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BioLex

In der Kategorie BioLex sind drei wichtige Lexika mit über 5500 Biografien von überzeugten Kommunistinnen und Kommunisten, Renegatinnen und Dissidenten im Volltext recherchierbar.

 

Das Handbuch „Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945“ wird von Andreas Herbst und Hermann Weber in der 8. aktualisierten Ausgabe herausgegeben. Auf breiter Quellenbasis werden die Schicksale deutscher Kommunisten knapp geschildert, von denen etwa ein Drittel während der NS-Diktatur und durch den Stalinistischen Terror gewaltsam ums Leben kam.

Kurzbiografien zu Personen des politischen Lebens in der DDR stellt das von Helmut Müller-Enbergs, Jan Wielgohs, Dieter Hoffmann, Andreas Herbst, Ingrid Kirschey-Feix herausgegebene Lexikon ostdeutscher Biographien „Wer war wer in der DDR?“ Ch. Links Verlag, 5. Aufl. 2010 bereit.

Zudem ist das Online-Lexikon www.dissdenten.eu ebenfalls auf unserer Seite aufrufbar. Die über 700 Biografien mit umfangreichen Informationen zu Oppositionellen, Bürgerrechtlern und  Dissidenten aus vielen Ländern Ost- und Mitteleuropas werden laufend erweitert.

 

Wer war wer in der DDR

Kunz, Joachim

* 9.2.1959

Geb. in Stollberg (Sachsen); bei der Großmutter in Lugau (b. Ölsnitz) aufgew.; Turner im TZ Bernsdorf, anschl. KJS Karl-Marx-Stadt; 1974 Wechsel zum Gewichtheben; 1975 Spartakiadesieger; Mitgl. des SC Karl-Marx-Stadt (Trainer seit 1978: Klaus Kroll); 1977 Junioren-EM im Federgewicht; 1979 EM; 1979 Junioren-WM im Federgewicht; 1980 – 89 SED; 1981 WM u. EM im Federgewicht; 1980 Olymp. Spiele: 2. Platz im Federgewicht; 1983 WM u. EM im Federgewicht; 1988 Olymp. Spiele: Sieger im Leichtgewicht; VVO;…

Wer war wer in der DDR

Kunze, Michael

* 29.6.1944

Geb. in Schwarze / Thüringen; Vater Neulehrer; POS; Lehre u. Arbeit als Maschinenschlosser; Abitur an der ABF der BA Freiberg; anschl. Studium an der BA Freiberg, Dipl.-Ing., 1972 Prom. zum Dr.-Ing.; Mitgl. der NDPD; Abg. des Kreistags Meißen; 1977 Mitgl. des Rats des Krs. Kamenz; 1984 – 89 Stellv. des Vors., Dresden, Febr. – Mai 1990 Vors. des Rats des Bez. Dresden. Nach 1990 Vors. des Vorstands des Landesverb. Sachsen der Volkssolidarität.Andreas Herbst

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kupferstein, Hermann

* 10.3.1896 – ✝ 25.11.1937

(* 1896 – † 1937) Geboren am 10. März 1896 in Warschau. Er kam nach dem Weltkrieg nach Berlin und trat der KPD bei. Im illegalen Apparat tätig, wurde er 1925 Mitbegründer und Funktionär des RFB. 1931 war Kupferstein am Mord an den Berliner Polizeioffizieren Anlauf und Lenck beteiligt. Weiter in AM-Apparat unter Hans Kippenberger aktiv, emigrierte er 1933 nach Paris und wurde von da aus im Dezember 1934 in die UdSSR beordert. Er geriet dort in die Säuberung des Kippenberger-Apparates und wurde bereits am 3. April 1935 verhaftet und noch vor Kippenberger am 22. Mai 1935 zu fünf Jahren Lager verurteilt. Sein Frau Elisabeth geb. Wrobel (1903 – ?), ebenfalls im April 1937 vom NKWD verhaftet, wurde am selben Tag zu drei Jahren Haft verurteilt und ist in der UdSSR verschollen. Hermann Kupferstein kam am 25.November 1937 in Leningrad erneut vor Gericht, wurde zum Tode verurteilt und am 8.Dezember 1937 in Lewaschowo erschossen.

Wer war wer in der DDR

Kurella, Alfred

* 2.5.1895 – ✝ 12.6.1975

Geb. in Brieg (Niederschles. / Brzeg, Polen); Vater Psychiater (Bruder Heinrich K. 1937 in Moskau zum Tode verurteilt u. erschossen); Gymnasium in Breslau, Ahrweiler u. Bonn; 1910 Eintritt in die Wandervogelbew.; Studium der Malerei u. Grafik an der Kunstgewerbeschule München; 1914 – 16 Kriegsfreiw., Artillerie, durch Simulation Entlassung; Hauslehrer u. Mitarb. an linken bürgerl. Ztg. in Leipzig u. Dresden; entzog sich 1917 einem Hochverratsprozeß durch Illegalität; Nov. 1918 Begr. u. Vors. der…

Wer war wer in der DDR

Kurschinski, Erich

* 25.12.1913 – ✝ 23.3.1970

Geb. in Düsseldorf; Vater Arbeiter; Volksschule; Metallarb.; 1929 KJVD; 1933 Emigr. in das Saargebiet, Unterbezirksführer des KJV, 1935 nach Frankreich; 1936 – 39 Teiln. am Span. Bürgerkrieg als Ltn. der 11. Internat. Brigade; 1938 KP Spaniens; Febr. 1939 – April 1941 in Frankreich interniert; im April 1941 vom SD in Paris verhaftet, Überführung nach Düsseldorf, Okt. 1941 Verurteilung durch den II. Strafsenat des OLG Hamm (Westfalen) wegen »Vorbereitung zum Hochverrat« zu 15 Monaten Gefängnis,…

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Küsel, Erich

* 22.4.1903 – ✝ 11.11.1942

Geboren am 22. April 1903 in Berlin als drittes Kind einer Arbeiterin; wurde Arbeiter. Seit 1926 Mitglied des RFB, 1928 der KPD, dann ab Herbst 1931 Zeitungsfahrer in Berlin. Mitarbeiter des AM-Apparates (Waffenressort). Ab 1933 illegaler Kurier der KPD, 1933 kurzzeitig festgenommen, ihm gelang die Flucht in die Sowjetunion, dort 1933/34 Kursant an der M-Schule der Komintern, unter dem Schuldecknamen Paul. Anschließend Rückkehr nach Deutschland, leistete illegal Widerstandsarbeit u. a. zusammen mit seinem Bruder Franz Küsel (* 11. 9. 1900 – † 7. 10. 1969). Im Mai 1935 wurde er in Berlin festgenommen und am 18. August 1937 im Prozeß zusammen mit Rudolf Thunig und Heinrich Lohlker vom VGH zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt. Erich Küsel kam am 11. November 1942 im Zuchthaus Brandenburg ums Leben.

