 1929 Sekr. des Westeurop. Büros der KI (unter Georgi Dimitroff); 1931 KI-Vertreter bei der Schweizer KP; Kand. des EKKI; 1933 Sekr. im Weltkomitee gegen Krieg u. Fasch. in Paris; seit 1933 Sekr. des EKKI der IAH in Paris; Aufenthalte in Dänemark u. Schweden; ab…

Wer war wer in der DDR

Gysi, Klaus

* 3.3.1912 – ✝ 6.3.1999

Geb. in Berlin in einer dt.-jüd. Fam.; Vater Arzt, Mutter Buchhalterin; Volksschule in Berlin-Neukölln, Realgymnasium, 1931 Abitur in Darmstadt; 1928 Mitgl. des KJVD, der IAH u. des Soz. Schülerbunds, 1931 der KPD in Frankfurt (Main); 1931 – 35 Studium der Volkswirtschaft in Frankfurt (Main), 1931/32 in Paris (Sorbonne), Innsbruck u. ab Sommer 1933 in Berlin, Jan. 1935 Abschlußprüfung an der Univ. Berlin, Dipl.-Volkswirt; 1931 – 33 Mitgl. der Roten Studentenbew.; Pol.- u. Org.-Sekr. in Frankfurt…

Wer war wer in der DDR

Haase, Erich

* 7.9.1928

Geb. in Großenhain; Vater Heizungsmonteur; Grund- u. Oberschule; Lehre u. Arbeit als Maurer; 1946 SED; 1946 / 47 VHS, Abitur; 1947 – 52 Studium der Wirtschaftswiss. an der TH Dresden, Dipl.-Wirtschaftler; 1952 – 56 Oberass., 1956 – 58 stellv. Dir. des Inst. für Rechnungswesen u. Finanzen der TH Dresden; 1958 Prom. zum Dr. rer. oec.; 1958 – 61 1. Stellv. des Hauptdir. der VVB Maschinenbau u. Abt.-Ltr. für Ökonomie; 1961 Mitarb., 1962 / 63 Abt.-Ltr. Industrie des VWR, 1963 Sekr. des VWR; 1966 1.…

Wer war wer in der DDR

Häber, Herbert

* 15.11.1930

Geb. in Zwickau (Sachsen); Vater Schmied, Mutter Textilarb.; Volks- u. Oberschule; 1945 Mitgl. der Antifa-Jugend; Hilfsarb. im Metallwerk Zwickau; 1946 SED u. FDJ; Besuch der FDJ-Schule am Bogensee; April – Aug. 1947 Org.-Ltr. des FDJ-KV Zwickau; 1947 FDGB; 1947/48 Laufbote des Jugendaussch. Zwickau; 1947/48 Korrespondent des SNB bzw. des ADN in Zwickau; 1948/49 Jugendsekr. der SED-KL Zwickau; 1949/50 Red. bzw. stellv. Chefred. der »Freien Presse« in Zwickau; 1949 Studium an der LPS; 1951…

Wer war wer in der DDR

Hachenberg, Otto

* 25.6.1911 – ✝ 24.3.2001

Geb. in Anhausen (Rheinl.); Vater Schuldir.; Besuch des Realgymnasiums Koblenz, dort 1930 Abitur; 1930 – 37 Studium der Physik, Math. u. Astronomie an den Univ. Königsberg, Göttingen u. Berlin, dort 1938 Prom. mit der Arbeit »Der Aufbau des kugelförmigen Sternhaufens M92« bei Paul Guthnick; 1937 – 43 NSDAP; 1937 – 39 Ass. an der Universitätssternwarte Babelsberg; 1939 – 45 Mitarb. im Labor der Telefunken AG in Berlin; 1945 – 50 Mitarb. des Oberspreewerks in Berlin, zuletzt Ltr. des…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Gundelach, Gustav

* 19.12.1888 – ✝ 8.7.1962

Geboren am 19. Dezember 1888 in Kiel, Sohn eines Malers; von 1908 bis 1923 als Dreher in Hamburg beschäftigt. 1909 Mitglied der SPD, 1917 Übertritt zur USPD, ab März 1920 in der Hamburger USPD-Leitung. Mit dem linken Flügel im Dezember 1920 zur KPD. 1924 wurde Gundelach in die BL Wasserkante gewählt. Als Leiter der Roten Hilfe Wasserkante bis 1933 hauptamtlicher Funktionär sowie Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft von 1924 bis 1933, dort 1927/28 Vizepräsident. Von Juli 1933 bis Februar 1934 Leiter der illegalen RGO Berlin, anschließend Emigration über Wien und Zürich nach Paris, bis Oktober 1936 Instrukteur der IRH in Österreich, Schweiz und Skandinavien. Gundelach kämpfte ab Januar 1937 im Spanischen Bürgerkrieg und war im Range eines Kapitäns Leiter des Roten Kreuzes für die Interbrigaden. Von September bis November 1939 und von Januar bis Juli 1940 war er in Stockholm interniert. Im Juli 1940 erhielt er ein Visum zur Einreise in die UdSSR und flog nach Moskau, dort bis 1942 Spezialausbildung. Danach bis April 1945 Lehrer, Sprecher und Redakteur am Deutschen Volkssender. Ende April 1945 kehrte Gundelach als Mitglied der Gruppe Ulbricht nach Berlin zurück. Ab Mai 1945 zunächst Sekretär der Orgabteilung des ZK der KPD, im September 1945 von der SMAD zum Präsidenten der Deutschen Zentralverwaltung für Arbeit und Sozialfürsorge berufen. Im April 1946 übersiedelte er im Auftrag der SED nach Hamburg und übernahm von Friedrich Dettmann den Vorsitz der dortigen KPD-Leitung. Im April 1949 als Vorsitzender wiedergewählt, wechselte er im August nach Bonn und wurde Sekretär der KPD-Bundestagsfraktion. Gundelach wurde 1946 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt und im August 1949 als Abgeordneter in den ersten Deutschen Bundestag. Ab 1951 gehörte Gundelach der Landesleitung Hamburg an und war Mitglied des KPD-PV. Nach dem Verbot der KPD in der Bundesrepublik arbeitete er illegal für die Partei, er versuchte 1961 vergeblich als Einzelbewerber für den Bundestag zu kandidieren. 1960 wurde ihm von der DDR die Medaille »Kämpfer gegen den Faschismus« verliehen. Gustav Gundelach starb am 7. Juli 1962 in Hamburg.Bernd-Rainer Barth

Wer war wer in der DDR

Günther, Dettlef

* 27.8.1954

Geb. in Erlabrunn (Erzgeb.); Vater Jockey u. Turnierreiter; zuerst Rennschlittensport bei der BSG Fortschritt Raschau (Erzgeb.), später bei der KJS u. Mitgl. des SC Traktor Oberwiesenthal (Trainer: Eberhard Illing); Spezialdisz.: Herren-Einsitzer; 1975 EM; 1976 Olympiasieger; 1979 WM; Ausbildung zum Elektromonteur; bis 1984 Studium an der DHfK Leipzig, Dipl.-Sportlehrer; danach Trainer für Rennschlittensport in Oberwiesenthal; nach 1989 Nachwuchstrainer.Olaf W. Reimann

Wer war wer in der DDR

Günther, Joachim

* 22.10.1948

Geb. in Syrau (Krs. Plauen); Vater Reichsbahn-Angest.; OS; 1965 – 67 Ausbildung zum Maschinenbauer; 1967 – 70 FS-Ausbildung zum Maschinenbau-Konstrukteur in Karl-Marx-Stadt, Dipl.-Ing.; 1970 – 75 in einem Ing.-Büro in Plauen tätig; 1971 LDPD; 1975 – 77 Krs.-Sekr. in Oelsnitz (Vogtl.); 1977 – 82 Studium an der ASR Potsdam, Dipl. auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts; 1982 – 90 LDPD-Krs.-Sekr. in Plauen, dort Stadtverordneter; Febr. 1990 Hauptgeschäftsf. der LDP, März – Aug. 1990 des Bunds Freier…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Günther, Philipp

* 26.1.1883 – ✝ 9.3.1963

Geboren am 26. Januar 1883 in Stollberg/Sachsen, Sohn eines Webermeisters. Maschinenarbeiter, Wanderschaft durch skandinavische Länder. 1906 wurde er in Chemnitz Mitglied der SPD, 1913 Besuch der Parteischule. 1914 Einberufung zum Militär, als Soldat (Marine) 1917 zur Gründung der USPD nach Berlin delegiert. Anschluß an die Spartakusgruppe. Im September 1918 wegen Vorbereitung zur Meuterei inhaftiert, am 26. Oktober befreit und Rückkehr nach Chemnitz. Dort am 9. November in den Arbeiter- und Soldatenrat gewählt. 1919 Mitglied der KPD, 1920 Vorsitzender des KPD-Bezirks Chemnitz. Ab 1923 Stadtverordneter, ab 1924 Stadtrat und von 1924 bis 1930 Redakteur des »Kämpfers«. 1930 als Rechter aus der KPD ausgeschlossen und aus der Redaktion entlassen. Erwerbslos, aktives Mitglied der KPO und arbeitete an deren Zeitung »Arbeiterpolitik« mit. Ab 1933 in der von Robert Siewert geleiteten KPO-Widerstandsgruppe tätig. Im November 1934 wurde Günther verhaftet und schwer mißhandelt. Am 14. Mai 1935 zu einem Jahr und neun Monaten Gefängnis verurteilt. Im November 1936 aus dem Zuchthaus Bautzen in das KZ Sachsenburg überführt, später nach Buchenwald gebracht. Am 16. September 1938 freigelassen, aber unter Polizeiaufsicht gestellt, er arbeitete als Vertreter einer Seifenhandelsfirma in Dresden. 1946 Mitglied der SED; Günther erhielt eine Rüge und wurde 1948 aus der Partei ausgeschlossen. Angeblich waren Briefe von ihm an den Nazi-Bürgermeister von Chemnitz aufgetaucht, in denen Günther 1939 erfolglos versucht hatte, eine Anstellung als Bestattungsredner zu erwirken und Zugeständnisse an »die chauvinistische Ideologie der Nazisten« gemacht haben soll. Infolge seines frühen Parteiausschlussess wurde er von der 1949 einsetzenden Kampagne gegen frühere KPO-Mitglieder in der SED nur noch gestreift. Die ZPKK hatte Günthers Einspruch gegen seinen Parteiausschluß 1950 abgelehnt, im Januar 1960 wurde der Ausschluß aber aufgehoben. Die Medaille für »Kämpfer gegen den Faschismus« wurde ihm allerdings erst im Oktober 1960 verliehen. Philipp Günther starb am 9.März 1963 in Karl-Marx-Stadt.