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L’ Hoste, Johann

* 14.3.1890 – ✝ 1.1.1956

Geboren am 14. März 1890 in Niederlinxweiler (heute St. Wendel)/Saar; von Beruf Eisenbahner, Funktionär der KPD und der RGO. Mitglied des Gemeinderates und des Kreistages St. Wendel, 1932 wurde L’ Hoste in den Landesrat Saar gewählt. Er wandte sich gegen den Anschluß des Saargebietes an Deutschland und emigrierte nach Frankreich, dort Gießereiarbeiter. Am 12. Oktober 1940 wurde er verhaftet, nach Deutschland ausgewiesen und am 11. November 1941 durch das OLG Hamm zu dreieinhalb Jahren Zuchthaus verurteilt. Bis 1944 im Zuchthaus Siegburg, anschließend im KZ Flossenbürg, gelang ihm beim Transport in das KZ Dachau die Flucht. Wegen Zugehörigkeit zur »Bewegung zum Anschluß der Saar an Frankreich« (MRS) wurde L’ Hoste später aus der KPD ausgeschlossen. Er starb am 1. Januar 1956. Sein Sohn Hubert L’ Hoste (* 10. 2. 1923) kam im Januar 1934 als Kind auf Einladung des (1940 vom NKWD in der UdSSR erschossenen) sowjetischen Schriftstellers Michail Kolzow (dessen »Spanisches Tagebuch« erst 1986 in der DDR und ohne jeden Hinweis auf das Schicksal des Autors erschien) nach Moskau. Kolzows Lebensgefährtin Maria Osten schrieb das Buch »Hubert im Wunderland«, das Hubert L’ Hostes Kindheit und Jugendzeit behandelte. 1941 wurde Hubert nach Kasachstan verbannt und noch 1942 ist Wolfgang Leonhard dem völlig ausgezehrten Hubert L’ Hoste im Karaganda-Gebiet begegnet. Nach 1945 konnte er in der UdSSR studieren und wurde Chefagronom in einem Weinbau-Sowchos auf der Krim. Hubert L’ Hoste starb am 5.August 1959.

Wer war wer in der DDR

Labs, Helga

* 22.5.1940

Geb. in Wenigtreben (Krs. Bunzlau, Niederschl. / Trzebin Mały, Polen); Vater u. Mutter Bauern; 1947 – 55 Grundschule; 1955 FDJ; 1955 – 59 Studium am Inst. für Lehrerbildung in Rochlitz, Unterstufenlehrerin; ab 1956 Mitgl. der FDJ-KL Rochlitz; 1956 FDGB; 1959/60 dort FDJ-Sekr.; 1959 SED; 1960 – 63 Instrukteurin der Abt. Schulen; 1963 – 66 Sekr. für Schuljugend; 1966 – 69 Sekr. der BL der FDJ Karl-Marx-Stadt; 1961 Jugend-HS »Wilhelm Pieck«; 1966 – 69 Vors. der Pionierorg. Karl-Marx-Stadt; 1974 –…

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Lademann, Max

* 17.5.1896 – ✝ 21.3.1941

Geboren am 17. Mai 1896 in Leipzig, besuchte in Saalfeld die Mittelschule und in Remscheid die Realschule. Anschließend Schlosserlehre. Später absolvierte er in Hamburg eine technische Schule. Von 1916 bis 1918 Soldat im Dragoner-Regiment 13, aus dem er gegen Ende des Weltkrieges desertierte. Spätere Gerüchte, er habe als »Roter Reitergeneral« am russischen Bürgerkrieg teilgenommen, waren reine Erfindung. Lademann hatte sich früh der sozialistischen Jugendbewegung angeschlossen. Nach dem Krieg Mitglied der USPD, kam 1920 mit deren linkem Flügel zur KPD. Seit 1921 hauptamtlicher UB-Leiter in Sangerhausen. Von 1922 bis 1924 lebte er in Eisleben, zeitweise Vorsitzender des ADGB-Kreiskartells und Anfang 1924 dort Stadtverordneter. Im März 1924 wegen Teilnahme an den Vorbereitungen des Oktoberaufstandes 1923 zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Im Mai desselben Jahres im Wahlkreis Merseburg Reichstagsabgeordneter, kam daher wieder frei. Mitte 1924 (bis 1930) Orgleiter des KPD-Bezirks Halle-Merseburg. Im Dezember 1924 in den Preußischen Landtag gewählt, dem er ununterbrochen bis 1933 angehörte. Als die Versöhnler 1928 im Bezirk Halle-Merseburg dominierten, zählte Lademann noch zu ihnen, 1929 schwenkte er zum ZK über und behielt zunächst seine Funktion (im Gegensatz zum Polleiter Johannes Schröter). Von 1930 bis 1933 dann Orgleiter im Bezirk Niedersachsen. Am 19. April 1933 verhaftet, am 4. September 1933 vom Landgericht Hannover zu einem Jahr und drei Monaten Gefängnis verurteilt, anschließend am 19. Dezember 1934 zu drei Jahren Zuchthaus. Danach in das KZ Sachsenhausen eingeliefert. Er meldete sich zu einem der »Himmelfahrtskommandos«, zum Blindgänger entschärfen, weil den Häftlingen dafür geringe Erleichterungen versprochen wurden. Beim Entschärfen einer Bombe kam Max Lademann am 21. März 1941 ums Leben. Kurz vorher hatte er in einem aus dem Lager geschmuggelten Brief noch an seine Schwestern geschrieben: »Was hinter mir liegt ist Grauen und Elend. Ich will Euch damit nicht belasten, es würde alle Eure Vorstellung übersteigen.«

Wer war wer in der DDR

Lambrecht, Hermann

* 27.9.1908 – ✝ 4.6.1983

Geb. in Weimar in einer Künstlerfamilie; Studium der Astronomie, Physik u. Mathematik in Berlin u. Jena; hier 1935 Prom. mit einer Diss. über die Struktur der Spiralnebel; 1940 Habil.; 1935 Mitarb. an der Sternwarte Breslau. 1945 kommissar. Ltr. u. 1948 Dir. der Univ.-Sternwarte Jena, Organisator ihres Wiederaufbaus; 1948 a. o. Prof., 1953 Lehrstuhlinhaber für Astronomie an der FSU Jena; Dekan der Mathemat.-Naturwiss. Fak.; 1962/63 Ausbau der Univ.-Sternwarte mit mod. Instrumenten für Forschung…

Wer war wer in der DDR

Landsberg, Rolf

* 28.2.1920 – ✝ 27.12.2003

Geb. in Berlin in einer dt.-jüd. Fam.; Vater Architekt; 1927 – 34 Volksschule u. Kleistgymnasium Berlin; 1934 Emigr. der Fam. nach Großbritannien; 1934 – 37 Besuch der Christopher School Letchworth, anschl. Studium der Chemie in London, 1940 Bachelor of Science; 1940 – 42 Internierung als »feindl. Ausländer« in Kanada, dort Anschluß an die KPD; Mitbegr. der FDJ in England; 1944 – 47 Angeh. der brit. Armee, u. a. als Dolmetscher in Dtl. 1947 Rückkehr nach Dtl.; SED; 1947 – 49 Aspirant u. Ass. am…