Wer war wer in der DDR

Gusner, Iris

* 16.1.1941

Geb. in Tratenau (Trutnow, Tschechien); Vater Regierungsrat, Mutter Sekretärin; ab 1945 in Leipzig; Schulbesuch in Markkleeberg, 1959 Abitur; 1960 Aufnahme zum Regiestudium an der Dt. HS für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg, 1961 – 67 Studium am Moskauer Allunionsins. für Kinematographie, u. a. bei Michail Romm; kurzzeitig in der DFF-Red. des Magazins »Prisma« u. Arbeit als Szenaristin u. Regie-Ass.; ab 1970 im DEFA-Studio für Spielfilme angestellt, Regie-Ass. bei »Goya« von  Konrad Wolf; 1972 /…

Wer war wer in der DDR

Gutsche, Joseph

* 5.4.1895 – ✝ 4.5.1964

Geb. in Gräditz (Krs. Züllichau-Schwiebus, Ostbrandenb./Grodziszcze, Polen); Vater Arbeiter; Volksschule; Ausbildung zum Buchbinder; 1915 Soldat, russ. Gefangenschaft, Flucht nach Rostow (Don); 1917/18 als Rotgardist Teiln. an den rev. Kämpfen; Mitgl. der Sozialdemokrat. Arbeiterpartei Rußlands (Bolschewiki); 1918 Rückkehr nach Dtl.; USPD; militär. Berater u. Org. bei den bewaffneten Kämpfen in Berlin; 1920 KPD; bis 1923 Arbeit als Buchbinder; 1923 Teiln. am Hamburger Aufstand; danach Mitarb.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Guttmann, Katharine (Ketty)

* 28.4.1883 – ✝ 25.9.1967

(* 1883 – † 1967) Geboren am 28. April 1883 in Hungen/Krs. Schotten als Katharina Ekey. Sie heiratete in Hamburg den Sozialdemokraten Guttmann und trat in die SPD ein, 1917 Übertritt in die USPD. Während der Revolution wurde Ketty Guttmann eine bekannte Agitatorin. Sie ging 1920 mit der linken USPD zur KPD und wurde für diese 1921 in die Hamburger Bürgerschaft gewählt, der sie bis 1924 angehörte. 1921 Gründerin der Zeitschrift »Der Pranger«, Organ einer Hamburger Prostituierten-Vereinigung, für deren Belange sie sich einsetzte. Nach dem Oktoberaufstand 1923 flüchtete sie nach Moskau, kam aber 1924 desillusioniert zurück. Unter der Losung »Los von Moskau« (so auch der Titel ihrer Broschüre von 1924) führte sie einen Feldzug gegen die KPD und Komintern, wobei sie die Unterstützung einer Gruppe Arbeiterlinke in Hamburg fand. Mit ihrer These, die Komintern müsse zerschlagen werden, weil sie nicht die Arbeiterrevolution, sondern die Interessen der sowjetischen Außenpolitik vertrete, näherte sie sich der KAPD. Ketty Guttmann wurde im Juli 1924 aus der KPD ausgeschlossen, blieb aber als ultralinke Kommunistin aktiv. Sie überlebte die NS-Diktatur und korrespondierte von ihrem Wohnort Burscheid aus noch 1947 mit Ruth Fischer in New York. Ketty Guttmann starb am 25. September 1967.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Gyptner, Richard

* 3.4.1901 – ✝ 2.12.1972

Geboren am 3. April 1901 in Hamburg, Sohn einer Arbeiterfamilie; kaufmännischer Angestellter. Von 1916 bis 1918 Mitglied der Gruppe Linksradikale. 1919 Mitbegründer der KPD in Hamburg, Ende 1920 wurde er Vorsitzender des ZK der KJD, in dieser Zeit war er als Jugendvertreter ZA-Mitglied der KPD. Im August 1922 wurde Gyptner nach Moskau berufen, auf dem III. Kongreß der KJI in Moskau im Dezember 1922 mit Otto Unger und Walter Schulz in das Exekutivkomitee der KJI gewählt. Er war bis 1928 zunächst Kandidat, dann Mitglied und von 1924 bis 1928 einer der drei Sekretäre des Exekutivkomitees. Im Sommer 1923 Sekretär des Westeuropäischen Büros der KJI in Berlin. Unmittelbar nach dem IX. Frankfurter Parteitag 1924 wurde er von der neuen Führung unter Ruth Fischer entlassen, reiste zurück nach Moskau und nahm dort seine Arbeit in der KJI wieder auf. Ende 1928 Rückkehr nach Berlin, war Gyptner hier bis Februar 1933 unter Georgi Dimitroff Sekretär des Westeuropäischen Büros der Komintern. Im April 1933 Emigration nach Skandinavien und Frankreich, von Ende 1933 bis Ende 1935 einer der Sekretäre des ZK der IAH in Paris, danach in der UdSSR bis 1941 persönlicher Sekretär beim Generalsekretär der Komintern Dimitroff. Nach Auflösung der KI Mitarbeiter in der inoffiziellen Nachfolgeorganisation, des »Instituts Nr. 205«, dann Redakteur am Deutschen Volkssender in Moskau bzw. in Ufa. Ende April 1945 kam Gyptner mit der Gruppe Ulbricht nach Deutschland und war in Berlin führend am Aufbau der KPD-Organisation beteiligt. Er leitete ab April 1946 mit dem aus der SPD kommenden Fritz Schreiber »paritätisch« das Büro des ZS der SED. Schreiber trat Ende 1948 aus der SED aus, flüchtete in die Westzonen und schilderte Gyptner als bedingungslosen Vertrauten Walter Ulbrichts. Inzwischen auch bei einstigen KPD-Kadern umstritten, wurde Gyptner im März 1949 Vizepräsident der Ostberliner Volkspolizei. Am 2.Mai 1950 von dieser Funktion beurlaubt, er wurde auf die Landesparteischule nach Liebenwalde geschickt. Von 1951 bis 1953 im Amt für Information, danach wechselte er ins Außenministerium, von Dezember 1955 bis Februar 1958 war er Botschafter in Peking, anschließend Regierungsbevollmächtigter der DDR für die arabischen Staaten in Kairo und von März 1961 bis Mai 1963 Botschafter in Polen. 1964 pensioniert, erhielt er 1965 den Karl-Marx-Orden. Richard Gyptner starb am 2. Dezember 1972 in Ost-Berlin. Sein Sohn Rudolf (* 4. 1. 1923) fiel als Partisan in Polen am 28. 11. 1944.Michael F. Scholz

Wer war wer in der DDR

Haack, Hermann Otto

* 29.10.1872 – ✝ 22.2.1966

Geb. in Friedrichswerth (b. Gotha); Vater Postbeamter; 1878 – 83 Dorfschule, 1884/85 Privatunterricht, 1886 – 93 Gymnasium Ernestinum in Gotha; 1893 – 96 Studium der Geogr. u. Geol. in Halle, Göttingen, Berlin u. Halle, 1896 Prom.; 1896/97 Militärdienst; 1897 – 1944 Kartograph bzw. Ltr. der Geograph. Anstalt Justus Perthes Gotha; 1902 »Kleiner dt. Schüleratlas« u. »Kleiner dt. Lernatlas«; 1920 Prof.; 1922 korr. Mitgl. der Königl. Preuß. Akad. gemeinnütziger Wiss. in Erfurt; 1922 Errichtung der…

Wer war wer in der DDR

Haase, Hans-Herbert

* 21.3.1927 – ✝ 4.9.2011

Geb. in Halle; Gymnasium; Ausb. als Landw. in Merbitz (Saalkrs.); Studium der Pharmazie u. Med.; Apotheker in Holeben; 1956 Prom. mit einer »Untersuchung über das sog. Farnblattphänomen«; dann Facharzt für Hygiene in Teutschenthal; Oberarzt am Hygiene-Inst. der MLU Halle; Doz., Prof., Dir. des Hygiene-Inst.; Febr. 1990 Mitgl. der FDP, bis Sept. 1990 Vors, dann stellv. Vors. des FDP-Landesverb. Sachsen-Anh. 1990 – 94 MdL Sachsen-Anh. u. Vors. der FDP-Frakt.; danach Apotheker in Halle;…

Wer war wer in der DDR

Haberditzl, Werner

* 16.11.1924 – ✝ 2.7.1981

Geb. in Berlin-Mariendorf; 1942 Abitur; 1942 – 45 RAD u. Wehrmacht. 1945 – 48 Schulhelfer an Berliner Schulen; 1946 SED (später SEW); 1946 – 54 Studium der Chemie in Berlin, 1953/54 Diplomarbeit am Inst. für Physikal. Chemie der HU Berlin, seit 1953 hier Assistent, 1957 Prom. bei  Robert Havemann; 1964 Habil.; 1965 ord. Prof. für Theoret. Chemie. W. H. lebte als österr. Staatsbürger in Berlin (West); trug wiss. u. wiss.-org. maßgebl. zur Entw. der Theoret. Chemie in der DDR bei; bes. Leistungen…

Wer war wer in der DDR

Hackenberg, Helmut

* 2.3.1926 – ✝ 25.4.1999

Geb. in Oppeln (Oberschlesien / Opole, Polen); Vater Arbeiter; Volks- u. Mittelschule; 1940 Lehre als Autoschlosser; 1940 – 44 Unteroffiziersschule; 1944 / 45 Kriegsdienst, 1945 sowj. Kriegsgef. in der ČSR. 1945 / 46 KPD / SED; 1946 – 51 Volontär bei der Versicherungsanstalt Dessau; 1951 / 52 Instrukteur der SED-LL Sachsen-Anh.; 1952 – 63 Abt.-Ltr. Org. / Kader in der SED-BL Magdeburg; Studium an der SED-PHS, 1957 Dipl.-Gesellschaftswiss.; später FS-Studium mit Abschluß als Ing.-Ökonom; 1963 –…

Wer war wer in der DDR

Gundermann, Gerhard

* 21.5.1955 – ✝ 21.6.1998

Geb. in Weimar; Vater Uhrmachermstr., Mutter Lagerarb.; 1961 – 73 POS, EOS, Abitur; 1973 – 75 Offz.-HS Löbau, abgebrochen; 1975 im Braunkohletagebau, zuerst Hilfsmaschinist, dann Baggerfahrer; 1971 Singeklub; 1978 – 88 »Brigade Feuerstein«; 1972 erste eigene Texte u. Kompositionen; seit 1980 Soloprogramme; 1977 – 90 Auftritte beim Berliner Festival des pol. Liedes; 1976 – 84 vom MfS als IM »Grigori« erf.; 1975 SED, 1984 Ausschl. (Rehabil. 1990); 1983 Porträtfilm »Gundi Gundermann« im DFF; 1988…

Wer war wer in der DDR

Günther, Eberhard

* 11.5.1931

Geb. in Dresden; Abitur; nach kurzem Lehrgang Neulehrer; Studium der Pädagogik, Germanistik u. Geschichte; 1954 SED; Doz. an der ABF Dresden; verantw. Red. der Hochschulztg. der TU Dresden; Mitgl. der Univ.-Parteiltg.; 1964 Prom. mit der Diss. »Die frühen Dramen Friedrich Wolfs«; 1964 – 73 ltd. Mitarb. der HV Verlage u. Buchhandel im Min. für Kultur; 1966 Parteiverfahren, weil er die Druckgenehmigung für  Manfred Bielers Roman »Das Kaninchen bin ich« erteilt hatte; ab 1973 Verlagsdir. des…

Wer war wer in der DDR

Günther, Jürgen

* 24.2.1938 – ✝ 30.5.2015

Geb. in Halle; Vater Kunsthistoriker; 1952 – 55 Ausbildung zum Drucker in Halle; 1958 – 61 Hauptphasenzeichner beim DEFA-Trickfilmstudio in Dresden; erste Veröff. in der Kinderztschr. »ATZE«, seit 1960 regelmäßig Arbeiten für die Kinderztschr. »FRÖSI«; anschl. freiberufl.; erste Bildergeschichten zus. mit seiner Frau, der Malerin Herta Günther; Mitte der 70er Jahre für »FRÖSI« Entw. der populären Comic-Figuren »Otto u. Alwin«, 1979 zeichnete er mit ihnen 55 Folgen für die ersten u. einzigen…