Wer war wer in der DDR

Lang, Lothar

* 20.3.1928 – ✝ 20.7.2013

Geb. in Werdau (Sachsen); nach 1945 kurze Zeit Lehrer; Studium der Kunstgeschichte, Geschichte u. Pädagogik; Doz. an der PH Potsdam u. am Inst. für Lehrerweiterbildung Berlin; seit 1957 Kunstkritiken für die Ztschr. »Weltbühne«; 1962 – 73 Ltr. des Kunstkabinetts am Inst. für Lehrerweiterbildung Berlin-Weißensee, dann Berlin-Pankow; hier erhielten viele junge Künstler ihre erste Ausstellungsmöglichkeit; ab 1964 Hrsg. der »Marginalien«, Ztschr. für Buchkunst u. Bibliophilie; 1965 – 73 Hrsg. von 20…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kunze, Otto

* 17.3.1884

Geboren am 17. März 1884 in Löbschütz bei Leipzig; Schlosserlehre und Arbeit als Dreher. Im November 1918 wurde Kunze, seit 1917 Mitglied der USPD, hauptamtlicher Angestellter des DMV in Leipzig. Im April 1919 war er Delegierter auf dem 2. Reichsrätekongreß in Berlin, von Oktober 1919 bis 1921 Parteisekretär der USPD bzw. der VKPD in Remscheid. Im Februar 1921 wurde Kunze für die VKPD im Wahlkreis Düsseldorf-Ost in den Preußischen Landtag gewählt, dem er bis 1924, zuletzt als Mitglied der SPD-Fraktion angehörte. In der KPD stand Kunze auf dem rechten Flügel, er lehnte 1921 die März-Aktion als Putsch ab. Im Oktober 1921 trat er mit Paul Levi zur KAG über, ging im Mai 1922 zur USPD und im September zur SPD. Kunze war später in Stralsund tätig, von Juli 1923 bis 1928 war er Gauleiter des Landarbeiterverbandes mit Sitz in Stettin. Von 1928 bis 1930 städtischer Angestellter in Köslin und von 1931 bis 1933 Leiter des Arbeitsamtes in Stolp. Weitere Daten über Otto Kunze waren nicht zu ermitteln.

Wer war wer in der DDR

Kunze, Reiner

* 16.8.1933

Geb. in Oelsnitz (Erzgeb.); Vater Bergmann, Mutter Kettlerin; 1949 Aufbaukl., dann OS in Stollberg (Erzgeb.); SED; 1951 Abitur; 1951 – 55 Studium der Philos. u. Journalistik an der KMU Leipzig, Vorlesungen bei  Hans Mayer u.  Ernst Bloch; 1953 erste Gedichte in der Ztschr. »Neue Dt. Lit.«; 1955 – 59 wiss. Assistent an der Journalist. Fak. der KMU; 1959 Revisionismusvorwurf, Bezichtigung konterrev. Umtriebe, Parteiverfahren, kurz vor der Prom. Entlassung; anschl. Hilfsschlosser; Red.; freier…

Wer war wer in der DDR

Kuppe, Gerlinde

* 19.10.1945

Geb. in Görlitz; EOS Juliot-Curie in Görlitz, 1964 Abitur; 1964 – 69 Studium der Chemie an der MLU Halle-Wittenberg, Dipl.; 1969 – 72 Forschungsstudium an der MLU, 1972 Prom. zum Dr. rer. nat.; 1972 – 72 wiss. Ass. am Biochem. Inst. der MLU; 1974 – 78 wiss. Mitarb. im VEB Rationalisierung Halle; 1978 – 94 Laborltr. an der Med. Fak. der MLU in Halle; 1989 SDP, dann Mitgl. des SPD-Landesvorst. Sachsen-Anh.; März-Okt. 1990 Abgeordn. der Volkskammer. Seit 1990 MdL Sachsen-Anh.; 1990 – 94 stellv.…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kurella, Alfred

* 2.5.1895 – ✝ 12.6.1975

Geboren am 2. Mai 1895 in Brieg/Schlesien, Sohn eines Arztes. 1914 in Bonn Abitur, danach begann er an der Kunstgewerbeschule in München zu studieren. Vor 1914 Mitglied der Wandervogelbewegung, meldete sich 1914 als Kriegsfreiwilliger, wurde im Weltkrieg radikalisiert. Einem Hochverratsverfahren entzog er sich 1917 durch Desertion und ging in die Illegalität. Ende 1918 gehörte Kurella zu den Mitbegründern der Münchner Ortsgruppe der FSJ und trat Anfang 1919 in die KPD ein. Im März 1919 wegen drohender Verhaftung nach Sowjetrußland geflohen, traf er dort mit Lenin zusammen. Er wurde Vertreter des russischen kommunistischen Jugendverbandes und setzte auf dem Gründungskongreß der KJI die Linie der Komintern gegen den auf Unabhängigkeit und Distanz zu Moskau bedachten Willi Münzenberg durch. Von 1919 bis 1921 war Kurella 2. Vertreter des russischen Komsomol und Kandidat des Exekutivkomitees der KJI, das seinen Sitz in Berlin hatte. Ab 1921 Vollmitglied, zeitweise 1. Sekretär des Exekutivkomitees der KJI in Moskau. Kurella arbeitete von 1920 bis 1924 im Büro des ZK des Komsomol, im Juli 1924 wurde er Mitglied der KPdSU. Von 1924 bis 1926 zunächst Leiter einer Jugendschule der Komintern, anschließend Direktor der Schule der KP Frankreichs in Bobigny. 1926 in die UdSSR zurückgekehrt, wurde er stellvertretender Leiter der Abteilung Agitation und Propaganda der Komintern, 1928/29 der Abteilung für bildende Kunst im Volkskommissariat für Bildungswesen in Moskau. Im November 1929 ging Kurella nach Deutschland, Mitglied der KPD und zunächst freier Schriftsteller und Publizist in Berlin, dann Redakteur des Informationsblattes des neugegründeten »Internationalen Komitees der Freunde der Sowjetunion«. Er arbeitete auch für die AIZ, hielt Vorträge an der MASCH und war Mitglied des Bundes proletarisch-revolutionärer Schriftsteller. Ende 1932 von der Komintern mit der Leitung der in Paris erscheinenden Zeitschrift »Le Front Mondial« beauftragt und dort Sekretär des Weltkomitees gegen Faschismus und Krieg. Ab Januar 1934 wieder in der Sowjetunion, zeitweilig persönlicher Sekretär von Georgi Dimitroff. Kurella erhielt 1935 durch die IKK eine »strenge Rüge« wegen »parteischädlicher Zusammenkünfte«, daraufhin aus dem Komintern-Apparat entfernt. Er hatte Ende November 1934 an einer Zusammenkunft ehemaliger Mitglieder des Exekutivkomitees der KJI in der Wohnung Fritz Globigs teilgenommen, anwesend waren auch die ehemaligen Jugendfunktionäre Lasar Schatzkin und Voja Vujovic, die später vom NKWD ermordet wurden. Kurella wurde abgeschoben als Abteilungsleiter für Auslandsliteratur der Moskauer Unionsbibliothek. Er eröffnete in der Zeitschrift »Das Wort« die sogenannte Expressionismus-Debatte. Wegen der Verhaftung seines Bruders Heinrich Kurella durch das NKWD im Juli 1937 durfte er nur unter den Pseudonymen Bernhard Ziegler und Viktor Röbig publizieren. Hedda Zinner erinnerte sich 1989, damals sei in Moskau davon gesprochen worden, Alfred habe seinen Bruder Heinrich denunziert. 1941 kam er als Oberredakteur in die VII. Abteilung der Politischen Hauptverwaltung der Roten Armee, lehrte ab Sommer 1943 an der als Institut 99 getarnten KPD-Parteischule und war zugleich stellvertretender Chefredakteur der NKFD-Zeitung »Freies Deutschland«. Von 1949 bis 1954 arbeitete er als Publizist und Übersetzer in Moskau. 1954 durfte er in die DDR ausreisen, wurde Mitglied der SED und war von 1955 bis 1957 Direktor des Literaturinstituts »Johannes R. Becher« in Leipzig, ab 1957 Leiter der Kulturkommission des Politbüros der SED. Von 1958 an Mitglied im ZK sowie im selben Jahr auch Kandidat des Politbüros und Sekretär des ZK. Stets ein dogmatischer Anhänger der Reglementierung der Kulturpolitik, schied er 1963 aus dem Politbüro und dem Sekretariat des ZK aus. Als freier Schriftsteller führte er bis zu seinem Lebensende einen rigorosen Kampf gegen »Dekadenz und Modernismus«. Von 1964 bis 1974 Vizepräsident der Ostberliner Akademie der Künste, erhielt er 1945 sowjetische Medaillen für den »Sieg über das faschistische Deutschland«, 1960 den Karl-Marx-Orden und 1969 den DDR-Nationalpreis. Er war mehrmals verheiratet und hatte acht Kinder. Alfred Kurella starb am 12. Juni 1975 in Ost-Berlin.Peter Erler