Wer war wer in der DDR

Guse, Werner

* 18.7.1922 – ✝ 2.11.1977

Geb. in Schönebeck; Vater Schriftsetzer; 1928 – 32 Volksschule, 1932 – 37 Mittelschule; 1937 – 41 Lehre u. Arbeit als Buchdrucker; 1941 RAD; 1941 – 45 Wehrmacht; 1945 – 47 sowj. Kriegsgef., Mitgl. der Antifa-Lagerltg. u. Jugendpropagandist. 1947 Rückkehr nach Dtl.; 1947 / 48 Buchdrucker; 1947 SED; 1948 – 50 Abt.-Ltr. in einer Druckerei; 1950 Org.-Instrukteur beim Rat des Krs. Haldensleben; 1950 – 52 Landrat in Eisleben; 1952 / 53 1. Sekr. der SED-KL Haldensleben; 1953 / 54 Studium an der PHS der…

Wer war wer in der DDR

Gute, Herbert

* 30.8.1905 – ✝ 8.11.1975

Geb. in Dresden; Vater Buchhalter; Gymnasium; 1920 KJVD; 1922 Ausbildung zum Zimmermann; 1923 – 25 Akad. für Kunstgewerbe in Dresden; 1925 Studienaufenthalt in Wien; 1925/26 Werbegrafiker, danach bis 1933 freischaff.; ab 1926 Veröff. erster liter. Arbeiten in Arbeiterztg.; 1928 KPD; 1929 Mitbegr. u. Vors. der ASSO in Dresden; 1929 – 33 Stellv. bzw. Ltr. der MASCH; 1931 Mitgl. der Reichsltg. der ASSO u. Delegierter bei der Gründungsveranstaltung der Interessengem. für Arbeiterkultur; ab 1933…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Gutsche, Joseph

* 5.4.1895 – ✝ 4.5.1964

Geboren am 5. April 1894 in Gräditz/Krs. Schwiebus. Sohn einer Arbeiterfamilie; lernte Buchbinder. Seit 1915 Soldat im Ersten Weltkrieg, geriet in russische Kriegsgefangenschaft und schloß sich der Roten Armee und SDAPR an. 1918 nach Deutschland zurückgekehrt, trat er in die USPD und 1920 in die KPD ein, war militärischer Berater bei den bewaffneten Kämpfen in Berlin, nach dem Hamburger Aufstand 1923 Mitarbeiter der Zentrale der KPD. Als Anhänger Ruth Fischers M-Leiter für den Bezirk Berlin-Brandenburg, im Februar 1924 zum ersten militärpolitischen Lehrgang der Komintern nach Moskau geschickt, mit ihm u.a. Hans Kippenberger, Heinz Neumann und Wilhelm Zaisser. Nach seiner Rückkehr wurde Gutsche Ende Oktober 1924 auf der ersten Konferenz der Leiter des Ordner-Dienstes (OD) Berlin-Brandenburg mit zahlreichen Funktionären verhaftet, im Oktober 1925 vom Staatsgerichtshof in Leipzig zu drei Jahren verurteilt, die er im Zuchthaus Sonnenburg verbüßte. Während der Haft wandte sich Gutsche von Ruth Fischer ab und wurde Anhänger Ernst Thälmanns. Nach seiner Freilassung 1927 erneut Angestellter des Parteiapparates. Das ZK der KPD beauftragte ihn gemeinsam mit Franz Dahlem »zur Bekämpfung der oppositionellen Gruppierung um Ruth Fischer« im Wedding. Nach dieser »Bewährungsprobe« gehörte Gutsche zum reorganisierten AM-Apparat der KPD unter Leitung von Hans Kippenberger, 1929 für den Aufbau sogenannter Sprenggruppen verantwortlich. Einer drohenden Verhaftung entging er im April 1931 durch Flucht in die Sowjetunion, wurde dort Mitglied der KPdSU(B) und diente bis 1942 in der Roten Armee. Als Angehöriger der sowjetischen Aufklärung u. a. in China und den USA, zeitweise Lehrer an der M-Schule der Komintern. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion kämpfte Gutsche mit seinem Sohn Rudolf (* 4. 11. 1919 – † 3. 10. 1988) in einer Partisaneneinheit in der Ukraine. Im Herbst 1945 Rückkehr nach Deutschland, sein Versuch, für die Kommunisten Mitglied der SPD in Leipzig zu werden, um diese zu unterwandern, scheiterte. Gutsche übernahm als KPD- bzw. SED-Mitglied führende Funktionen, u. a. von 1947 bis 1949 Präsident des Landespolizeiamts Sachsen, nach Gründung des MfS 1950 Leiter der Landesverwaltung Sachsen bzw. bis Anfang 1953 der Bezirksverwaltung Dresden, dann Leiter der Hauptabteilung Information des MfS in Ost-Berlin. Generalmajor und im November 1953 Chef der streng geheimen Abteilung »zur besonderen Verwendung« (z.b.V.), deren Operationsgebiet die Bundesrepublik Deutschland war, 1957 Ruhestand. Rudolf Gutsche starb am 4.Mai 1964 in Ost-Berlin. Mike Schmeitzner veröffentlichte 2004 eine biographische Skizze über Rudolf Gutsche.Jens Gieseke

Wer war wer in der DDR

Gutzeit, Martin

* 30.4.1952

Geb. in Cottbus; Vater Pfarrer; POS; 1968 – 70 Ausbildung zum Elektromonteur in Calau; 1971 Abitur an der Abendschule in Cottbus; 1970/71 Relaismechaniker bei der Energieversorgung Cottbus; 1971 Totalverweigerung des Wehrdienstes; 1971/72 Diakoniehelfer auf dem Martinshof in Rothenburg (Oberlausitz); 1972 – 79 Studium der Theol. u. Philos. am Sprachenkonvikt Berlin, 1979/80 priv. Studien (Georg W. F. Hegel, Immanuel Kant); bildete 1977 – 81 u. a. mit  Markus Meckel einen »Hegel-Krs.«, vom MfS…