Wer war wer in der DDR

Kurth, Friedrich

* 4.5.1911 – ✝ 15.5.1988

Geb. in Tanndorf (Krs. Grimma); Vater Bauunternehmer; Volks- u. OS, Abitur, 1931 – 35 Studium des Bauingenieurwesens an der TH Dresden, Dipl.-Ing., anschl. Mitarb. im techn. Büro für Statik u. Stahlbau von Prof. Karl Beger; 1937 NSDAP; 1938 Prom. zum Dr.-Ing.; bis 1955 Doz. an der Ing.-Schule für Fördertechnik in Roßwein, Ltr. der Fachrichtung Stahlbau. 1955 Prof. mit Lehrauftrag an der HS für Schwermaschinenbau Magdeburg, 1957 Ltr. des Inst. für Statik u. Stahlbau, 1959 Prof. mit vollem…

Wer war wer in der DDR

Küttler, Wolfgang

* 8.4.1936

Geb. in Altenburg (Thür.); Mutter Lehrerin, Vater Gymnasiallehrer; 1954 Abitur; 1954 – 58 Studium der Geschichte u. Latein. Philol. an der FSU Jena; 1958 – 64 wiss. Assistent an der FSU, 1964 – 67 Oberassistent an der KMU Leipzig; 1966 Diss. über Bürgeropp. u. Volksbew. in Riga in der zweiten Hälfte des 16. Jh.; 1966 SED; ab 1967 Mitarb. der AdW; 1974 – 91 Ltr. der Forschungsstelle Methodol. u. Geschichte der Geschichtswiss. am ZI für Geschichte der AdW; 1976 Diss. B über Wladimir I. Lenins…

Wer war wer in der DDR

Laabs, Hans-Joachim

* 1.4.1921 – ✝ 8.7.2009

Geb. in Regenwalde (Hinterpomm./Resko, Polen), aufgew. in Kolberg (Pommern); Vater Bäckermstr.; Volksschule, Gymnasium, 1939 Abitur; Sept. 1939 NSDAP; RAD u. Wehrmacht; Frontbewährung wegen »kommunist. Umtriebe u. Zersetzung der Wehrkraft«; Kriegsgefangenschaft in den USA. 1945 Rückkehr nach Dtl.; Neulehrer in Hornkaten (Krs. Ludwigslust); 1946 SED; 1947 Ltr. der Grund- u. Oberschule Grabow (Mecklenb.); 1948 Krs.-Schulrat in Ueckermünde; 1949 Stadtschulrat in Schwerin; 1950 Ltr. der HA…

Wer war wer in der DDR

Lacasa, Aurora

* 24.3.1947

Geb. in Paris; Eltern Journalisten (Exilspanier); 1951 – 56 Schulausbildung in Budapest; 1956 Übersiedl. in die DDR, Abitur u. Facharb. für Maschinenbau; ab Ende der 1960er Jahre Arbeit als Dolmetscherin für Span. u. Französ.; Ass. beim DFF, gleichz. Auftritte als Mitgl. des Oktoberklubs Berlin; Ausbildung als Sängerin am Zentralen Studio für Unterhaltungskunst; Auftritte als Liedsängerin mit internat. Folklore in der DDR, UdSSR, Kuba, Polen, Bulgarien, Frankreich, Portugal u. arab. Staaten;…

Wer war wer in der DDR

Laitko, Hubert

* 3.4.1935

Geb. in Spremberg; dort Abitur; 1953 – 59 Studium der Journalistik u. Philos. in Leipzig; 1960 – 63 Aspirant an der HU Berlin, dort 1964 Prom. mit einer Arbeit zur philosoph. Konzeption von Pascual Jordan; 1964 – 69 Assistent; 1970 Berufung zum Honorar-Doz.; 1969 – 91 Mitarb. der AdW u. beteiligt am Aufbau des Inst. für Wissenschaftstheorie u. -org.; ab 1975 Ltr. der Forschungsgr. bzw. des Bereichs Wissenschaftsgeschichte; 1978 Dr. sc. (Habil.) mit einer programmat. Schrift zur Begründung der…

Wer war wer in der DDR

Lammert, Will

* 5.1.1892 – ✝ 30.10.1957

Geb. in Altenhagen (b. Hagen); Vater Maschinenschlosser; 1906 – 10 Lehre als Stuck-, Holz- u. Steinbildhauer; 1911 – 14 Studium (Plastik) an der Staatl. Kunstgewerbeschule in Hamburg; 1913/14 Studienaufenthalt in Paris; 1915 – 17 Soldat bei der Infanterie, schwer verwundet; 1918 Studium an der FS für Keramik in Höhr bei Koblenz; 1918 – 21 freischaff. (in Hagen); Lehrer am Staatl. Kunstfertigungsseminar; 1919 erste Ausstellung in der Galerie Alfred Flechtheims in Düsseldorf; 1922 Arbeit in der…

Wer war wer in der DDR

Landvoigt, Bernd u. Jörg

* 23.3.1951

Geb. als Zwillinge in Brandenb.; Vater Binnenschiffer, Mutter Sekr.; 1957 – 69 EOS mit Berufsausbildung zum Stahlwerker, Abitur; 1965 – 80 Rudersportler; erst BSG Einheit Brandenb., ab 1969 SG Dynamo Potsdam (Trainer: Johannes Wujanz); 1969 Eintritt in die DVP; 1969 – 77 Sportstudium an der DHfK Leipzig, Dipl.-Sportlehrer; 1972 Olymp. Spiele: 3. Platz im Achter; 1973 EM (B. L. auch EM im Achter); 1974, 1975, 1978 u. 1979 WM; 1976 u. 1980 Olymp. Spiele: Sieger im Zweier ohne; 1980 endete die…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Lange, Albert Gustav

* 3.6.1901 – ✝ 14.10.1954

Geboren am 3. Juni 1901 in Barmen; besuchte das Gymnasium und studierte einige Semester. 1919 Eintritt in die sozialistische Jugendbewegung, 1922 Mitglied der KPD. Zunächst Volontär, von 1925 bis 1928 Redakteur am Düsseldorfer KPD-Organ »Freiheit«. 1929 in die politische Redaktion der »Roten Fahne« nach Berlin geholt, wo Albert Lange bis Anfang 1933 blieb; zuletzt Agitpropsekretär für Berlin. Im Oktober 1933 verhaftet (er bekam schon in der Weimarer Republik sechs kürzere Strafen wegen politischer Delikte) und zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Am 13. April 1936 entlassen; da er sich »gut geführt« hatte, kam er nicht ins KZ. Zum Dreher umgeschult, arbeitete er in den dreißiger Jahren in diesem Beruf und mußte mit sechs Mark Wochenlohn Frau und Kind ernähren. 1940 war Lange nach Ansicht der Gestapo »innerlich umgestellt«, so daß er für »wehrwürdig« erklärt und als Soldat eingezogen wurde. 1943 geriet er in englische Kriegsgefangenschaft, aus der er erst 1947 zurückkehrte. Wieder Mitglied der KPD, war Lange von 1949 bis zu seinem Tod Redakteur am KPD-Organ »Freies Volk« in Düsseldorf. Während einer Urlaubsreise mit seiner Frau in Süd-Frankreich erlitt er auf seinem Motorrad einen Schlaganfall. An den Folgen starb Albert Lange am 14.Oktober 1954.

Wer war wer in der DDR

Kunze, Horst

* 22.9.1909 – ✝ 18.7.2000

Geb. in Dresden; Vater Apotheker; Abitur; 1929 – 32 Studium von neueren Sprachen, Germanistik u. Philos. an den Univ. Wien, Grenoble u. Leipzig; Mitgl. des Roten Studentenbunds; 1933 St.-Ex. für das Lehramt an Höheren Schulen; 1935 Prom. zum Dr. phil. mit der Diss. »Die Bibelübersetzungen von Jacques Lefèvre d’Étaples u. P. R. Olivetan«; 1935 – 37 Ausbildung zum wiss. Bibliothekar; 1937 – 42 Mitarb. an Bibliotheken in Leipzig u. Darmstadt; 1942 – 46 Wehrmacht u. frz. Kriegsgefangenschaft.…

Wer war wer in der DDR

Kupfer, Harry

* 12.8.1935

Geb. in Berlin; 1953 – 57 Studium der Theaterwiss. an der Theater-HS »Hans-Otto« Leipzig; Berufspraktikum als Regieassistent am Landestheater Halle; dort 1958 Regiedebüt mit »Rusalka« (Antonín Dvořák); 1958 – 62 Oberspielltr. am Stralsunder Theater; 1962 – 66 Erster Regisseur an den Städt. Theatern Karl-Marx-Stadt; 1966 – 72 Operndir. am Dt. Nationaltheater Weimar; 1967 – 72 Lehrbeauftr. an der Musik-HS »Franz Liszt« Weimar; 1971 erste Gastinszenierung an der Dt. Staatsoper Berlin: »Die Frau…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kuraner, Maxim (Max)

* 16.12.1901 – ✝ 26.3.1978

(* 1901 – † 1978) Geboren am 16. Dezember 1901 in Metz. Der Sohn eines Metzgermeisters wurde nach einer kaufmännischen Lehre Verlagsangestellter. 1919 Mitglied der kommunistischen Jugend, 1921 der KPD, vor allem im Bezirk Pfalz aktiv. 1933 Flucht nach Paris und dort in der Auslandsleitung der KPD tätig. Von 1936 bis 1939 war er im Spanischen Bürgerkrieg Funktionär bei den Internationalen Brigaden, dann wieder in Paris. Hier hat er nach dem Stalin-Hitler-Pakt 1939 seinen Austritt aus der KPD erklärt. Nach Kriegsausbruch in verschiedenen Lagern in Frankreich interniert, kämpfte Kuraner seit seiner Flucht 1943 in der französischen Résistance. Im Februar 1946 Heimkehr in die Pfalz, Lizenzträger und politischer Redakteur der »Rheinpfalz«. Von 1948 bis 1954 stellvertretender Landeskommissar für Politische Säuberung, ab 1947 auch Stadtrat und von 1950 bis 1959 Abgeordneter der SPD im Landtag von Rheinland-Pfalz. Max Kuraner starb am 26. März 1978 in Neustadt/Weinstraße.

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Kurke, Herbert

* 16.8.1939

Geb. in Döllnitz (Krs. Saale); nach dem Abitur 1959/60 Studium der Physik an der TU Dresden u. der HU Berlin; 1960 – 64 Studium der Mathematik an der HU Berlin, hier 1964 Dipl. (zur Theorie der lokalen Ringe); 1964 – 66 Aspirant am Inst. für Reine Mathematik der AdW; 1966 – 72 wiss. Mitarb. u. stellv. Arbeitsgr.-Ltr. am ZI für Mathematik u. Mechanik der AdW; 1967 Prom. (zur Theorie der topolog. Moduln) an der HU Berlin bei  Heinrich Grell u.  Lothar Budach; 1970 Habil. (zur Theorie der…

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Kurth, Willy

* 21.11.1881 – ✝ 28.12.1963

Geb. in Berlin; Realgymnasium, Abitur; 1907 – 12 Studium der Kunstgeschichte an der Univ. Berlin bei Heinrich Wölfflin u. Adolph Goldschmidt, 1912 Dr. phil.; 1913 – 45 Mitarb. am Berliner Kupferstichkabinett, ab 1924 als Kustos; 1930 Prof.; umfgr. wiss. Arbeiten; Engagement für die zeitgenöss. Kunst. 1946 – 63 GD der Staatl. Schlösser u. Gärten Potsdam-Sanssouci; ab 1946 Prof. für Kunstgeschichte an der HU Berlin; 1953 Mitgl. der DBA; mitverantw. für den Wiederaufbau der Staatsoper Unter den…