Wer war wer in der DDR

Gysi, Gregor

* 16.1.1948

Geb. in Berlin; Vater  Klaus Gysi; 1954 – 62 POS, 1962 – 66 EOS, Abitur u. Lehrabschl. als Facharbeiter für Rinderzucht; 1962 FDJ u. DSF; 1963 FDGB; 1966 – 70 Jurastudium an der HU Berlin, Dipl.-Jur.; 1970/71 Assistentenausbildung am Stadtbez.-Gericht Berlin-Friedrichshain u. im Rechtsanwaltskolleg.; 1967 SED; Mitgl. der Vereinigung Demokrat. Juristen; ab 1971 Rechtsanwalt, vertrat u. a.  Robert Havemann u.  Rudolf Bahro sowie Mitgl. von opp. Gruppen; 1976 Prom. an der HU Berlin zum Dr. jur. mit…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Haag, Alfred

* 15.12.1904 – ✝ 8.8.1982

Geboren am 15. Dezember 1904 in Schwäbisch-Gmünd; Lehre und Arbeit als Schreiner. 1923 Vorsitzender der KPD-Ortsgruppe Gmünd. 1931 Kursant an der Internationalen Leninschule in Moskau, nach Rückkehr Ende 1931/32 Redakteur der »Süddeutschen Arbeiterzeitung«. 1928 und 1932/33 Stadtrat in Schwäbisch-Gmünd und im April 1932 als jüngster Abgeordneter in den Württembergischen Landtag gewählt. Am 10.Februar 1933 wurde Haag in Ulm verhaftet und wegen einer zurückliegenden Schlägerei mit Nazis zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, anschließend »Schutzhaft« u.a. in den KZs Dachau und Mauthausen. Dann im Februar 1940 auf persönliche Anweisung des Reichsführers SS Heinrich Himmler aus dem Gestapogefängnis Prinz-Albrecht-Straße in Berlin entlassen. Haag arbeitete in einem kleinen Handwerksbetrieb, wurde später zur Wehrmacht eingezogen und kam in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1948 nach München zurückkehrte. Er fand Arbeit als Schreiner, später Angestellter einer Krankenkasse. Alfred Haag, der sich wieder der KPD und 1968 der DKP anschloß, war langjähriger Vorsitzender der VVN in Bayern. Er starb am 8. August 1982 in München. Seine Frau Lina Haag (* 18. Januar 1907), geborene Jäger, war Hilfsarbeiterin, Mitglied des KJVD und der KPD. Auch sie wurde 1933 verhaftet und befand sich bis 1939 in Haft, davon längere Zeit in Dunkelarrest. Nach einer Ausbildung als Krankengymnastin arbeitete sie nach 1945 in München. 1945 wieder Mitglied der KPD, sie veröffentlichte 1947 das Buch: »Eine Handvoll Staub«.

Wer war wer in der DDR

Haase, Helga

* 9.6.1934 – ✝ 16.6.1989

Geb. in Schidlitz (Krs. Danzig/Siedlce, Polen); Vater Arbeiter; Volksschule; nach 1945 in Neumühle (b. Schwerin); 1949 – 52 Ausbildung zur Buchhalterin; 1952 – 65 im Beruf tätig; Handballerin in Berlin; 1951 – 66 aktiv als Eisschnelläuferin beim SC Dynamo Berlin (Trainer u. Ehemann Helmut Haase); 1952 – 89 Buchhalterin bei der DVP, zul. Major (als erste Frau in der DDR); 1961 – 79 Mitgl. des DTSB-Präs.; 1965 – 84 Trainerin; 1966 Fernstudium an einer Trainer-FS; 1957, 1958, 1962, 1963, 1965…

Wer war wer in der DDR

Haberland, Ernst

* 3.12.1903 – ✝ 26.11.1992

Geb. in Essen; Vater Dreher; 1909 – 14 Volksschule in Utrecht, 1914 – 18 in Essen; 1918/19 Hilfsarbeiter in Essen; ab 1919 Ausbildung zum Dreher; 1921 Mitgl. des KJV; 1922 zu 21 Mon. Gefängnis verurteilt wegen »Teiln. an den Gruppen von Karl Plättner der KAJ«; 1923/24 illeg. pol. Arbeit; 1924 zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt; 1928 amnestiert; 1928 Mitgl. der KPD Essen; 1928 – 33 Ltr. der RFB Dinslaken bzw. Org.-Ltr. des illeg. RFB-Gaus Ruhrgeb.; Mitarb. im M-Apparat der KPD; 1933/34 N-Ltr.…

Wer war wer in der DDR

Hacks, Peter

* 21.3.1928 – ✝ 28.8.2003

Geb. in Breslau (Wrocław, Polen); Vater Rechtsanwalt; Gymnasium, 1946 Abitur in Wuppertal; Studium der Soziol., Philos., Germanistik u. Theaterwiss. in München; 1951 Prom. mit der Diss. »Das Theaterstück im Biedermeier«; Arbeit für Theater u. Rundfunk. 1955 Übersiedl. in die DDR; Dramaturg zunächst beim Berliner Ensemble, 1960 – 63 am Dt. Theater Berlin (DT); 1964 Mitgl. des Präs. des PEN-Zentrums; 1972 Mitgl. der AdK (1991 Austritt) u. der Akad. der darstellenden Künste in Frankfurt (Main);…

Wer war wer in der DDR

Gundermann, Marianne

* 20.8.1902 – ✝ 29.5.1974

Geb. in Crimmitschau (Sachsen) in einer jüd. Familie; Vater Mützenmacher; Mittelschule in Berlin, Handelsschule; nach 1917 Arbeit bei versch. Verlagen in Berlin; 1919 – 24 KAP; 1924 KPD; Kultur-Red. der Ztschr. »Klassenkampf«, wegen Zugehörigkeit zu den »Versöhnlern« Ausscheiden aus der Red.; 1930 in Berlin Red. bei der Ztschr. »Weg der Frau«; 1933 Emigr. nach Paris; Mitarb. der RH; 1934/ 35 illeg. Arbeit in Dtl. u. im Saargeb.; über Paris in die UdSSR; 1936 Parteischule (Lenin-Schule), Red.;…