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Kutzschebauch, Günter

* 27.10.1930 – ✝ 16.2.1996

Geb. in Zug (Krs. Freiberg, Sachsen); Vater Maler u. Schuhmacher; Volksschule; 1945 – 48 Ausbildung zum Landw.-Gehilfen; 1946 FDJ; 1947 SED; 1948 – 50 Sekr. für Arbeits- u. Sozialpol. der FDJ-KL Marienberg; 1950 – 56 Mitarb. der VP-See; 1950/51 Ausbildung als Seeoffz. in Parow (b. Stralsund); 1952/53 Kursant; 1953 Offiziersschule für pol. Arbeit der KVP in Berlin-Treptow; 1955 – 60 Instrukteur der Abt. Jugend in der Pol. Verw. der KVP/ NVA; 1959 Korv.-Kapitän; 1961 – 63 sowj. Seekriegsakad. in…

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Laabs, Klaus

* 21.1.1953

Geb. in Berlin; Sohn von  Hans-Joachim L., Mutter Lehrerin; 1971 Abitur; SED; 1972 – 75 Studium der Diplomatie in Moskau, Abberufung wegen Bildung einer linken Plattform u. unerlaubter Westkontakte; anschl. Produktionsarb.; 1976 – 79 NVA; 1979 – 84 Studium der Romanistik an der HU Berlin; 1984 Ausschl. aus der SED wegen schwulenpol. Engagements u. Protests gegen die Sprengung der denkmalgeschützten Gasometer in Berlin-Prenzlauer Berg; anschl. liter. Übersetzer, Berufsverbot als Dolmetscher; 1988…

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Lachnit, Wilhelm

* 12.11.1899 – ✝ 14.11.1962

Geb. in Gittersee (b. Dresden); 1914 – 18 Lehre als Dekorationsmaler in Dresden; Teiln. an Abendkursen der Kunstgewerbeschule, 1921 – 23 Studium an der Dresdner Akad. bei Richard Dreher, Bekanntschaft mit Otto Dix; 1924 Mitgl. der marxist. Künstlervereinigung »Rote Gruppe«; seit 1924 freischaff. als Maler in Dresden tätig; Beteiligung an der 1. Dt. Kunstausstellung in der UdSSR; 1925 KPD; 1925 – 29 Studienreisen nach Nordafrika, Südfrankreich u. Italien; Ltg. von Kursen der Arbeiterzeichnerbew.;…

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Lakomy, Reinhard (Lacky)

* 19.1.1946 – ✝ 23.3.2013

Geb. in Magdeburg; Klavierunterricht; Georg-Philipp-Telemann-Musikschule; Abitur; Praktikant in einem Erdbaubetrieb, Lagerarb., Vermesser, Einkäufer; Pianist bei den Jazz Youngsters in Halle; Studium an der HS für Musik »Carl Maria von Weber« Dresden;  Klaus Lenz Bigband; 1969 – 72  Günther-Fischer-Quartett u. -Quintett (Keyboards, Komposition, Arrangements); 1969 Jazz Jamboree Warschau; 1972 R.-L.-Chor (u. a. mit  Uschi Brüning u.  Angelika Mann); 1973 R.-L.-Ensemble; LP »Reinhard Lakomy«; 1974…

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Land, Rainer

* 15.2.1952

Geb. in Caputh (b. Potsdam), aufgew. in Potsdam; Vater Psychologe, Mutter Lehrerin; 1969 – 72 Ausbildung zum Rinderzüchter in Jüterbog; 1971 SED; 1972 Abitur; 1972 – 75 NVA; 1975 – 81 Studium u. Forschungsstudium an der Sekt. Philos. der HU Berlin; seit 1978 in versch. informellen u. offiz. Zirkeln bzw. Forschungsgr., die sich um eine Modernisierung des Marx. bemühten; 1980/81 Ablehnung eines Diss.-Entwurfs u. Sekt.-Wechsel im Zusammenhang mit der Maßregelung von  Peter Ruben; 1981 – 87…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Landwehr, Heinrich

* 24.7.1908 – ✝ 8.5.1974

Geboren am 24. Juli 1908 in Bremen, Sohn eines Schuhmachermeisters; lernte Buchdrucker. 1923 Mitglied der SAJ, trat 1927 mit 20 SAJ-Mitgliedern demonstrativ zum KJVD über, in der Folgezeit Leiter des KJVD im Bezirk Weser-Ems. 1928 Mitglied der KPD, 1930 wurde Landwehr in die Bremer Bürgerschaft gewählt. Er kam 1931 als KJVD-Vorsitzender nach Niederschlesien und wurde in das ZK des KJVD berufen. Ende 1932 nach Moskau delegiert und dort Jugendsekretär bei der RGI. Seine Frau Wilma Landwehr (* 5. 1. 1913), geborene Mahlstedt, Tochter eines Formers, von 1929 bis 1931 Orgleiterin des KJVD im Bezirk Weser-Ems, folgte ihrem Mann 1931 nach Niederschlesien. Ab 1933 illegale Arbeit in Bremen und Berlin, beide emigrierten im Dezember 1933 über die Tschechoslowakei in die UdSSR. 1934 kehrte Heinrich Landwehr von Moskau nach Deutschland zurück und leistete im Ruhrgebiet unter dem seit 1932 angenommenen Decknamen Hans Schwarz illegale Arbeit. Er ging im Sommer 1936 wieder in die Sowjetunion und geriet dort in die stalinistischen Säuberungen. Zunächst erhielt er eine »Parteirüge« und wurde in einen landwirtschaftlichen Betrieb zwangsversetzt, dann im August 1937 vom NKWD verhaftet. Landwehr wurde nach dem Hitler-Stalin-Pakt im Dezember 1939 an NS-Deutschland ausgeliefert. Er arbeitete von 1940 bis 1945 als Buchdrucker in Bremen. Im Dezember 1945 wurde Landwehr Mitglied der SPD und gehörte 1946/47 dem SPD-Vorstand Bremen an. Nach längerer schwerer Krankheit fand er in der Bremer Automobilindustrie Arbeit, von 1959 bis 1970 war er Landesgeschäftsführer der Bremer SPD. Heinrich Landwehr starb am 8. Mai 1974 in Bremen. Seine Frau Wilma war von 1934 bis 1936 Praktikantin im europäischen Sekretariat der KJI, nach der Verhaftung ihres Mannes Tabakarbeiterin in Rostow am Don. In der UdSSR trug sie von 1933 bis 1939 den Decknamen Dolly Wehner. Nach Auslieferung ihres Mannes kam auch sie nach Deutschland zurück und war bis 1945 Arbeiterin in Bremen. 1946 trat sie in die SPD ein, gehörte dort lange Jahre dem SPD-Vorstand an und saß von 1950 bis 1971 als Abgeordnete in der Bremer Bürgerschaft. Wilma Landwehr starb am 8. August 1981.