Wer war wer in der DDR

Günther, Egon

* 30.3.1927 – ✝ 31.8.2017

Geb. in Schneeberg (Erzgeb.); Vater Arbeiter; Volksschule; Ausbildung zum Schlosser; techn. Zeichner in einem Konstruktionsbüro für Maschinenbau; 1944/45 Wehrmacht; Kriegsgefangenschaft in den Niederlanden u. Goslar, Flucht. Rückkehr nach Dtl.; Neulehrer; 1948 – 51 Studium der Pädagogik, Germanistik u. Philos. in Leipzig; anschl. Lehrer; später Verlagslektor in Halle; verfaßte Dramen, Libretti, Romane; ab 1958 Dramaturg, Regisseur u. Szenarist bei der DEFA; SED; seit 1961 freischaff.;…

Wer war wer in der DDR

Günther, Karl-Heinz

* 13.2.1926 – ✝ 1.10.2010

Geb. in Eisenach; Vater Eisenbahner; Gymnasium, 1944 Abitur; Aufnahme eines Med.-Studiums in Berlin; Ende 1944/45 Offz.-Anwärter im Sanitätsdienst der Luftwaffe, Jan. 1945 Sanitäter im Fronteinsatz; Mai – Juli 1945 sowj. Kriegsgefangenschaft, zul. im antifa. Jugendaktiv. Studium der Geschichte u. Pädagogik an der MLU Halle-Wittenberg; Jan. 1950 SED; Sept. 1951 wiss. Assistent; 1955 Prom. zu Hugo Gaudig bei  Hans Ahrbeck; anschl. wiss. Mitarb. für Geschichte der Erziehung u. Studiendir. für…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Güßfeld, Käthe

* 15.5.1899

Geboren am 15. Mai 1899 in Berlin; bis 1923 Volksschullehrerin. Sie gehörte seit Mai 1920 der USPD, seit Ende 1920 der KPD an und war 1923/24 Frauenvertreterin der BL Berlin-Brandenburg. Dann war sie Übersetzerin und Redakteurin der Zeitschrift »Kommunist« und für die internationale Abteilung der Komintern (OMS) und den sowjetischen Nachrichtendienst tätig. Einsätze führten sie in die USA, nach Großbritannien und nach Frankreich, zeitweilig war sie dort inhaftiert. Von 1924 bis 1927 im Sekretariat der IAH in Berlin, ab 1927 in der Sowjetunion. 1928 Anhängerin Heinrich Brandlers. Käthe Güßfeld war bis 1931 in der sozial-ökonomischen Abteilung der RGI, anschließend bis 1935 als Dozentin am Institut der »Roten Professur« in Moskau. Sie wurde am 27. Oktober 1936 vom NKWD verhaftet. Kurz zuvor hatte sie noch einen schwedischen Staatsbürger geheiratet (Katy Swenson). Ihr Sohn konnte von ihrer Schwester nach Berlin geholt werden. Käthe Güßfeld saß mit Carola Neher und Hilda Duty ab 1938 in einer Zelle im Zuchthaus Orjol, später soll sie im Lager Sol-Ilzek gewesen sein. Laut einer Auskunft aus dem Jahre 1948 kam Käthe Güßfeld als Opfer der Stalinschen Säuberungen im sowjetischen Gulag ums Leben.

Wer war wer in der DDR

Guter, Kurt

* 1.9.1921 – ✝ 27.10.2001

Geb. in Berlin; Vater Filmspielltr. der Universum Film AG (UFA), Mutter Schauspielerin; Grundschule u. Gymnasium in Potsdam, Abitur; Studium der Wirtschaftswiss. an der Univ. Berlin (drei Semester); 1940 / 41 Kamera-Ass. der Universum Film AG in Potsdam; 1941 – 45 Wehrmacht; April – Dez. 1945 in Westdtl.; Ende 1945 mit einem Transport nach Zingst gekommen. 1946 SED; 1946 – 48 Gemeindesekr. u. Gemeinderat in Zingst; 1948 Sonderlehrgang an der SED-LPS Mecklenb. in Wiligrad; 1948 / 49 Bürgermstr.…

Wer war wer in der DDR

Gutsche, Rudolf

* 4.11.1919 – ✝ 3.10.1988

Geb. in Berlin; Sohn von  Joseph G.; 1931 Emigr. in die UdSSR; 1932/33 Agenteneinsatz in China; 1933 Mittelschule; 1933 – 35 Militärschule in Moskau, Ausbildung als Radiotechniker; 1935 – 38 Einsatz als illeg. Funker in Shanghai; 1938 Lehrer in mehreren Militärschulen der UdSSR; 1940 – 43 außerdem Ltr. von zwei Spezialschulen für Aufklärer; 1943 – 45 Partisanen- u. Agenteneinsätze. 1945/46 Spezialschule für Flugtechnik; 1946 SED; Einstellung bei der VP Leipzig, erst Dolmetscher, dann Ltr. der K…

Wer war wer in der DDR

Gwisdek, Michael

* 14.1.1942

Geb. in Berlin; Eltern Gastronomen; 1949 – 57 Schulbesuch; 1957 – 61 Lehre als Gebrauchswerber u. Dekorateur; 1961 – 64 versch. Tätigkeiten, Mitarb. im Tanzcafé seiner Eltern, Jugendklubleiter, Verlader im Transformatorenwerk Oberspree; 1965 – 68 Ausbildung an der Staatl. Schauspielschule Berlin; 1968 – 73 Engagement am Theater in Karl-Marx-Stadt (u. a. Titelrolle in »Lorbass« von Horst Salomon, in Goldonis »Diener zweier Herren«); ab 1968 zunächst auch in kleineren Filmrollen (Indianerfilm…