Handbuch Deutsche Kommunisten

Lange, Arthur Ernst Heinrich

* 8.5.1906 – ✝ 27.10.1972

(* 1906 – † 1972) Geboren am 8. Mai 1906 in Dömitz an der Elbe; Lehre und Arbeit als Schlosser. Lange war Mitglied und Funktionär der KPD in Berlin und gehörte zum Nachrichtenapparat von Hans Kippenberger, offiziell war er seit 1925 bei der Sternwarte in Berlin-Treptow angestellt. Mitorganisator der letzten Tagung der KPD-Führung am 7. Februar 1933 in Ziegenhals bei Berlin. Als Angehöriger des Nachrichtenapparates am 12. Dezember 1933 verhaftet, wurde Arthur Lange 1935 in einem Prozeß vor dem VGH zusammen mit Hermann Dünow und Karl Schuster zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Im Februar 1937 erneut festgenommen und in das KZ Sachsenhausen eingeliefert, aus dem er im April 1939 entlassen wurde, danach Hilfsarbeiter in Berlin-Friedenau. Am 19. April 1944 wiederum verhaftet und in das KZ Neuengamme überführt, wo er im April 1945 befreit wurde. Nach 1945 wieder in Hamburg, dort wurde er Mitglied der SPD. Arthur Lange starb am 27. Oktober 1972 in Hamburg.

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Kunze, Joachim

* 11.9.1930

Geb. in Stollberg (Erzgeb.); Vater Tischler; Grund- u. Oberschule in Stollberg, 1950 Abitur; 1950 / 51 Stud. an der Univ. Leipzig u. 1951 – 54 an der HfÖ Berlin, Dipl.-Wirtsch.; 1954 SED; 1954 – 59 Referent u. Abt.-Ltr. beim Rat des Bez. Suhl, 1959 / 60 Dir. der MTS Marisfeld; 1960 – 63 Abt.-Ltr. Landw., Erfassung u. Forstw. beim Rat des Bez. Suhl; 1963 – 66 Sekr. für Landw. der SED-KL Bad Salzungen; 1966 – 73 1. Stellv. des Vors. des Rats für landw. Prod. Suhl; 1973 – 78 Vors. des Rats des Krs.…

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Kupfer, Wolfhard

* 21.3.1929 – ✝ 30.1.2001

Geb. in Martinroda (Thür.); 1945 Kriegsdienst; Lehrerstudium Sport u. Geogr. in Leipzig; 1949 Volontariat beim MDR; 1952 – 59 verantw. Sportred. des Deutschlandfunks; 1959 – 70 Ltr. der Sportred. von Radio DDR (Nachf. von Werner Preiss); 1970 – 71 Chefred. von Radio DDR; 1971 / 72 u. 1983 / 84 Chefred. Sport des DFF; 1973 – 82 u. 1985 – 91 Reporter beim DFF, Schwerpunktsportarten: Leichtathletik, Nordischer Skisport, Turnen u. Fußball; Rundfunk- bzw. -TV-Berichterstatter von 15 Olymp. Spielen…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Kurella, Heinrich

* 21.6.1905 – ✝ 28.10.1937

Geboren am 21. Juni 1905 in Ahrweiler, Sohn eines Arztes, jüngerer Bruder von Alfred Kurella, kam ebenso wie dieser über bürgerliche Jugendorganisationen zur Arbeiterbewegung. Im September 1924 wurde er Mitglied der KJD und begann ab Mitte der zwanziger Jahre als Redakteur bei der »Roten Fahne«. Im Januar 1928 trat er in die KPD ein, zwei Jahre später war er verantwortlicher Redakteur der Komintern-Zeitschrift »Inprekorr«. Heinrich Kurella gehörte zur Gruppe der Versöhnler. 1930 vom Reichsgericht wegen »Hochverrats« zu Festungshaft verurteilt, die er in Gollnow in Pommern absitzen mußte. Anfang 1931 zählte Heinrich Kurella in der Festung Gollnow zu jenen kommunistischen Gefangenen, die den ebenfalls eingesperrten jungen Reichswehrleutnant Richard Scheringer dazu brachten, mit der NSDAP zu brechen und im März 1931 öffentlich seinen Übertritt zur KPD bekanntzugeben. Im Januar 1933 emigrierte Heinrich Kurella in die Schweiz, bis 1934 Redakteur der in Basel herausgegebenen Komintern-Zeitschrift »Rundschau für Politik, Wirtschaft und Arbeiterbewegung«. Im Laufe des Jahres 1934 ging er in die Sowjetunion und kam zunächst in die Presseabteilung der Komintern. Kurella war eng mit Heinrich Süßkind befreundet und hatte in der Schweizer Emigration Heinz Neumann und dessen Lebensgefährtin Margarete Buber-Neumann unterstützt, er brach auch nach deren »Kaltstellung« die Beziehungen zu ihnen nicht ab. Deswegen wurde gegen ihn ein Parteiverfahren vor der IKK eröffnete, und er wurde aus der KPD ausgeschlossen. Im Juli 1937 vom NKWD verhaftet und am 28. Oktober 1937 vom Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR wegen »Mitgliedschaft in einer konterrevolutionären Organisation« zum Tode verurteilt. Noch am gleichen Tag wurde Heinrich Kurella in Butowo bei Moskau erschossen. Den bereits Toten haben die Nazi-Behörden am 19. November 1937 noch »ausgebürgert«. Am 21. Juli 1956 rehabilitierte ihn das Militärkollegium des Obersten Gerichts der UdSSR, daraufhin »rehabilitierte« ihn die ZPKK der SED Mitte Oktober 1956, aber wie viele andere deutsche verfolgte Kommunisten nur »nichtöffentlich«.

Wer war wer in der DDR

Kurotschkin, Pawel Alexejewitsch

* 6.11.1900 – ✝ 1989

Geb. in Gornewo (Gebiet Smolensk); ab 1918 Berufssoldat; 1920 Mitgl. der KPdSU; bis 1923 HS der Kavallerie; 1932 Absolvent der Frunse-Militärakad. u. 1940 der Gen.-Stabsakad.; Truppenoffz., dann Taktiklehrer an der Frunse-Akad. u. Stabsoffz.; 1941 Korpskdr., 1944 Oberbefehlshaber der 2. Weißruss. Front, 1944/45 der 60. Armee; 1945 Held der Sowjetunion; 1945/46 Inhaber höchster Truppenkdo. in der Sowjetunion. Juli 1946 – Mai 1947 Erster Stellv. des Obersten Chefs der SMAD; Mitgl. des…

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Kusche, Lothar

* 2.5.1929 – ✝ 20.8.2016

Geb. in Berlin; 1941 – 45 als Schüler nach Polen u. in die ČSR verschickt; ab 1947 Red.-Volontär u. Red. versch. satir. Ztschr. (»Ulenspiegel«, »Frischer Wind«, »Fuffzehn«); 1950 – 93 ständ. Mitarb. der Ztschr. »Weltbühne«, zeitw. stellv. Chefred.; Mitgl. des SV u. des VdJ; 1953 – 54 Dramaturg am Berliner Kabarett »Die Distel«; 1963 – 65 Bearbeitung durch das MfS im OV »Ahornkrs.« (Ermittlung gegen  Johannes Bobrowski u. dessen liter. Freundeskrs., zu dem neben  Manfred Bieler u.  Peter Huchel…