Wer war wer in der DDR

Gysi, Irene

* 10.3.1912 – ✝ 6.5.2007

Geb. in St. Petersburg; Vater Hüttening., Bruder  Gottfried Lessing; seit 1918 in Dtl.; Volksschule u. Gymn. in Berlin-Zehlendorf; 1931 – 35 Studium der Volkswirtschaft in Berlin, dann an der Sorbonne in Paris u. an der School of Economics in London; 1937 Aufenthalt in Südafrika bei ihrem Bruder; 1937 Mitgl. der KPD; 1939 Emigr. nach Frankreich; im Frauenlager Gurs (Pyrenäen) interniert; 1941 im KPD-Auftrag Rückkehr nach Dtl.; 1941 – 45 freie Mitarb. des kath. Verlags Hoppenstedt & Co. in…

Wer war wer in der DDR

Haas, Leo

* 15.4.1901 – ✝ 13.8.1983

Geb. in Troppau (Österreichisch Schles./Opava, Tschechien); Volks- u. Oberrealschule; 1919 – 24 Studium der Malerei an den Kunstakad. in Karlsruhe u. Berlin; ab 1925 Pressezeichner in Wien bei den Ztg. »Abend«, »Arbeiterztg.« u. »Stunde«; 1926 – 38 freischaff. als Maler, Pressezeichner, Gebrauchsgrafiker u. Bühnenbildner in Troppau; 1939 Verhaftung durch die Gestapo; Haft in den KZ Lublin, Nisko, Uljanow, Theresienstadt, Auschwitz, Sachsenhausen, Redl-Zipf, Schlier, Mauthausen u. Ebensee. 1945…

Wer war wer in der DDR

Haase, Horst

* 2.1.1929

Geb. in Schönwalde (b. Berlin); Vater Bauarb.; Volks- u. Handelsschule; 1946 – 48 Vorstudienanstalt Berlin; 1948 – 51 Studium der Germanistik, Geschichte u. Pädagogik an der HU Berlin; ab 1951 Lektor, wiss. Assistent bzw. Hochschullehrer; 1953 SED; 1955/56 wiss. Mitarb. im DSV; 1956 Prom. über die expressionist. Ztschr. »Weiße Blätter«; 1963 Habil. über  Johannes R. Bechers Dtl.-Dichtung; 1964 Prof. u. bis 1966 Dir. des Inst. für Lit.-Geschichte der KMU Leipzig; ab 1969 an IfG bzw. AfG, seit…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Häbich, Walter

* 15.10.1904 – ✝ 30.6.1934

Geboren als Sohn eines Mechanikers am 15. Oktober 1904 in Botnang (Stuttgart); lernte von 1918 bis 1921 Bandagist und war von 1923 bis 1925 Metallarbeiter. 1920 Mitglied des KJD, 1921 Vorsitzender einer Ortsgruppe, seit 1922 von Groß-Stuttgart. Häbich schloß sich 1923 auch der KPD an. Er kam im Herbst 1923 in »Schutzhaft« und wurde 1924 wegen seiner Tätigkeit bei den Aufstandsvorbereitungen zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Von Januar bis August 1925 verbüßte er einen Teil der Strafe, der Rest wurde ihm erlassen. 1925 Leiter des KJVD Württemberg und hauptamtlicher Funktionär. Im Dezember 1925 unternahm Häbich eine Reise durch die Sowjetunion. Danach 1926 Leiter des KJVD Bezirks Wasserkante, außerdem von 1926 bis 1928 Mitglied der KPD-BL Wasserkante. 1928 Kursant an einer Parteischule in Moskau. Häbich arbeitete im KJVD als Leo, war eng mit Ernst Thälmann verbunden und wurde von diesem nach der Wittorf-Affäre nach Berlin geholt. Hier wurde Häbich Ende 1928 anstelle Konrad Blenkles Vorsitzender des Kommunistischen Jugendverbandes Deutschlands. Als Führer des KJVD auf dem XII. KPD-Parteitag 1929 zum Mitglied des ZK gewählt, aber bereits Mitte 1929 als KJVD-Vorsitzender und ZK-Mitglied von Kurt Müller abgelöst. Im November 1929 kam er als Redakteur zum »Klassenkampf« nach Halle und 1930 zum KPD-Organ »Neue Zeitung« nach München. Dort im Januar 1932 als verantwortlicher Redakteur zu anderthalb Jahren Festung verurteilt, Weihnachten 1932 amnestiert, lebte er wieder in München. Wegen illegaler Arbeit für die KPD im September 1933 verhaftet und ins KZ Dachau gebracht. Dort wurde Walter Häbich am 30.Juni 1934 von der SS ermordet. Die Nachricht vom Tode ihres Sohnes erhielt seine Mutter erst vier Monate später.

Wer war wer in der DDR

Hadermann, Ernst

* 22.5.1896 – ✝ 2.1.1968

Geb. in Schlüchtern (Hessen); Vater Mühlenbesitzer; 1902 – 11 Volks- u. Lateinschule in Schlüchtern, 1911 – 14 Gymnasium in Fulda, Abitur; 1914 – 18 Militärdienst (Ltn.); 1919 – 24 Studium Germanistik, Geschichte, Philosophie u. Romanistik an den Univ. Frankfurt (Main), Heidelberg, Berlin u. Marburg; Febr. – Herbst 1920 USPD; Juni 1923 Prom. zum Dr. phil.; 1924 St.-Ex. für das höhere Lehramt in Marburg; 1924/25 Studienreferendar, 1926 – 30 Studienassessor in Marburg; 1930 – 39 Studienrat in…