Wer war wer in der DDR

Kwaschik, Johannes

* 30.9.1948

Geb. in Wittenberg; Vater Pfarrer; Mutter Katechetin; 1955 – 59 Grundschule in Dautschen (b. Torgau); 1959 – 63 POS in Großtreben, 1963 – 67 EOS Torgau, Abitur; 1967 – 69 Studium der Chemie an der KMU Leipzig; 1969 – 75 Theologiestudium am Katechet. Oberseminar in Naumburg, 1975 – 78 dort wiss. Mitarb.; 1978 – 85 Gemeindepfarrer in Bad Schmiedeberg; 1985 – 90 Rektor des Katechet. Aus- u. Weiterbildungszentrums in Schwerin. 7.10.1989 Mitbegr. der SDP in Schwante; Gründungsinitiator des SPD-Orts-…

Wer war wer in der DDR

Laartz, Gerhard (»Hugo«)

* 29.7.1940

Geb. in Berlin; Vater Handwerksmeister, Mutter Hausfrau; 1947 – 57 Oberschule; Lehre als Fernmeldemechaniker, 1960 – 65 Arbeit beim Fernmeldeamt Berlin, 1966 bei der Interflug in Berlin-Schönefeld; ab 1948 Klavierunterricht; 1955 Gründer des Trios »Music Stromers«, 1962 Auftritte im Berliner Friedrichstadtpalast; 1962 – 65 Ausbildung an der Musikschule Berlin-Friedrichshain, Zulassung als Berufsmusiker; 1968 Verbot der »Music Stromers«, danach für einen Monat Bassist in der…

Wer war wer in der DDR

Ladebeck, Walter

* 2.10.1928 – ✝ 3.9.1998

Geb. in Schönebeck; Vater Arbeiter; Volks- u. Mittelschule; 1944 / 45 Luftwaffenhelfer; 1945 brit. Kriegsgef. 1946 Arbeiter; 1946 SED, FDJ; 1947 – 49 Lehre als Molkereikaufm.; 1949 Besuch der Landessportschule u. Mitarb. im Kreissportaussch. Schönebeck; 1951 / 52 Sekr. der FDJ-KL Schönebeck; Lehrgang an der FDJ-HS in Bogensee; 1952 1. Sekr. der FDJ-KL Schönebeck; 1952 1. Sekr. der GST-KL Schönebeck; 1953 Lehrgang an der SED-BPS Magdeburg; 1954 / 55 Sekr. für Agit. u. Prop. der SED-KL Schönebeck;…

Wer war wer in der DDR

Lamberz, Werner

* 14.4.1929 – ✝ 6.3.1978

Geb. in Mayen (Eifel); Vater Peter L., Maurer/ Angest.; Volksschule; 1939 – 43 Dt. Jugend; 1941 – 44 in der nationalpol. Erziehungsanstalt (Napola) »Adolf-Hitler-Schule« Sonthofen; 1943 – 45 Dt. Jungvolk, dann HJ; während eines Ferienaufenthalts 1944 vom KPD-Gen. seines Vaters in der Umgebung von Mayen versteckt, zeitw. Arbeit in einem Baubetrieb u. einer Gärtnerei. 1945 Ausb. zum Heizungsbauer in Mayen; nach der Übersiedl. zum Vater in die SBZ 1946 – 48 Ausbildung zum Heizungsbauer u. Monteur…

Wer war wer in der DDR

Landgraf, Günther

* 14.9.1928 – ✝ 12.1.2006

Geb. in Kriegern (Krs. Podersam, ČSR / Kryry, Tschechien); 1947 – 52 Physikstudium an der TH Dresden; anschl. dort wiss. Assistent u. Oberassistent am Inst. für Techn. Mechanik; 1961 Prom. mit einer Arbeit zur Theorie der biegesteifen Kreiszylinderschale unter Berücksichtigung der Querkraftschubverzerrungen; anschl. Tätigkeit im VEB Germania Chemieanlagen- u. Apparatebau Karl-Marx-Stadt; 1969 Habil. zum Thema »Berechnung beliebig belasteter Rotationsschalen mit u. ohne Berücksichtigung der…

Wer war wer in der DDR

Lang, Alexander

* 24.9.1941

Geb. in Erfurt; Vater Architekt; OS in Erfurt; 1961/62 Ausbildung als Plakat- u. Schriftmaler; 1962 – 64 Bühnenarb. am Theater Erfurt; 1964 – 66 Ausbildung an der Staatl. Schauspielschule Berlin; 1966/67 Engagement am Maxim-Gorki-Theater Berlin (1966 »Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie« von Max Frisch, TR, R: Wolfram Krempel); 1967 – 69 am Berliner Ensemble (BE), u. a. 1966 in »Purpurstaub«, (Rolle: O’Killing, R: Hans-Georg Simmgen); 1969 – 87 am Dt. Theater (DT) als Schauspieler, ab 1978 als…

Handbuch Deutsche Kommunisten

Lange, Paul

* 5.1.1880 – ✝ 14.6.1951

Geboren am 5. Januar 1880 in Leipzig-Plagwitz, Sohn eines Buchbinders; Lehre und Arbeit als Rechtsanwaltsschreiber und Handlungsgehilfe. 1898 trat Paul Lange der SPD bei. Von 1903 bis 1906 war er Berichterstatter bzw. Lokalredakteur der »Leipziger Volkszeitung«. Ab 1906 arbeitete er als Redakteur der Gewerkschaftszeitung des Handlungsgehilfenverbandes zunächst in Hamburg und ab 1912 in Berlin. Während des Weltkrieges war Lange Anhänger der Spartakusgruppe und Mitarbeiter der »Neuen Zeit«. 1918 wurde er Mitglied der Spartakuszentrale. Auf dem Gründungsparteitag referierte Paul Lange über wirtschaftliche Kämpfe und wurde in die erste KPD-Zentrale gewählt. Vom II. bis zum V. Parteitag 1919/20 gehörte Lange der Zentrale dann als Ersatzmann an, von Ende 1918 bis 1920 war er auch Mitarbeiter der »Roten Fahne«. Im Juni 1920 noch KPD-Kandidat bei den Reichstagswahlen, opponierte er gegen die Gewerkschaftspolitik der Partei und verließ im November 1920 die KPD. Er trat zunächst der USPD bei und ging mit der Mehrheit 1922 wieder zur SPD. Ab 1927 war Paul Lange ehrenamtlicher Vorsitzender des Verbandes ostdeutscher Konsumvereine und von 1930 bis 1933 Geschäftsführer der Konsumgenossenschaft Berlin sowie SPD-Funktionär. 1933 zog Lange nach Leipzig und lebte dort bis 1945 als Sozialrentner. Im Juni 1945 trat er der KPD bei und arbeitete in der Kreisredaktion Leipzig der »Sächsischen Volkszeitung«, ab Herbst 1945 in der »Leipziger Volkszeitung«. Er blieb bis zu seinem Tod Redakteur, war zuletzt stellvertretender Chefredakteur der »Leipziger Volkszeitung«. Paul Lange starb am 14. Juni 1951 in Leipzig.